So sicher ist ein Bahnübergang

An rund 19.400 Stellen in Deutschland sorgen Bahnübergänge für eine reibungslose Begegnung von Zug- und Straßenverkehr. Wie die Bahnübergänge funktionieren und für Ihre Sicherheit sorgen, haben wir uns genau angeschaut.

Diese Verkehrszeichen weisen auf einen Bahnübergang hin

Andreaskreuz: In der Regel sehen Sie am Bahnübergang das Andreaskreuz. Eine Ausnahme sind Bahnübergänge an Fußwegen. Hier sind die Übergänge mit Umlaufsperren ausgestattet. Das Zeichen räumt dem Schienenverkehr Vorrang vor dem Straßenverkehr ein. Aufgrund der großen Masse von Zügen und der hohen Geschwindigkeiten haben sie nämlich einen viel längeren Bremsweg als ein PKW.

An verkehrsarmen Strecken werden die Bahnübergänge nicht technisch gesichert. Das bedeutet, dass Sie sich vor dem Überqueren des Bahnübergangs selbst versichern müssen, ob ein Zug naht. Schauen Sie sorgfältig in beide Richtungen und verschaffen Sie sich eine Übersicht auf die Bahnstrecke. Achten Sie auch auf hörbare Signale der Eisenbahnfahrzeuge.

 

Achtung Bahnübergang: Dieses Schild kündigt einen Bahnübergang an. Es ist dabei egal, ob dieser technisch oder nicht technisch gesichert ist. Sobald Autofahrer dieses Hinweisschild passieren, müssen sie mit angemessener Geschwindigkeit fahren. Außerdem gilt ab dem Schild Überholverbot.

Technisch gesicherte Bahnübergänge

Die Art der Bahnstrecke bestimmt, wie der Bahnübergang gesichert wird. Dies hängt von folgenden Faktoren ab: Handelt es sich um eine Hauptbahn oder Nebenbahn? Mit welcher Geschwindigkeit dürfen Züge die Strecke befahren? Wie ist die Verkehrsstärke auf der
kreuzenden Straße? Hieraus ergibt sich eine Staffelung an Sicherheitsvorkehrungen.

An eingleisigen Nebenstrecken, die mit einer maximalen Geschwindigkeiten von
80 km/h befahren werden dürfen, sind nicht technisch gesicherte Bahnübergänge zulässig. Darf die Strecke jedoch von Zügen mit einer Geschwindigkeit von max. 160 km/h befahren werden, so sind technisch gesicherte Bahnübergänge notwendig. Auf Schnell- und Neubaustrecken, also auf Strecken mit Geschwindigkeiten über 160 km/h sind hingegen Bahnübergänge generell nicht erlaubt. Hier gibt es ausschließlich Über- und Unterführungen.

Technisch gesicherte Bahnübergänge sind ausgestattet mit:

  • (Voll-)Schranken mit und ohne Lichtzeichen
  • Halbschranken mit Lichtzeichen bzw. Blinklicht
  • Blinklicht oder Lichtzeichen
  • Anrufschranken

Bahnübergangssicherungsanlagen (Büsa)

Besonders verkehrsreiche Kreuzungspunkte werden zusätzlich mit sogenannten Bahnübergangssicherungsanlagen (Büsa) betrieben. 62 Prozent der 19.423 Bahnübergänge verfügen über eine technische Sicherung. Man unterscheidet zwei Kategorien: die signalgesteuerte Büsa mit Anbindung an ein Stellwerk und die zuggesteuerte.

Zuggesteuerte Bahnübergangssicherungsanlage

Bei der zuggesteuerten Sicherung löst der Zug selbst die Sicherung aus. Der Lokführer oder der Fahrdienstleiter überwachen den Vorgang. Fährt der Zug in den sogenannten Einschaltabschnitt vor dem Bahnübergang ein, wird ein Signal ausgelöst. Nun schließen die Halbschranken. Somit ist der Bahnübergang für den Straßenverkehr blockiert. Zusätzlich warnen Lichtzeichen den Straßenverkehr vor dem nahenden Zug: Erst leuchten sie gelb, kurz danach rot.

Bereits einen Kilometer vor dem Bahnübergang wird dem Lokführer durch ein weißes Standlicht-Signal angezeigt, ob die Sicherung erfolgt ist. Dieser Vorlauf ist wichtig, um den Zug rechtzeitig abbremsen zu können. Bleibt das Signal aus, muss der Lokführer vor dem Übergang halten.

Kurz nach dem Passieren gibt der Zug den Bahnübergang automatisch wieder frei, in dem er den Ausschaltabschnitt befährt. Die Schranken öffnen sich wieder und die roten Lichtzeichen erlöschen.

Signalgesteuerte Bahnübergangssicherungsanlage

Die signalgesteuerte Büsa ist mit einem Stellwerk verbunden und wird von dort bedient. Dabei steuert und überwacht das Stellwerk den Vorgang. Ist der Bahnübergang gesichert, wird dem Lokführer das Hauptsignal „Fahrt“ angezeigt.

Hinweis: Lesen Sie auch, welche Signale es für die Bahn gibt und wie die Hauptsignale und Vorsignale aussehen.

Worauf achten Sie, wenn Sie sich einem Bahnübergang nähern? Steigen Sie bei geschlossenen Schranken aus und beobachten den näher kommenden Zug? Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen und Eindrücken in unserem Kommentarfeld.

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Crashtests für Züge – Für eine sichere Bahnfahrt

Noch immer sind Züge das sicherste Verkehrsmittel. Hierfür sorgen genormte Crashtests der Fahrzeuge. Wie Knautschzonen und andere Sicherheitssysteme ihre Passagiere schützen sollen, stellen wir Ihnen hier vor.

Forschungsverbund Safetrain

Um Sicherheitsstandards zu definieren schlossen sich vom 1. August 1997 bis Juli 2001 16 Partner aus den Bereichen Bahn, Industrie und Wissenschaft zum Forschungsverbund Safetrain zusammen. Gemeinsam entwickelten sie Mindestanforderungen an die Kollisionsfestigkeit. Außerdem erarbeitete Safetrain Maßnahmen zum Insassenschutz. Auf einem Gelände des polnischen Bahnforschungszentrums in der Nähe von Breslau wurden anschließend Crashtests durchgeführt, um die Forderungen des Verbundes im Praxistest zu überprüfen.

Erstmalig wurden Mindestanforderungen für neue Schienenfahrzeuge festgeschrieben. Alle Forderungen wurden in eine Euro-Norm überführt. Eine für Automobile längst selbstverständliche „Knautsch-Zone“ ist nun auch bei Eisenbahnen europaweit Pflicht.

DIN 15227 gewährleistet die Sicherheitsstandards bei Zügen

Bereits seit 2008 definiert die DIN 15227 europaweit typenspezifische Crashanforderungen. In dieser Norm werden die Sicherheitsstandards für Wagenkästen, also Rahmen und Fahrgestell der Züge, festgelegt. Bevor S-Bahnen, Regional- und Hochgeschwindigkeitszüge zugelassen werden, müssen die Fahrzeuge unterschiedliche Sicherheitsprüfungen erfüllen. Während verschiedener Tests werden die Züge mit verschiedenen Geschwindigkeiten gegen ein Hindernis gerammt. Währenddessen müssen die Fahrzeuge die dabei entstehenden Kräfte aushalten.

Konsequenzen aus den Bahn-Crashtests

Mithilfe der Datenlage konnten die Forscher die Sicherheit der Wagenkästen verbessern. Diese tragende Konstruktion eines Schienenfahrzeugs soll, statt starr zu bleiben, Energie beim Aufprall aufnehmen und abführen. Somit wird verhindert, dass die Aufprallenergie als Beschleunigung an die Passagiere weitergegeben wird. Auch Energieabsorber sollen Kollisionsfolgen sowohl für Zugführer und Passagiere als auch Fahrzeuge minimieren. Die Absorber werden an den Kupplungen zwischen Lokomotive und Waggon eingesetzt. Des Weiteren werden sie zwischen zwei Waggons und in speziellen Inneneinrichtungen verbaut.

Durch die Tests konnte eine kontrollierte Verformung des Fahrzeugkopfes nach einem Drei-Stufen-Modell umgesetzt werden. So werden kleinere Aufprallkräfte mithilfe von mit Stauchrohren versehenen Kupplungen abgefangen. Nach dem Aufprall federn diese wieder in ihre Ursprungslage zurück. Anschließend falten sich spezielle Energieabsorber gleich einer Ziehharmonika. Dadurch wird weitere Bewegungsenergie aufgenommen. Laut Ergebnis der Crashtests konnten durch diese Bauweise drei Viertel der zerstörerischen Kräfte unschädlich gemacht werden. Der Rest der Kollisionsenergie wird durch Knautschzonen in den Wagenkasten-Enden und im Frontbereich abgewandt. Dadurch bleiben Führerstände und Fahrgasträume innerhalb eines definierten Kräftespektrums unversehrt.

Indem sich die eigentliche Fahrgastzelle nur wenig verformt, steigt die Fahrgastsicherheit. Die Crashtests der Züge bestätigten auch, dass die hintereinander angeordneten Sitze den größten Schutz bei Unfällen bieten.

Da nicht alle Fahrzeuge zeitnah ausgetauscht werden können, wird regelmäßig ein gesetzlich vorgeschriebener Qualitätscheck durchgeführt. Hierbei wird überprüft, ob die Fahrzeuge den aktuellen Sicherheitsansprüchen entsprechen. Festgestellte Abweichungen werden umgehend behoben. Denn nur technisch einwandfreie Fahrzeuge werden eingesetzt.

Vertrauen Sie den Sicherheitsvorrichtungen der Fahrzeuge? Wir freuen uns auf Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen. Nutzen Sie hierfür bitte das Kommentarfeld.

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Videoüberwachung im Zug – So sorgt die Präventivmaßnahme für Ihre Sicherheit

Im Jahr 2019 wurden in Bahnhöfen Wartende vor Züge gestoßen. Daraufhin forderte die Politik mehr Videoüberwachung und Sicherheitskräfte. Wir schauen uns die Präventivmaßnahmen genauer an.

Für mehr Sicherheit: Videoüberwachung am Bahnhof und im Zug

Nach den Vorfällen wollen Bundesinnenminister Horst Seehofer, Verkehrsminister Andreas Scheuer und die Bahn die Überwachung an Bahnhöfen und in den Zügen ausweiten. So sollen Videoüberwachung und eine verstärkte Polizeipräsenz dazu dienen, Strafftaten wie Vandalismus oder Angriffe auf Personen in den Fahrzeugen aufzuklären. Gleichzeitig sollen die Maßnahmen auch abschreckend wirken.

Insgesamt 130 Millionen Euro wollen die CSU-Minister für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einsetzen. Durch diese Förderung sollen bis Ende 2024 nahezu alle großen Bahnhöfe mit moderner Videotechnik ausgestattet werden. Die Bundespolizei hat bereits jetzt mehr als 70 Millionen Euro eingeplant. Weitere 50 Millionen Euro will das Verkehrsministerium bereitstellen. Von der Deutschen Bahn sollen zusätzlich 12,5 Millionen Euro in die Ausweitung der Präventivmaßnahmen fließen.

Speicherdauer der Videoüberwachung

§ 6b Abs. 5 BDSG regelt die Speicherdauer bei Videoaufzeichnungen. So sind die Daten „unverzüglich zu löschen, wenn sie zur Erreichung des Zwecks nicht mehr erforderlich sind oder schutzwürdige Interessen der Betroffenen einer weiteren Speicherung entgegenstehen.“ Aufnahmen aus Bahnhöfen können bis zu 30 Tage lang aufgehoben werden. Mitschnitte aus Zügen werden hingegen in der Regel nur bis zu 72 Stunden gespeichert. Im begründeten Einzelfall ist jedoch eine Speicherdauer von 10 Tagen zulässig. Detaillierte Informationen finden sich in den Datenschutzerklärungen der Bahnunternehmen, die in der Regel im Zug zugänglich sind.

Intelligente Videoüberwachung für optimale Sicherheit

Im Zuge der intensivierten Videoaufzeichnung sollen die Präventivmaßnahmen durch intelligente Verfahren wie die biometrische Gesichtserkennung ausgeweitet werden. Mithilfe dieser Verfahren könnten beispielsweise zur Fahndung ausgeschriebene Personen identifiziert werden. Skepsis gegenüber des Einsatzes der Gesichtserkennung meldeten hingegen Datenschützer an.

Neben der Gesichtserkennung soll die sogenannte intelligente Videoüberwachung auffällige Verhaltensmuster wie Schlagen, Treten oder Hinfallen erkennen. Die vorsortierten Aufnahmen müssen anschließend von Polizisten gesichtet und bewertet werden. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt die Pläne. So beschreibt GdP-Vize Jörg Radek die Videoüberwachung als einen Baustein für mehr Sicherheit. Dennoch strebt Radek weitere Schritte an. Zusätzlich zur Überwachung der Bahnsteigkante solle die Videoüberwachung auf andere Bahnhofsbereiche ausgedehnt werden. Dadurch könnten etwa Taschendiebe besser verfolgt werden.

Für ein bestmögliches Sicherheitsgefühl im Bahnhof und in den Zügen sollte zusätzlich das ansprechbare Personal verstärkt werden. Denn Videotechnik allein reicht nicht, um das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu erhöhen.

Wie sicher fühlen Sie sich am Bahngleis und in den Zügen? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar und verraten Sie uns, ob und wie Videoüberwachung Ihnen ein besseres Gefühl auf Ihrer Bahnreise gibt.

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Diese Hauptsignale sorgen für Sicherheit bei Ihrer Bahnfahrt

Signale am Streckenrand zeigen dem Lokführer, ob er eine Strecke befahren kann und wie schnell. Wir stellen Ihnen die Hauptsignale für eine sichere Bahnfahrt vor.

In der Frühzeit der deutschen Eisenbahngeschichte benutzte jede Bahngesellschaft ihr eigenes Signalsystem. Mit der Verstaatlichung dieser Gesellschaften ab 1875 trat in ganz Deutschland eine einheitliche Signalordnung für die Eisenbahnen Deutschlands in Kraft. Diese gilt noch heute.

Bedeutung der Hauptsignale für die Bahnfahrt

Die Signalordnung umfasst verschiedene Signalarten. Grob lassen sie sich in Haupt- und Vorsignale sowie Zusatzsignale gliedern. Über die Hauptsignale (Hp) erfährt der Zugführer, ob er in den nachfolgenden Streckenabschnitt einfahren darf oder nicht. Das Hauptsignal kann sich aus bis zu drei Signalbildern zusammensetzen.

Zwischen diesen Signalen wird unterschieden:

  • Im Bahnhof: Einfahr-, Zwischen- und Ausfahrsignale
  • Auf freier Strecke: Blocksignale
  • Vor Gefahrenstellen: Deckungssignale

So sind Hauptsignale für eine sichere Bahnfahrt aufgebaut

Hauptsignale setzen sich aus Form- und Lichtsignalen zusammen. Die Formsignale bestehen aus zwei Signalflügeln, die ihre Stellung je nach Information ändern. Als Nachtzeichen beziehungsweise Lichtzeichen werden zwei Lichter eingesetzt, deren Farbe je nach Signal wechselt.

Damit man die Maste der Formhauptsignale besser erkennt, sind sie mit rot-weiß gestreiften Mastblechen ausgerüstet.

Hauptsignale
Grafik Übersicht Signale: WWSS1, CC BY-SA 3.0

Hauptsignal Hp 0: Halt

Vor dem Hauptsignal Hp 0 muss der Zug anhalten. Denn der nachfolgende Streckenabschnitt ist entweder von einer anderen Zugfahrt besetzt, oder die Fahrt endet hier. So sieht das Hp-0-Signal aus: Der obere Signalflügel zeigt waagerecht nach rechts. Als Lichtsignal erscheint ein rotes Licht.

Hauptsignal Hp 1: Fahrt

Wird dieses Signal angezeigt, kann die Zugfahrt mit der zulässigen Streckengeschwindigkeit fortgesetzt werden. So sieht das Hp-1-Signal aus: Der obere Signalflügel zeigt schräg nach rechts oben. Als Lichtsignal erscheint ein grünes Licht.

Hauptsignal Hp 2: Langsamfahrt

Die folgende Strecke darf nach dem Hauptsignal befahren werden – jedoch nur mit einer gedrosselten Geschwindigkeit. Im anschließenden Weichenbereich gilt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h. Abweichungen von dieser Geschwindigkeit werden im sogenannten Buchfahrplan hinterlegt oder werden per Befehl oder durch einen Geschwindigkeitsanzeiger übermittelt.

So sieht das Hp-2-Signal aus: Zwei Signalflügel zeigen schräg nach rechts oben. Als Lichtsignal erscheint ein grünes über einem gelben Licht.

Weitere Signale für schnelle Züge notwendig

Bei schnellen Zügen reicht das Hauptsignal nicht aus, um nach dem Signal noch entsprechend abzubremsen. Ab einer Geschwindigkeit von 160 km/h benötigen die Züge einen Bremsweg von ca. 1000 m. Daher wird das Hauptsignal bereits 1000 m vorab mithilfe eines Vorsignals angekündigt. So kann der Lokführer rechtzeitig die Bremsung einleiten.

Hinweis: Die Vorsignale stellen wir Ihnen in einem gesonderten Beitrag vor.

Da die Ausrüstung des Streckennetzes mit diesen Signalen kostspielig und wartungsintensiv ist, sollen die Informationen künftig direkt in den Führerstand übertragen werden. Bisher werden die Systeme auf ihre Umsetzbarkeit überprüft.

Achten Sie auf Ihrer Bahnfahrt auf die Hauptsignale? Erzählen Sie uns doch im Kommentarfeld, welche Sicherungssysteme Sie bereits kennen.

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automatische Sicherheitseinrichtungen

So sicher ist Ihre Bahnfahrt: Volle Kontrolle durch automatische Sicherheitseinrichtungen

Auf der Strecke Frankfurt am Main nach Paris erreicht der ICE 3 eine Geschwindigkeit von bis zu 330 km/h. Dennoch ist ein Unglück wegen massiv überhöhter Geschwindigkeit in Deutschland sehr unwahrscheinlich. Wir erklären, wie automatische Sicherheitseinrichtungen für eine sichere Bahnfahrt sorgen.

Zugbeeinflussung gewährleistet das Einhalten des Tempolimits

In Deutschland ist es unmöglich, dass ein Lokführer das Tempolimit missachtet und mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve rast. Denn das komplette Streckennetz der Bahn ist mit automatischen Sicherungseinrichtungen ausgestattet: die sogenannte Zugbeeinflussung. Dank dieser Systeme kann ein Zug zum Halten gebracht und bei Geschwindigkeiten über 160 km/h auch geführt werden. Das automatische Sicherheitssystem ist ab einer Zuggeschwindigkeit von 100 km/h vorgeschrieben. Ausschließlich auf ausgewiesenen Nebenstrecken wird auf die Zugbeeinflussung verzichtet. Denn hier dürfen Züge in der Regel maximal Tempo 80 fahren.

Diese automatischen Sicherheitseinrichtungen sorgen für eine sichere Bahnfahrt

Im deutschen Streckennetz kommen hauptsächlich die Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) und die Linienzugbeeinflussung (LZB) zum Tragen. Ergänzt werden diese Sicherheitssysteme durch die Sicherheitsfahrschaltung (Sifa). Der Lokführer kann diese Sicherheitseinrichtung während der Bahnfahrt nicht deaktivieren. Er kann also nicht selbst bestimmen, schneller zu fahren, als es für die Strecke erlaubt ist.

Die Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB)

Bei der Punktförmigen Zugbeeinflussung erfolgt die Informationsübertragung und die Überwachung punktuell. Zwischen den Schienen sind Kabel und Transponder verlegt. Über Sensoren werden die Geschwindigkeit und der Standort des Zugs ermittelt. Diese Messdaten werden binnen Sekundenbruchteilen an das Triebfahrzeug übertragen. Fährt ein Zugführer mit zu hohem Tempo oder überfährt ein haltzeigendes Signal, wird der Zug notfalls automatisch abgebremst.

Mit dem PZB wird auch die zulässige Geschwindigkeit an verschiedenen Punkten auf der Strecke kontrolliert. So muss der Zug an bestimmten Positionen wie vor einer Kurve seine Geschwindigkeit um mehr als 20 Prozent reduzieren. Fährt der Zug an den Messpunkten zu schnell, wird er automatisch gebremst.

Die Linienzugbeeinflussung (LZB)

Bei Zuggeschwindigkeiten über 160 km/h tritt eine weitere Sicherheitseinrichtung in Kraft. Denn bei dieser Geschwindigkeit benötigt man mehr als den üblichen 1.000-Meter-Abstand zwischen Vor- und Hauptsignal, um den Zug anzuhalten. Mittels eines Anzeigesystems wird der Triebfahrzeugführer über die bevorstehende Strecke informiert. Nähert er sich dem Signalpunkt, wird er zum Bremsen aufgefordert. Hierfür sorgt die LZB, die den Zug permanent führt. Die LZB stellt auch die Einhaltung der korrekten Geschwindigkeit sicher, indem sie das Tempo technisch dauerhaft kontrolliert. Überschreitet der Zugführer die zulässige Geschwindigkeit, springt die LZB automatisch ein und bremst den Zug ab. Sollte dieses Sicherheitssystem ausfallen, wird automatisch das nächste Sicherungssystem aktiviert: die PZB.

Die Sicherheitsfahrschaltung (Sifa)

Die Sicherheitsfahrschaltung (Sifa) ergänzt die PZB und die LZB. Während der Fahrt muss der Lokführer mindestens alle 30 Sekunden ein Pedal oder einen Taster bedienen. Diese Aktion zeigt dem System: Der Zugführer ist handlungsfähig. Wenn das Pedal oder der Taster nicht aktiviert werden, warnt das System den Lokführer. Nach einer optischen Warnung erfolgt ein akustisches Signal. Reagiert der Zugführer auf beide Signale nicht, wird der Zug automatisch durch die Sifa gebremst.

Hinweis: Wie Vorsignale und Hauptsignale neben den automatischen Sicherheitseinrichtungen für eine sichere Bahnfahrt sorgen, lesen Sie in unseren Blogbeiträgen.

Tragen automatische Sicherheitssysteme dazu bei, dass Sie sich während einer Bahnfahrt sicherer fühlen? Wir freuen uns auf Ihre Eindrücke und Erfahrungen. Nutzen Sie hierfür das Kommentarfeld.

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Corona-Krise: Das ist wichtig für Ihre sichere Zugfahrt

Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf unser bisher gewohntes Leben. Für Ihre sichere Zugfahrt gibt es daher einiges zu beachten, damit Sie sowohl sich als auch Ihre Mitreisenden und Mitarbeiter der Bahnunternehmen vor einer Ansteckung schützen. Wir haben Ihnen zusammengestellt, worauf Sie jetzt achten sollten.

Mit diesen Bestimmungen wird trotz der Corona-Krise eine sichere Zugfahrt gewährleistet 

Grundsätzlich gilt, dass für Bahnreisende keine erhöhte Gefahr einer Ansteckung besteht. Dennoch sollten Sie sich an die vereinbarten Maßnahmen halten. Denn so schaffen wir es alle gemeinsam, die Ausbreitung des Coronavirus weiter erfolgreich einzudämmen.

Hygienemaßnahmen in Zügen und Kundenzentren

Mit verstärkten Reinigungsmaßnahmen beugen die Bahnunternehmen der Verbreitung des Corona-Virus vor. So führen die Reinigungsdienstleister antivirale und antibakterielle Desinfektionen an Türgriffen, Haltestangen, Türöffnungstastern und WCs durch.

Zu diesem Maßnahmenpaket gehört außerdem die Installation von Plexiglasscheiben in den Reise- und Kundenzentren der Bahnhöfe.

Generell gilt im Reise- und Kundenzentrum:

  • Achten Sie auf die Zugangsregelungen. Sind bereits mehrere Kunden im Wartebereich, so warten Sie bitte außerhalb des Kundenzentrums.
  • Tragen Sie eine Mund-Nase-Bedeckung.
  • Halten Sie den Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern ein.
  • Bezahlen Sie Ihr Ticket möglichst bargeldlos.

Mund-Nase-Bedeckung in Bus und Bahn

In allen Zügen, Bussen und Bahnhöfen gelten die allgemeinen Hygiene-Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Laut dieser Empfehlung müssen Sie seit dem 20. April in allen Bundesländern eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, wenn Sie die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Dadurch helfen Sie, sich und andere zu schützen. Natürlich sind auch die Mitarbeiter der Bahnunternehmen dazu verpflichtet, einen entsprechenden Schutz zu tragen.

Beachten Sie dabei unbedingt, dass das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung nicht von den allgemeinen Hygieneregeln befreit. Es gilt trotzdem die Nies- und Hustetikette. Niesen und husten Sie daher in die Armbeuge und wenden Sie sich dabei von weiteren Fahrgästen ab. Halten Sie außerdem wo möglich 1,5 bis 2 Meter Abstand zu anderen Fahrgästen.

Inwieweit Sie einen Mund-Nase-Schutz auch außerhalb des Zuges benötigen, hängt von den jeweiligen Bestimmungen des Bundeslandes ab. Informieren Sie sich daher unbedingt vor Ihrer Bahnfahrt über die geltenden Verordnungen der jeweiligen Bundesländer.

Hinweis: Sie müssen nicht zwingend einen medizinischen oder anderweitig zugelassenen Mundschutz verwenden. Auch Tücher, Schals oder ein selbstgenähter Mundschutz sind erlaubt.

Mindestabstand für eine sichere Zugfahrt während der Corona-Krise

Halten Sie den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern zu Mitreisenden und Mitarbeitern des Bahnunternehmens ein. Um diesen Abstand zu gewährleisten, sollten Sie die gesamte Länge des Zuges beim Ein- und Aussteigen nutzen. 

Fahrkartenverkauf während der Corona-Beschränkungen

Der Verkauf von Fahrkarten im Zug ist wieder möglich. Es gelten die Allgemeinen Beförderungsbedingungen uneingeschränkt. Eine Bahnfahrt ist daher nur mit gültiger Fahrkarte erlaubt. Ihre Fahrkarten erhalten Sie im Vorverkauf an Fahrkartenautomaten, Vorverkaufsstellen, online und im Zug bei den Kundenbetreuern.

Verdacht oder bestätigter Corona-Virus?

Falls Sie den Verdacht haben, am Corona-Virus erkrankt zu sein oder gar positiv auf das Virus getestet wurden, melden Sie sich bitte umgehend telefonisch bei Ihrem Hausarzt. Sie können auch das zuständige Gesundheitsamt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 kontaktieren. Wenn Sie positiv getestet wurden, geben Sie Ihre Zugfahrten der letzten 14 Tage an.

Tipp: Sie wollen noch mehr über sicheres Zugfahren erfahren? Auf unserer Seite haben wir Ihnen weitere Informationen in verschiedenen Beiträgen zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen viel Kraft für die aktuelle Situation. Bleiben Sie gesund.

Sind Sie während der Corona-Krise bereits wieder mit der Bahn gefahren? Wie sind Ihre Erfahrungen? Erzählen Sie uns Ihre Erlebnisse während Ihrer Zugfahrt in der Corona-Zeit gern als Kommentar.

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So verstauen Sie Ihr Gepäck sicher im Zug

Rucksack, Handtasche, Reisekoffer: Meist reist man mit Gepäck in der Bahn. Doch wo stellt man sein Gepäck am besten hin? Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Koffer und Co. sicher verstauen.

Beim Verstauen Ihres Gepäcks gibt es eine wichtige Regel: Gänge, Türen und Sicherheitseinrichtungen wie Feuerlöscher müssen frei bleiben! Denn die Gänge sind sowohl der Arbeitsplatz des Zugpersonals als auch Fluchtwege. Fluchtwege dienen auch Ihrer Sicherheit. Blockieren Sie außerdem mit Ihrem Gepäck weder die gekennzeichneten Stellplätze für Rollstühle noch andere Sitzplätze. So erleichtern Sie Ihren Mitfahrern und dem Personal die Fahrt. Und sorgen für Ihre eigene Sicherheit.

Um Ihren Koffer oder anderes Gepäck sicher auf Ihrer Bahnfahrt unterzubringen, gibt es verschiedene Orte.

Flaches Gepäck unter dem eigenen Sitz platzieren

Ihr kleiner Koffer oder Ihre Tasche passt bequem unter den Sitzplatz. Schieben Sie Ihr flaches Gepäck ähnlich wie das Handgepäck im Flugzeug einfach unter die Sitzfläche. Sie können kleine Koffer auch wischen Ihren Füßen abstellen und diese so arretieren. Achten Sie hierbei jedoch darauf, dass Sie keinen Sitzplatz blockieren oder Gurte und Griffe Ihrer Taschen zur Stolperfallen werden.

Kleine Koffer zwischen den Sitzen verstauen

Trifft ein Sitzpaar in Fahrtrichtung auf ein Sitzpaar gegen die Fahrtrichtung, so entsteht zwischen diesen Sitzreihen ein Zwischenraum. Hier können Sie kleinere bis mittlere Gepäckstücke oder schmale Koffer reinschieben. Durch die sich zugewandten Sitzlehnen ist Ihr Gepäck begrenzt und kann nicht umfallen.

Hinweis: Schieben Sie Rollkoffer mit den Rollen parallel zum Gang in den Zwischenraum, sonst kann dieser in Kurven auf den Gang rollen.

Schmale Taschen passen zwischen Tür und Sitzplatz

In einigen Zügen ist ein schmaler Platz zwischen der Großraumbereichstür und der hintersten Sitzreihe. Hier können Sie besonders schmale Taschen deponieren. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Gepäck die Tür nicht behindert und sich diese ohne Probleme schließt.

Größeres Gepäck, Jacken und Co.: Die Gepäckregale über den Sitzen

Gepäckablagen befinden sich über den Sitzen in den meisten Fernverkehrszügen in den Großraumbereichen und in den Abteilen. Die Ablagen bieten problemlos Platz für Ihren Koffer mit den Abmessungen 70x50x30 cm oder auch für sperriges Gepäck wie Jacken, Regenschirme und Co. In Regionalzüge sind die Gepäckablagen hingegen meist unterschiedlich groß: mal passt ein Koffer hinein, häufig aber nicht. Um den Platz in der Gepäckablage effektiv zu nutzen, legen Sie Ihre Koffer und Taschen mit der kurzen Seite nach vorne zeigend hinein. So passen deutlich mehr Koffer in die Ablage und das Gepäck verrutscht weniger.

Für Ihre Jacke befinden sich in einigen Zügen Haken in Fensternähe. Im Fernverkehr sind diese meist verschiebbar. Im Nahverkehr sind die Haken, wenn vorhanden, meist fix.

Achtung: Achten Sie auf die Köpfe Ihrer Mitfahrer, wenn Sie Ihr Gepäck in die Ablage legen und wieder herausnehmen.

Für große Koffer: Die Gepäckregale im Großraumbereich

Abhängig vom Fahrzeugtyp der Bahn befinden sich in den Zügen des Fernverkehrs weitere Gepäckablagen im Einstiegsbereich oder in der Wagenmitte zwischen den Sitzreihen des Großraumbereichs. Diese sehen wie Regale aus. Hier stellen Sie besonders große Koffer oder Ihren zusammengeklappten Kinderwagen ab. Wenn Sie Ihr Gepäck lieber im Blick behalten wollen, reservieren Sie sich gezielt Ihren Sitzplatz in der Nähe eines Großgepäckregals.

Fahrräder sicher auf der Bahnreise transportieren

Informieren Sie sich vor Ihrer Bahnfahrt über die Transportbedingungen für Ihr Rad. Hier gibt es bei den unterschiedlichen Anbietern verschiedene Regelungen. Beispielsweise ist die Fahrradmitnahme in den Zügen der Mitteldeutschen Regiobahn kostenfrei. Für Ihre Bahnfahrt mit der Deutschen Bahn benötigen Sie hingegen neben der Fahrradkarte auch eine Stellplatzreservierung. Achten Sie generell darauf, dass aus Platzgründen nur eine begrenzte Anzahl von Fahrrädern im Waggon erlaubt ist. Außerdem ist das Abstellen Ihres Fahrrads nur in den entsprechend markierten Bereichen möglich.

Ausnahme: Falträder und zusammengeklappte E-Roller können hingegen in den herkömmlichen Gepäckstauräumen sicher und ohne Beeinträchtigung anderer Kunden untergebracht werden.

Sind Sie bereits mit Kind und Kegel mit der Bahn gereist? Wie waren Ihre Erfahrungen, verschiedene Gepäckstücke zu verstauen? Erzählen Sie uns davon im Kommentarfeld – Wir freuen uns auf Ihre Geschichte.

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Taschendiebstahl

Taschendiebe: So schützen Sie sich vor den Langfingern

Ein Handgriff und der Geldbeutel ist weg: In deutschen Zügen und Bahnhöfen stieg die Zahl der Taschendiebstähle in den vergangenen Jahren immer weiter an. Unter den Tätern sind oft professionelle Gruppierungen, die mit raffinierten Tricks vorgehen. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, wie sie sich am besten vor Taschendiebstahl schützen.

Wie gehen Taschendiebe vor?

Taschendiebe nutzen gerne anonyme Menschenmengen. An Bahnhöfen und Zügen sind die Reisenden oft unter Stress und Zeitdruck: ideale Bedingungen für die Langfinger. Trotz Videoüberwachung und Streifen der Bundespolizei bleiben die meisten der Diebstähle unaufgeklärt, da die Opfer den Diebstahl erst dann bemerken, wenn die Täter schon weit entfernt sind. 2017 wurden nur 6,4 Prozent der Diebstähle aufgeklärt. (1)

Taschendiebe arbeiten darüber hinaus oft mit Komplizen. Während einer das Opfer ablenkt, stiehlt der zweite die Beute und gibt sie an einen dritten weiter. So wird die Beweisaufnahme für die Polizei zusätzlich erschwert. Denn selbst wenn ein Dieb erwischt wird, hat er die Beute nicht mehr bei sich.

Besonders beliebter Tatort für Taschendiebstahl ist das Bahngleis. Hier sind oft viele Menschen unterwegs und gerade beim Einsteigen in den Zug unaufmerksam und abgelenkt. Geldbeutel in Gesäßtaschen oder offenen Handtaschen sind so ein leichtes Opfer für die Diebe.

Beliebte Tricks der Taschendiebe im Zug und am Bahnhof

Blockier- oder Drängel-Trick: Hier versperrt einer der Täter dem Opfer den Weg, z. B. beim Einsteigen in den Zug. Das Opfer kommt nicht an dem Täter vorbei und wird zum Halten gezwungen. Währenddessen entwendet ein zweiter geschickt von hinten die Wertsachen.

Münz-Trick: Einer der Langfinger lässt absichtlich Münzen fallen. Während das Opfer beim Aufsammeln hilft und sein Gepäck nicht mehr im Blick hat, klaut der Komplize alles, was griffbereit ist.

Der Taschen-Trick: Viele verstauen ihr Gepäck, wie Taschen und Rucksäcke auf Zugreisen unter ihrem Sitz. Damit werden sie für Taschendiebe jedoch ein leichtes Opfer. Diese setzen sich im Zug hinter das Opfer und ziehen das Gepäck unter dem Vordersitz hervor. Bevor der Reisende etwas bemerkt, haben sie die Wertsachen längst entwendet und das Gepäckstück wieder unter den Sitz geschoben.

So schützen Sie sich am besten vor Taschendiebstahl

Auch wenn die Methoden der Täter mitunter sehr trickreich sind, können Sie sich vor Taschendiebstahl sehr wohl schützen. Dazu sollten Sie diese Hinweise befolgen:

  • Seien Sie vorsichtig bei Gedränge und Menschenansammlungen! Bleiben Sie insbesondere dann skeptisch, wenn Sie jemand anrempelt und behalten Sie Ihre Wertsachen im Blick.
  • Lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt.
  • Verwahren Sie Ihre Wertgegenstände dort, wo Langfinger schlecht herankommen, z. B. in den Innentaschen Ihrer Jacke oder Handtasche.
  • Halten Sie Rucksäcke und Jackentaschen immer geschlossen. Rucksäcke tragen Sie am besten vor dem Bauch und Handtaschen mit der Öffnung zum Körper.
  • Nehmen Sie Ihre Wertsachen mit, wenn Sie im Zug auf die Toilette gehen oder lassen Sie jemand vertrauenswürdigen auf Ihr Gepäck aufpassen.
  • Versuchen Sie während der Zugreise nicht einzuschlafen und bewahren Sie Ihre Wertgegenstände sowie Ihr Gepäck sicher auf, wenn Sie doch ein Nickerchen machen.

(1) Statistik der Bundespolizei

Wurden Sie schon einmal Opfer von Taschendieben? Oder haben Sie Bekannte, denen im Urlaub oder auf Reisen schon einmal etwas gestohlen wurde? Teilen Sie gerne Ihre Erfahrung und Meinung mit uns. Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

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Fahrräder im Zug

Mit dem Fahrrad im Zug: So sorgen Sie für mehr Sicherheit

Mit dem Fahrrad in den Zug steigen und im nächsten Ort weiterfahren: Es ist ein praktisches Konzept für Urlauber, Pendler und Radsportler. Doch die Zweiräder können schnell zur Gefahr für die Sicherheit im Zug werden. Hier erfahren Sie, wie Sie selbst für mehr Sicherheit im Zug sorgen können, wenn Sie mit dem Fahrrad reisen.

Sie können Ihr Rad in vielen Regionalbahnen, Intercity-Zügen, sowie im Fernverkehr  mitnehmen. Dazu benötigen Sie meist ein entsprechendes Fahrrad-Ticket – die Kosten belaufen sich auf etwa 5 bis 10 Euro, je nach Anbieter. Dieses Angebot ist besonders in den Sommermonaten sehr beliebt.

Problematisch wird es jedoch, wenn zu viele Ihre Fahrräder auf diese Weise transportieren wollen. Dann sind die überfüllten Fahrradabteile für Mitreisende oft ein Hindernis: Sie versperren wichtige Fluchtwege.

So reisen Sie sicher mit dem Fahrrad im Zug

Damit auch in vollen Zügen alle Fahrräder Platz finden und die allgemeine Sicherheit nicht darunter leidet, ist Ihre Mithilfe wichtig. Deshalb möchten wir Ihnen einige Tipps an die Hand geben, mit denen Sie selbst für mehr Sicherheit in Zügen sorgen, wenn Sie mit dem Fahrrad verreisen.

  • Achten Sie darauf, dass Seitengänge, Einstiegsbereiche und Fluchtwege passierbar bleiben und die Toiletten nicht blockiert werden.
  • Meiden Sie am besten den Berufsverkehr und starten Sie Ihre Radtour außerhalb der Hauptverkehrszeit. An Wochenenden in den Sommermonaten müssen Sie sich wohl oder übel auf Engpässe einstellen und Geduld bewahren.
  • Achten Sie darauf, dass Sie mobilitätseingeschränkten Reisenden und Personen mit Kinderwagen genügend Platz einräumen.
  • Stellen Sie Ihr Fahrrad sicher ab, sodass es auch bei Kurven nicht umfallen kann.
  • Nehmen Sie spätestens nach dem Einladen das Gepäck vom Rad. So können die vorhandenen Stellplätze optimal genutzt werden.
  • Klären Sie mit den anderen Radfahrern ab, wer wo aussteigt und sortieren Sie die Räder entsprechend. Das vereinfacht Ihnen den Ausstieg wesentlich.
  • Bleiben Sie die ganze Fahrt über in der Nähe Ihres Fahrrades.

Die Fahrradmitnahme richtet sich immer nach den zur Verfügung stehenden Kapazitäten in den Zügen. Das bedeutet, dass Sie mitunter nicht mehr mitfahren dürfen, selbst wenn Sie eine Fahrkarte haben. Daher sollten Sie sich insbesondere dann vorher anmelden, wenn Sie in größeren Gruppen mit dem Fahrrad reisen.

Reisen Sie öfter mit dem Fahrrad im Zug? Haben Sie Erfahrungen, die Sie gern teilen möchten? Wie erleben Sie als Reisender die Thematik? Wir freuen uns über Ihren Kommentar zum Thema.

 

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Notbremse im Zug

Die Notbremse – Ziehen oder nicht Ziehen?

Sehr wahrscheinlich haben Sie sie schon einmal wahrgenommen: Die rote Notbremse hängt in jedem Zug und ist oft im Türbereich angebracht. Vielleicht sind Sie sogar schon einmal in die Versuchung gekommen die Bremse zu betätigen. Doch wann dürfen Sie sie überhaupt ziehen und was passiert dann? Diesen und weitere Fragen gehen wir in diesem Beitrag auf den Grund.

Wann ist die Notbremsung sinnvoll?

Die Notbremse dient zwei wesentlichen Zwecken. Zum einen können Sie als Passagier den Zug bei Schadensfällen schnellstmöglich zum Halten bringen. Zum anderen soll der Zugführer sowie das Begleitpersonal auf eine besondere Notsituation im Zug aufmerksam gemacht werden.

Wann sollten Sie die Notbremse also betätigen? In allen Situationen, bei denen eine Gefahr durch das Halten des Zuges vermieden werden kann, sollten Sie die Notbremse ziehen. Nehmen wir z. B. an, dass eine Frau bei dem Versuch, den Zug kurz vor der Abfahrt noch zu erwischen, mit Ihrem Fuß in der Lücke zwischen Bahn und Bahnsteig hängen bleibt. (Dieses Risiko ist zum Glück in modernen Zügen sehr gering.) Die Türen schließen sich und der Zug kann jeden Moment losfahren. In diesem Fall würde die Betätigung der Notbremse die Frau davor retten, Ihren Fuß zu verletzen. Außerdem können die Passagiere oder der Zugbegleiter der Frau helfen, sich aus dieser misslichen Lage zu befreien. Genau für derartige Situationen gibt es die Notbremse. Aber auch bei bei Gefahren im Zug, wie plötzlicher Rauchentwicklung, ist es absolut richtig, die Notbremse zu betätigen.

Einige Züge verfügen zudem über eine Notbremsüberbrückung. Durch diese kann der Zugführer die Notbremse an ungelegenen Stellen überbrücken, um dann an einer geeigneten Stelle zum Stehen zu kommen. Diese Überbrückung wird automatisch an bestimmten Streckenabschnitten, wie z. B. Brücken oder Tunneln aktiv. Dies ist besonders wichtig, wenn eine Gefahrenquelle im Zug besteht und alle Passagiere den Zug verlassen müssen.

Ausnahme: medizinischer Notfall

Allein bei medizinischen Notfällen im Zug, ist die Notbremse nicht immer die richtige Wahl. Insbesondere, wenn sofortige medizinische Hilfe notwendig ist, sollten Sie zunächst das Zugpersonal informieren. Wenn jede Minute zählt, ist es wichtig, so schnell wie möglich den nächsten Bahnhof zu erreichen. Dort kann der Betroffene z. B. zu einem Krankenhaus weitertransportiert werden.

In derartigen Fällen, bei denen das Bremsen der Bahn nicht helfen kann, gibt es den Notknopf. Durch diesen wird eine Sprechverbindung zum Zugführer aufgebaut. Der Zugführer kann anschließend das Zugpersonal oder die Betriebsleitstelle informieren, die dann Hilfe organisieren.

Bei Missbrauch strafbar

Die Notbremsen im Zug sind mit dem Schriftzug „Missbrauch strafbar“ versehen. Doch was hat das zu bedeuten?

Die Notbremse darf dem Namen nach nur in Notfällen gezogen werden. Ihre vorsätzliche und nicht erforderliche Betätigung ist in Deutschland gemäß § 145 StGB (Missbrauch von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln) ein Vergehen. Sie als Reisender dürfen die Notbremse also nur bei Gefahr für Ihre Sicherheit, die Sicherheit anderer Reisender, anderer Personen oder des Zuges betätigen.

Wenn Sie die Notbremse ziehen, ohne dass eine Gefahr besteht, müssen Sie in der Regel ein Bußgeld in der Höhe von 200 Euro zahlen. Sollte es sogar so weit kommen, dass sich andere Zugpassagiere aufgrund des abrupten Stopps verletzen, müssen Sie außerdem für die entstehenden Kosten aufkommen.

 

Wir hoffen, unser Beitrag über Notbremsen konnte bei Ihnen ein paar Fragezeichen beseitigen. Haben Sie weitere Fragen oder persönliche Erfahrungen, die Sie gerne teilen möchten, freuen wir uns auf Ihre Nachricht in den Kommentaren.

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