Gefährliches Hobby: Fotos und Selfies auf Bahnanlagen

Romantik, Reisen, Fernweh, Sehnsucht und unendliche Freundschaft: Nur ein paar der Assoziationen, die viele Menschen mit Gleisen und Zügen verbinden. Daher haben sie sich zu äußerst beliebten Fotomotiven entwickelt. Aus der Ferne kein Problem. Doch der Trend, sich selbst oder andere auf den Gleisanlagen zu fotografieren, hat sich in den letzten Jahren immer mehr etabliert. Und das kann äußerst gefährlich werden.

Der Social-Media Hype

Seitdem ästhetische Fotos und spannende Videos auf Social Media zum Lebensinhalt vieler Kinder und Jugendliche geworden sind, hat die Suche nach den besten Foto-Locations begonnen. Bahngleise, Tunnel, Bahnhöfe und Züge wurden immer beliebter. Nach Angaben der Deutschen Bahn suchen vor allem Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren Bahnanlagen zum Fotos schießen auf. Doch auch bei Jungen und Erwachsenen ist das Phänomen zu beobachten. Genaue Angaben dazu, wie häufig sich Personen unerlaubter Weise auf den Gleisen befinden, gibt es nicht. Denn wenn Personen von Lokführern oder der Polizei entdeckt werden, ist das meist eher Zufall als gezielte Suche. In den Fokus der Öffentlichkeit gelang das Thema in der Vergangenheit vor allem durch schwere und tödliche Unfälle, die auf eine Selfieaktion folgten. Doch warum ist der Aufenthalt auf Bahnanlagen so gefährlich?

Tödliche Gefahr

Das größte Gefahrenpotenzial besteht, wenn sich Personen unerlaubter Weise auf Bahngleisen aufhalten. Die Züge fahren meist mit hoher Geschwindigkeit und bewegen sich mittlerweile nahezu lautlos durch die Landschaft. Der Bremsweg ist in der Regel viel zu lang, als das der Fahrzeugführer spontan auf Hindernisse reagieren könnte. Daher ist es ein Trugschluss zu glauben, dass man einen herannahenden Zug immer frühzeitig wahrnimmt und sich von den Gleisen begeben kann.

Auch in Bahnhöfe einfahrende oder vorbeifahrende Züge können gefährlich werden. Der Luftdruck und die Strömung, die sich um den Zug herum entwickeln können, sind für unsere Augen nicht sichtbar. Daher gilt: Abstand halten, und die Markierungen am Bahnsteig beachten.

Auch auf den Dächern von Zügen werden immer wieder Fotos gemacht. Dabei ist nicht nur die Nähe zur Oberleitung sehr gefährlich: Alte, abgestellte Güterzüge können rosten und instabil werden. Immer wieder stürzen Kinder und Jugendliche beim Klettern ab und verletzten sich schwer.

Ein Selfie, das Konsequenzen hat

Auch, wenn das Fotoshooting ohne Zwischenfall stattgefunden hat, kann das Ergebnis Konsequenzen haben. Wird ein Selfie auf einer Bahnanlage auf Social Media gepostet, und der Urheber sowie der Ort kann eindeutig identifiziert werden, ist ein juristisches Nachspiel nicht unwahrscheinlich. Denn das unerlaubte Betreten von Bahnanlagen ist verboten und kann eine Geldbuße von bis zu 5.000 Euro zur Folge haben. Je nach Schwere des Verstoßes wurden auch schon Schadensersatzzahlungen und  Freiheitsstrafen verhängt.

Was kann man tun?

Die Gefahr, die von Gleisen und Bahnanlagen ausgeht, ist den meisten Kindern und Jugendlichen nicht bewusst. Daher ist Aufklärungsarbeit das A und O, wenn zukünftig folgenschwere Unfälle vermieden werden sollen. Mit der Aktion „Wir wollen, dass du sicher ankommst“ hat die Deutsche Bahn verschiedene Kurzfilme erstellt, die Jugendliche auf die Gefahr aufmerksam machen. Die Bundespolizei bietet außerdem Informationsveranstaltungen und Präventionsgespräche an Schulen an, die über das Kontaktformular angefragt werden können.

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Ansprechpartner für jede Situation auf Ihrer Zugfahrt

Vor und während ihrer Zugfahrt können Fragen und Situationen auftreten, für die Sie einen Ansprechpartner benötigen. Ihre erste Anlaufstation ist in den meisten Fällen der Zugführer. Dieser ist auf jeder Verbindungen des Nah- und Fernverkehrs dabei. Zugführer haben auf der Bahnfahrt verschiedene Aufgaben, angefangen bei der sicheren An- und Abfahrt des Zuges bis hin zur Kundenbetreuung. Zu erkennen sind sie oft an ihrer roten Armbinde, beziehungsweise ihrer Uniform. Welche Ansprechpartner Ihnen außerdem weiterhelfen können, lesen Sie auf diesem Beitrag.

Fragen zu Verbindungen und Umsteigemöglichkeiten

Haben Sie vor der Reise Fragen zu Verbindungen im Nahverkehr, können Sie das Service Telefon der Mitteldeutschen Regionalbahn anrufen (0341 231898288) oder Ihre Frage online über das Kontaktformular stellen. Die Mitarbeiter im Kundencenter in Ihrer Nähe helfen Ihnen auch vor Ort gern weiter.
Im Fernverkehr erreichen Sie den Service der Deutschen Bahn in einem der DB Reisezentren  und unter 030 2970. Haben Sie während der Fahrt eine Frage zu Ihrem Anschluss oder wollen mit einem Taxi vom Bahnhof weiterfahren, können Sie sich an das Zugpersonal wenden.

Hilfe für Menschen mit Behinderung

Für Menschen mit einer Behinderung oder Personen, die nicht mehr so mobil sind, steht auf allen Verbindungen der Mitteldeutschen Regionalbahn ein Kundenbetreuer zur Verfügung. Das Servicepersonal hilft Ihnen beim Einstieg, bei der Platzsuche und beim Ausstieg. Damit alles reibungslos funktioniert, sollten Sie Ihre Reise mindestens 24h vorher unter der Nummer 0341 231898288 (24 h, Ortstarif) anmelden.
Bei einer Reise im Fernverkehr können Sie den Mobilitätsservice der Deutschen Bahn unter 0180 6512512 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf) kontaktieren. Auch hier ist es ratsam, sich bereit 24h vorher anzumelden.

Hilfe beim Gepäck

Haben Sie unhandliches oder schweres Gepäck, das Ihnen beim Ein- und Ausstieg Probleme bereitet, hilft ihnen das Zugpersonal in der Regel gern weiter. Auch Mitreisende können Sie um Unterstützung bitten. Wollen Sie entspannt und zusätzliche Belastung reisen, können Sie vor der Fernreise den DB Gepäckservice benachrichtigen, der Ihr Gepäck per Post verschickt.

Ansprechpartner in medizinischen Notfallsituationen

Bei einem medizinischen Notfall im Zug sollten Sie versuchen, die Situation richtig einzuschätzen. Ist eine Person bewusstlos oder schwebt in ernster Lebensgefahr, sollten Sie umgehend den Notruf unter der 112 wählen. Die Notrufstelle kann anschließend das Zugpersonal informieren. Besteht kein akuter Handlungsbedarf, sollten Sie das Zugpersonal aufsuchen. Dieses kann Sanitäter zum nächsten Bahnhof bestellen sowie mit einer Durchsage nach medizinischem Personal im Zug fragen.

Ansprechpartner bei Vandalismus

Werden Sie Zeuge von Vandalismus am Bahnhof oder im Zug, sollten Sie zunächst für Ihre eigene und die Sicherheit von Mitreisenden sorgen. Versuchen Sie nicht, die Täter aufzuhalten, sondern wenden Sie sich direkt an das Zugpersonal. Sie können den Vorfall außerdem bei der Bundespolizei unter 0800 6 888 000 sowie der Sicherheitszentrale der Bahn unter 030 297-51114 melden. Auch die verantwortlichen Landespolizeistellen nehmen entsprechende Vorfälle auf. Merken Sie sich Ort, Zeit und eventuelle Merkmale des Täters, und geben Sie diese weiter.

Hilfe bei Bedrohung durch andere Fahrgäste

Kommt es zu einer bedrohlichen Situation, in der Sie eine Gefahr für sich und andere Mitreisende sehen, können Sie zunächst das Zugpersonal benachrichtigen. Dieses ist speziell geschult und kann versuchen, eine Situation zu eskalieren. Kommt es zu einem körperlichen Angriff wie einer Schlägerei, sollten Sie die Polizei rufen. Die Sicherheit an Bahnhöfen und Zügen fällt in den Aufgabenbereich der Bundespolizei. Wählen Sie also die 112, und entfernen Sie sich wenn möglich schnell aus der Gefahrensituation.

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Obdachlose im Bahnhof – Wie verhalte ich mich richtig?

Die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr an. Das lässt sich auch an vielen Bahnhöfen beobachten: Immer mehr Obdachlose nutzen die Hallen und Bahnsteige, um sich hier tagsüber aufzuhalten oder zu übernachten. Dabei kann es auch zu Zusammenstößen mit Passanten kommen. In diesem Beitrag erklären wir, wie Sie sich in einer solchen Situation richtig verhalten.

Der Bahnhof als beliebter Treffpunkt

Am Bahnhof ist tagsüber immer viel los. Hier können sich Obdachlose unauffällig unter die Menschen mischen. Außerdem versprechen die vielen Touristen höhere Erfolgschancen beim Betteln. Im Herbst und Winter gibt es außerdem beheizte Stellen, und die Bahnhofshallen schützen vor Wind und Regen.
Bahnhöfe sind weiterhin ein Treffpunkt für Menschen, die mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben. Hier entstehen meist die einzigen sozialen Kontakte und Beziehungen, die Obdachlose haben.

Niemand ist freiwillig obdachlos

Viele nehmen die „herumlungernden“ Obdachlosen als Störung wahr. Das permanente Betteln, lautstarke Unterhaltungen oder ein unangenehmer Geruch löst in vielen Reisenden eine grundlegende Abneigung aus. Sie sollen sich eine Arbeit suchen, sich engagieren, anstatt nur zu betteln, so die Meinung vieler. Dabei darf aber nicht vergessen werden: Die wenigsten können etwas für ihre Situation. Niemand sucht es sich aus, obdachlos zu sein. Viele leben von Tag zu Tag, und sind auf die Hilfe der Passanten und Sozialarbeiter sowie Hilfsprogramme wie die Bahnhofsmission angewiesen. Denn aus eigener Kraft schaffen es die wenigsten raus aus dieser Situation.

Das Problem mit den Platzverweisen

Kommt es zu Zwischenfällen wie Ruhestörungen, störendem Alkoholkonsum oder aggressivem Betteln, reagiert die Polizei in den meisten Fällen mit Platzverweisen und Aufenthaltsverboten. Die Folge ist, dass sich die betroffenen Personen woanders niederlassen und am nächsten Tag wieder in der Bahnhofshalle sitzen. In vielen Städten wird zusätzlich mit Baumaßnahmen versucht, Obdachlose von der Übernachtung in Bahnhöfen abzuhalten. Dafür werden zum Beispiel Bänke so gebaut, dass es nicht möglich ist darauf zu schlafen. Anstelle dieser zeitweisen lokalen Ermahnungen, die die Probleme nur verlagern und nicht lösen, müsste viel stärker in unterschiedliche Hilfsangebote für Betroffene investiert werden.

So verhalten Sie sich richtig

Mit einer kleinen Geld- oder Essensspende können Sie Obdachlosen über den Tag helfen. In den meisten Fällen reagieren die Betroffenen freundlich und dankbar auf die Unterstützung. An heißen Tagen kann beispielsweise eine Wasserflasche viel ausmachen, an kalten eine Decke. Bei extremen Wetterlagen gilt es, aufmerksam zu sein: Liegt jemand reglos auf dem Boden, sollten Sie die Person ansprechen und fragen, ob alles in Ordnung ist. Bieten Sie Hilfe an und holen Sie im Notfall die Bahnhofsmission oder alarmieren Sie den Notruf.
Unter starkem Alkoholeinfluss kann es zu unschönen Szenen kommen. Werden Sie verbal attackiert, haben Sie jedes Recht das Gespräch zu beenden und sich zu entfernen. Entgleitet die Situation und es kommt zu körperlichen Übergriffen, sollten Sie sich anderen Personen zuwenden und um Unterstützung bitten. In einem solchen Fall können Sie die Polizei rufen. Auch aggressives Betteln kann in Deutschland als Nötigung eingestuft und geahndet werden.

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So reisen Senioren sicher mit dem Zug

Viele Senioren sind mit einem Mal stark eingeschränkt, wenn Sie das Auto nicht mehr nutzen können. Dabei bietet die Bahn eine sichere und praktische Alternative, um auch im Alter noch mobil zu bleiben. Vor Ihrer Reise sollten Sie jedoch einige Dinge beachten.

Vorausschauend planen

Seien Sie wenn möglich schon frühzeitig am Gleis, um Stress beim Einsteigen zu vermeiden und einen guten Sitzplatz für sich zu finden. Außerdem können Sie so auf eventuelle kurzfristige Änderungen von Abfahrtsgleis und Abfahrtszeit reagieren. Planen Sie außerdem genügend Zeit beim Umsteigen ein und informieren Sie sich vorab, wo sich das Gleis Ihres Anschlusszuges befindet. Dabei hilft Ihnen gern das Zugpersonal.

Am Gleis

Sind Sie am Gleis angekommen, sollten Sie unbedingt den Mindestabstand zum Gleisbett einhalten. Nähern Sie sich dem Zug am besten erst, wenn er steht. Optimaler Weise können Sie dem Schaffner mit einem Winken symbolisieren, dass Sie beim Einsteigen etwas länger brauchen. So stellen Sie sicher, dass der Zug nicht ohne Sie fährt. Wenn Sie Probleme beim Einsteigen haben, können Sie andere Reisende oder das Zugpersonal um Hilfe bitten.

Reisen mit viel Gepäck

Haben Sie einen schweren Koffer oder eine sperrige Tasche, bietet sich der Deutsche Bahn Gepäckservice an. Sie können ihr Gepäck vor der Reise zu einem Hermes Paketshop bringen oder es bei sich abholen lassen. Die Zustellung zu Ihrem Reiseziel erfolgt am übernächsten Werktag.
Auf unserem Blogbeitrag „So verstauen Sie Ihr Gepäck sicher im Zug“ erhalten Sie außerdem einige Tipps für Ihre Reise mit Gepäck. Sprechen Sie andere Reisende oder das Zugpersonal an, wenn Sie Hilfe benötigen.

Reisen mit eingeschränktem Sehvermögen

Eingeschränktes Sehvermögen hält viele ältere Menschen vom Reisen mit der Bahn ab. Dabei können Sie Ihre Reise schon im Voraus so planen, dass Sie sich gut im Bahnhof und Zug zurecht finden. Auf der Seite der Deutschen Bahn können Sie sich über Bahnhöfe und örtliche Gegebenheiten informieren. Zusätzlich berät Sie die Mobilitätsservice-Zentrale telefonisch, unter 030 65212888. Hier können Sie, sich den Weg zum Gleis erklären lassen oder Hilfe zum Ein- und Aussteigen beantragen. Außerdem erhalten Sie Informationen zu Störungen an Aufzügen oder Baustellen auf Ihrem Weg.

Reisen mit einer Gehbehinderung

Auch für Reisende mit einer Gehbehinderung gibt die Mobilitätsservice-Zentrale Auskunft. Hier können Sie sich beispielsweise über vorhandene Fahrstühle und Rolltreppen informieren. Personen, die mit Rollator unterwegs sind, finden auf unserem Beitrag „Sichere Bahnfahrt mit dem Rollator“ hilfreiche Informationen. Für Rollstuhlfahrer gibt der Beitrag „Barrierefrei in der Bahn: Reisen mit Mobilitätseinschränkung“ Auskunft.

Preisvergünstigungen für Senioren

Viele Bahnunternehmen bieten Vergünstigungen für Senioren an. Informieren Sie sich dazu auf der entsprechenden Internetseite oder unter der Servicehotline. Angebote der Deutschen Bahn, wie die BahnCard für Personen ab 65 Jahren, finden Sie unter Generation 65plus.

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Frau einsam vor einem fahrenden Zug

Rassismus im Zug – Wie kann ich helfen?

Tagtäglich werden Menschen in aller Öffentlichkeit Opfer von Rassismus. Dazu gehören Beschimpfungen und Angriffe aufgrund der vermeintlichen Herkunft oder einer Religionszugehörigkeit. Sie werden anders behandelt oder ausgegrenzt. Viele Beobachter solcher Situationen schweigen und schauen zu – häufig sind Sie mit der Situation überfordert und wissen nicht, was sie tun können. Doch Schweigen ist für die Betroffenen so schlimm wie der Angriff selbst.

Wann sollte ich eingreifen, und wann nicht?

Eine Situation richtig einzuschätzen, ist niemals leicht. Fühlt sich die Person überhaupt angegriffen? War das eine Beleidigung? Hier gibt es keine klare Grenze. Hören Sie daher auf Ihr Bauchgefühl: Meist haben wir ein gutes Gespür dafür, ob jemand beleidigt oder aggressiv angegangen worden ist. Greifen Sie lieber einmal mehr in die Situation ein, und bieten Sie der betroffenen Person Ihre Hilfe an. Stellen Sie Augenkontakt her und begeben Sie sich in unmittelbare Nähe. Sätze wie „Ich helfe Ihnen“ geben dem Betroffenen Sicherheit.

Machen Sie auch andere auf die Situation aufmerksam. Meist ist es leichter, wenn sich mehrere Fahrgäste oder das Zugpersonal gemeinsam einschalten. Werden Sie vom Zuschauer zum Helfer, und zeigen Sie der betroffenen Person, dass Sie nicht allein ist.

Schützen Sie sich selbst!

Beobachten Sie das Verhalten des Angreifers genau. Wendet er sich ab? Oder wird er noch aggressiver? Auf keinen Fall sollten Sie sich unnötig in Gefahr bringen. Berühren Sie den Täter nicht, und wenden Sie keine Gewalt an. Auch verbal sollten Sie sich nicht provozieren lassen: Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit darauf, der betroffenen Person zu helfen. Das schaffen Sie nur mit Ruhe und Übersicht. Sollte es zu einem körperlichen Übergriff kommen, machen Sie sich laut bemerkbar. Rufen Sie „Stopp! Aufhören!“ und holen Sie ihr Telefon hervor. Rufen Sie die Polizei und filmen Sie das Geschehen. Die Videos dürfen Sie zwar nicht veröffentlichen, jedoch zeigen Sie dem Angreifer, dass sein Handeln Konsequenzen haben wird. Außerdem können Sie den Zugführer  informieren. Im äußersten Notfall betätigen den Notknopf oder die Notbremse. Mehr zu diesen beiden Varianten lesen Sie in unserem Beitrag über den Einsatz von Notbremsen.

Nach dem Angriff

Häufig werden rassistische Vorfälle nicht gemeldet. Merken Sie sich Gesicht und Kleidung des Täters und erstatten Sie in Absprache mit der betroffenen Person Anzeige. Bitten Sie andere Fahrgäste, sich als Zeugen zu melden. Lassen Sie die Person nach dem Angriff nicht allein, und vergewissern Sie sich, dass es ihr gut geht. Bieten Sie ihr an, eine Verbindung zu einer Beratungsstelle aufzubauen, bei der sie professionelle Hilfe bekommen kann. Eine Übersicht zu Beratungsstellen finden Sie auf der Seite der Amadeo Antonio Stiftung.

Wie kann ich mich vorbereiten?

Personen, die selbst keine Erfahrungen mit Rassismus gemacht haben, sollten Betroffenen zuhören und sich mit ihren Sichtweisen und Erfahrungen auseinander setzen. Außerdem können Sie sich durch Gedankentraining auf eventuelle Situationen vorbereiten. Stellen Sie sich vor, wie Sie reagieren und was Sie sagen würden. Das gibt Ihnen Sicherheit, sollte es zu einer entsprechenden Situation kommen. Auch hier hilft Ihnen die Amadeo Antonio Stiftung . Auf der Seite finden Sie weitere Informationen zum Thema Rassismus und Hinweise, wie Sie sich bei rassistischen Übergriffen richtig verhalten.

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Tipps für die sichere Zugfahrt in Corona-Zeiten

Ob Pendeln zur Arbeit, Dienstreise oder Hilfe für Angehörige: Für viele gehört der Zug zu einem der wichtigsten Verkehrsmittel. Wegen der Corona-Pandemie sind einige aber verunsichert, wie sie sich vor einer Ansteckung am besten schützen können. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie auch in Corona-Zeiten sicher im Zug reisen.

Maskenpflicht befolgen

Wie in allen öffentlichen Bereichen gilt auch in Bahnhöfen, an Bahnsteigen und in den Zügen: Nase und Mund müssen bedeckt sein, um das Übertragungsrisiko zu minimieren. Den besten Schutz vor Ansteckung bieten Ihnen die FFP2- und FFP-3-Masken. Aber egal, welche Maske Sie letztlich nutzen: Achten Sie immer darauf, dass sie Mund, Nase und Kinn bedeckt, eng anliegt und regelmäßig gewechselt bzw. gewaschen wird.

Abstand halten

Ob auf dem Bahnsteig oder im Zug: Einen sicheren Abstand zu Mitreisenden zu halten, ist besonders wichtig. Beim Warten auf den Zug können Sie beispielsweise die gesamte Länge des Bahnsteigs nutzen.

Steht der Zug, lohnt sich oft ein Blick durch die Fenster, um zu sehen, wo sich freie Sitzplätze befinden. So vermeiden Sie unnötige Wege innerhalb der Zugabteile, indem Sie den nahesten Einstieg nutzen.

Haben Sie eine große Auswahl an freien Sitzplätzen, ist es natürlich sinnvoll, genügend Abstand zu Sitznachbarn zu halten. Zeigen Sie sich aber auch solidarisch, zum Beispiel indem Sie als Alleinreisende*r nicht unbedingt eine Vierer-Sitzgruppe belegen.

Hygiene-Etikette beachten

Achten Sie darauf, dass Sie in die Armbeuge niesen oder husten. Auch das Wegdrehen kann helfen: sowohl wenn Sie als auch Ihre Sitznachbar*innen in eine solche Verlegenheit kommen.

Regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren fällt auf Zugreisen nicht immer leicht. Beides bietet jedoch weiterhin einen effektiven Schutz. Die Züge werden in Corona-Zeiten zwar verstärkt gereinigt, es ist aber auch keine schlechte Idee, zusätzlich ein kleines Reiseset mit Desinfektionsmittel und Reinigungstüchern dabeizuhaben.

Randzeiten nutzen

Nicht jeder ist zeitlich flexibel beim Zugfahren. Haben Sie jedoch die Möglichkeit, Ihre Reisezeiten selbst zu bestimmen, meiden Sie Stoßzeiten bewusst. Denn weniger Mitreisende bedeuten mehr Platz im Zug, mehr Abstand und weniger Kontakte mit anderen.

Wenn möglich planen Sie Ihre Reise z. B. nicht am Anfang oder Ende des Wochenendes, der Feiertage oder der Schulferien. Pendler könnten prüfen, ob der Arbeitgeber bereit ist, Gleitzeitvereinbarungen zu ermöglichen. Das würde ihnen erlauben, die Zeit des Berufsverkehrs zu meiden.

Kontaktlos Tickets kaufen

Viele Zugunternehmen bieten mittlerweile die Möglichkeit, Tickets kontaktlos per App zu kaufen. Diese haben zusätzlich den Vorteil, dass Sie meist auch Auskünfte zu Fahrplänen, Verkehrsnachrichten und Anschlusszeiten einholen können. Und das ohne zusätzlichen Kontakt mit Kundenbetreuern und Mitreisenden, die sich an Aushängen drängen.

Verhalten Sie sich solidarisch

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und achten Sie auch im Reisestress auf andere. So wird Abstandhalten leichter und Sie gehen möglichen Reibereien und Konflikten von vornherein aus dem Weg.

Außerdem erkennen Mitreisende so meist intuitiv, auf welche Verhaltensweisen Sie wertlegen. Sollte einmal eine andere Person keine Maske tragen oder nicht auf weitere geltende Regeln achten, reagieren Sie höflich, umsichtig und bestimmt. Lassen Sie sich allerdings nicht auf eine Diskussion ein: Ein Streitgespräch erhöht eher das Risiko einer möglichen Ansteckung.

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Wie entsteht ein Zugfahrplan?

Auf den deutschen Schienen verkehren im Schnitt täglich 40.000 Züge von 452 zugelassenen öffentlichen Eisenbahnverkehrsunternehmen. Diese gilt es zu koordinieren – damit alle Züge sowohl ungehindert fahren als auch nach Plan ihren Zielbahnhof erreichen können. Daher müssen die Fahrpläne der Bahnen regelmäßig synchronisiert und an veränderte Gegebenheiten angepasst werden.

Schritte zum reibungslosen Fahrplan

Das Grundkonstrukt

Langfristige Verträge bilden die Basis aller Fahrpläne und regeln die grundsätzlichen Abläufe. Hierbei handelt es sich vorrangig um Züge, die im Stundentakt fahren und an Knotenbahnhöfen bestmögliche Anschlüsse zu anderen Zugverbindungen bieten. In den Verträgen wird auch die Sitzplatzkapazität auf den jeweiligen Strecken bestimmt.

Dann werden die (internationalen) Fernverkehrsstrecken mit den anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen abgestimmt. Hierfür werden die einzelnen Haltestellen jedes Zuges auf der Strecke minutengenau aufgenommen, freie Gleise und auch zu erreichende Anschlusszüge beachtet.

Die nationale Planung

Steht das Grundkonstrukt geht es an die nationale Planung. Bund, Länder und Verkehrsbünde zeigen an, welche Verbindungen sie brauchen. Die neuen Pläne werden dann aus den Erfahrungen mit den bisher gültigen Plänen erstellt. Wenn beispielsweise ein Anschluss regelmäßig nicht funktionierte, wird eine Lösung gesucht und der neue Plan entsprechend angepasst. Ebenfalls werden die Fahrgastzahlen betrachtet: Gibt es bei einigen Strecken Verbesserungsbedarf? Müssen mehr Sitzplätze zur Verfügung gestellt werden, damit alle Fahrgäste bequem reisen können?

Auch Baustellen und die dadurch entstehenden Verzögerungen werden berücksichtigt. Ebenfalls einbezogen werden Züge zu Sonderveranstaltungen oder ein höheres Reiseaufkommen beispielsweise in der Ferienzeit. Diese werden situativ eingeplant.

Die lokale Planung

In die lokale Planung können Institutionen wie Arbeiter- und Wirtschaftskammern ihre Wünsche einbringen. Damit beispielsweise die Arbeiter aus den Ballungsgebieten um eine Großstadt genügend Möglichkeiten erhalten, pünktlich mit der Bahn zur Arbeit zu gelangen. Oder, dass der Zug nicht bereits vor dem Schulschluss wieder abfährt.

All diese Wünsche werden bei der Entstehung des Zugfahrplans berücksichtigt und zeitlich aufeinander abgestimmt – mit dem Ziel, die Bahnstrecken effizient zu nutzen. Anschließend wird überprüft, ob der Fahrplan mit dem Güter- und Fernverkehr vereinbar ist. Kollidieren die Wünsche, dann koordinieren die Infrastrukturunternehmen, die die Strecken betreiben, die Fahrpläne. In diesen Fällen verschieben sie die Züge und halten Rücksprache mit den Unternehmen.

Der fertige Fahrplan

Sind alle Strecken optimal ausgelastet und die Verbindungen abgestimmt, erhalten alle Eisenbahnverkehrsunternehmen den endgültigen Fahrplan. Das passiert circa ein halbes Jahr vor Inkrafttreten des neuen Fahrplans. Nun prüfen sie, ob ihre Wünsche berücksichtigt wurden und schließen mit dem Infrastrukturunternehmen einen verbindlichen Trassenvertrag für ein Jahr ab.

Stehen die Verträge, bleiben noch etwa drei Monate für kleinere Anpassungen und dann wird der Fahrplan veröffentlicht und tritt in Kraft.

Bemerken Sie auf Ihren Bahnreisen wechselnde Fahrpläne? Erzählen Sie uns doch von Ihren Erfahrungen im Kommentarfeld.

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Zivilcourage zeigen: Unterstützen Sie Mitreisende

Gerade betagten Personen oder Ortsfremden fällt es oft schwer sich am Bahnhof oder während der Zugfahrt zu orientieren. Sie sind auf Unterstützung angewiesen. Auch Sie können helfen.

Natürlich stehen für Hilfe und Beratung die Zugbegleiter bereit. In vollen Zügen ist es jedoch manchmal schwer, jedem Fahrgast die gewünschte Aufmerksamkeit zu bieten. Zeigen Sie Empathie und bieten Sie hilfesuchenden Mitreisenden Ihre Unterstützung an. Indem sich Reisende füreinander einsetzen, wird die Atmosphäre im Zug angenehmer. Außerdem steigt auch Ihr Sicherheitsgefühl. Denn wenn sich Bahnfahrende gegenseitig unterstützen, sinkt das Konfliktpotenzial. Aggressionen können bereits im Keim erstickt werden, sodass potenzielle Angreifer keine Angriffsfläche finden.

Mit diesen kleinen Gesten sorgen Sie für mehr Sicherheit auf Ihrer Bahnfahrt

  • Bieten Sie Rollstuhlfahrern oder Mitreisenden mit Kinderwagen oder Rollator Ihre Unterstützung beim Einsteigen an.
  • Sprechen Sie irritiert wirkende Mitreisende an und erfragen Sie, wie Sie helfen können. Oft reicht eine Auskunft über den kommenden Zug oder die Reisezeit.
  • Informieren Sie den Zugbegleiter, falls Sie weitere Hilfe benötigen.
  • Agieren Sie deeskalierend, wenn Sie einen Streit bemerken. Hierbei ist es wichtig, ruhig aufzutreten. Denn Gewalt zieht Gewalt an. Versuchen Sie, die Gewaltbereitschaft der Streitenden zu reduzieren und eine Lösung anzubieten. Drohungen oder Belustigung über das Verhalten steigern hingegen das Konfliktpotenzial. Tipp: Lesen Sie hier, wie Sie gewaltbereite Mitreisende erkennen.

Wichtig: Überschätzen Sie sich jedoch nicht und schützen Sie sich in einer Gefahrensituation.

Welche Erfahrungen haben Sie bereits auf Ihren Bahnreisen gesammelt? Wurde Ihnen bereits geholfen oder haben Sie andere Mitreisende unterstützt? Erzählen Sie uns gerne davon im Kommentarfeld.

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Bahnstromnetz

Bahnstrom: So kommt der Strom sicher in die Oberleitung

Bereits seit über 100 Jahren fahren auf Deutschlands Bahnstrecken elektrische Züge. Hierfür kann man jedoch nicht einfach Strom aus der Steckdose nutzen. Welcher Strom wie in die Oberleitung gelangt, erklären wir Ihnen.

Besondere Ansprüche an den Bahnstrom

Züge benötigen eine Frequenz von 16,7 Hertz. Das öffentliche Stromnetz wird hingegen mit 50 Hertz betrieben. Damit die Züge zuverlässig fahren können, ist also zum einen eine ausfallsichere und leistungsfähige Stromversorgung zum anderen die richtige Stromfrequenz notwendig. Dabei können auch erneuerbare Energien wie Wasserkraft, Windenergie und Sonnenenergie genutzt werden.

Neben der Erzeugung des Bahnstroms muss dieser auch zu den einzelnen Bahnstrecken transportiert und dort in die Oberleitung eingespeist werden. Denn den elektrisch betriebenen Zügen muss während der Fahrt ständig Strom zugeführt werden: entweder über Oberleitungen oder durch bodennahe Stromschienen.

Das separate Bahnstromnetz

Rund 8.000 Kilometer Leitungen bilden das deutsche Bahnstromnetz. Der Strom für die Bahnen kommt dabei nicht vom öffentlichen Stromnetz. Für eine maximale Leistungsfähigkeit des Zugverkehrs besitzt die Bahn ein eigenes Bahnstromnetz. Über 110-kV-Hochspannungsleitungen gelangt der Bahnstrom von den Kraftwerken zu den Unterwerken, die sich im Abstand von etwa 50 Kilometer entlang der Strecke befinden. Der eintreffende Strom mit einer Spannung von 110 kV wird mithilfe eines Transformators angepasst und mit 15 kV in die Oberleitung eingespeist. Über diese wird der Strom bis zu den Bahnstrecken transportiert.

Passiert ein Zug nun die Strecke, fließt der Strom von den Oberleitungen über den Stromabnehmer und wird über die Schienen abgeleitet. Da sich die Schienen fast auf Erdpotenzial befinden, ist eine Berührung im Normalfall völlig harmlos.

Nutzbare Bremsenergie

Viele Züge können selbst Strom erzeugen! Beim Bremsen. Moderne elektrische Züge besitzen hierfür eine sogenannte Bremsenergie-Rückspeisung. Dadurch arbeiten die Motoren der Züge als Generatoren. Die Bewegungsenergie wird nun in Strom umgewandelt, der in die Oberleitung zurückfließt. Der aus der Bremsenergie gewonnene Strom kann nun von anderen Zügen genutzt werden.

Verfolgen Sie auf Ihrer Bahnfahrt die Oberleitungen und bestaunen das filigrane Netz an Stromleitungen? Was würden Sie sich für das Energienetz der Bahn wünschen? Wir freuen uns auf Ihre Gedanken im Kommentarfeld.

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Zugführerin mit Signal und Pfeife

Zugführer*innen: So sorgen die Mitarbeiter für eine sichere Zugfahrt

Im Gegensatz zur ersten Assoziation: Der Zugführer ist nicht der Triebfahrzeugführer. Denn er fährt den Zug nicht. Aber welche Aufgaben haben der Zugführer oder die Zugführerin dann? Wir haben uns die Position genauer angeschaut.

Der Aufgabenbereich des Zugführers und der Zugführerin

Zugführer, Zugchef oder Zugsführer tragen in einem Eisenbahnunternehmen die Verantwortung für die Sicherheit und ordnungsgemäße Abwicklung einer Zugfahrt. Um der Zugaufsicht nachzukommen, stellt der Zugführer beispielsweise vor der Abfahrt die Abfahrbereitschaft des Zuges fest. Hierfür prüft er kurz die Lage am Bahngleis: Erlauben die Signale ein Losfahren des Zuges? Ist die Bahnstrecke frei oder befinden sich Fahrgäste vor der weißen Linie? Bevor die Türen schließen, gibt er einen Achtungspfiff. Ist der Zug abfahrbereit, erteilt der Zugführer dann dem Lokführer den Abfahrauftrag. Hierfür kann er entweder ein Abfahrsignal wie einen Befehlsstab verwenden oder den Abfahrauftrag mündlich mitteilen.

Betriebliche Aufgaben des Zugführers im Nahverkehr

Neben dem Abfahrauftrag arbeitet der Zugführer im Fahrgastbereich des Zuges. Während er im Fernverkehr, also in ICE- und IC/EC-Zügen, als Zugchef bezeichnet wird, wird die Position im Nahverkehr Kundenbetreuer genannt.

Hinweis: Oft erkennen Sie den Zugführer an seiner roten Armbinde.

Die Aufgaben des Kundenbetreuers und Zugchefs auf einen Blick:

  • Sicherheit der Fahrgäste und deren Ansprechpartner
  • Fahrkartenkontrolle
  • Lautsprecherdurchsagen im Zug
  • Kommunikation mit der Transport- bzw. Verkehrsleitung der Betriebs- oder Netzleitzentrale
  • Teamverantwortung für die anderen Zugbegleiter an Bord

Ausbildung zum Zugführer

Während der Ausbildung zum Zugführer lernen die Auszubildenden den Bahnbetrieb kennen. Hierbei beschäftigen sie sich mit den Teilbereichen Rangieren inkl. Kuppeln, Behandeln (Einstellung) der Bremsen im Zug, der technischen Wagenkunde sowie dem Berechnen der Bremshundertstel.

Wissenswert: Beim Bremshundertstel wird das Bremsvermögen des Zuges berechnet. Hierbei werden das Bremsgewicht des Zuges mit seiner Masse und der Bremsleistung ins Verhältnis gebracht. Die Zugführer lernen also, wie lange ein Zug abhängig von seiner Länge, Größe und Masse braucht, um zum Stehen zu kommen.

Außerdem machen sich die angehenden Zugführer damit vertraut, den Bremszettel und die Wagenliste zu erstellen. Natürlich erlernen sie auch Fahrausweisverkauf und -kontrolle und beschäftigen sich eingehend mit Fragen rund um den Service im Kundenbereich.

In einigen Zügen benötigt man jedoch keinen Zugführer. Dies ist bei den meisten Güterzügen und in vielen S-Bahnen der Fall. Denn hier kommen technische Einrichtungen wie das Technikbasierte Abfertigungsverfahren ohne menschliche Schnittstelle aus. In diesen Fällen übernimmt der Triebfahrzeugführer die betriebssicherheitliche Verantwortung. Daher kann ein Triebfahrzeugführer zwar zusätzlich ein Zugführer sein. Hingegen kann ein Zugführer nicht die Aufgaben des Triebfahrzeugführers übernehmen!

Haben Sie weitere Berufe rund um die Bahnfahrt, die Sie näher kennenlernen wollen? Dann schreiben Sie uns gerne einen Kommentar und wir schauen uns die Aufgaben genauer an.

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