Reiseübelkeit: So vermeiden Sie Schwindel und Unwohlsein auf Ihrer Bahnfahrt

Schwindel, Übelkeit oder gar Erbrechen: Die Reisekrankheit, Kinetose genannt, ist für Betroffene äußerst unangenehm. Wir verraten Ihnen, was Sie auf Ihrer nächsten Bahnfahrt dagegen tun können.

Als erstes zu Ihrer Erleichterung: Reiseübelkeit tritt bei Bahnfahrten viel seltener auf als etwa bei Reisen mit dem Auto, Flugzeug oder Schiff. Denn die Bahnstrecken sind häufig gerade und somit wird das Gleichgewichtsorgan nicht überfordert. Auch die konstante Fahrgeschwindigkeit minimiert die Auswirkungen der Reiseübelkeit.

Warum kommt es zur Reiseübelkeit?

Die Reisekrankheit entsteht durch unterschiedliche Sinneswahrnehmungen. Während der Fahrt registrieren die Muskeln und die Haut die Bewegung des Zuges. Konzentrieren wir uns jedoch auf ein Buch, das Smartphone oder unseren Gegenüber, dann melden die Augen dem Gehirn, dass wir in einer ruhenden Umgebung sind. Die Wahrnehmungen passen also nicht zueinander.

Hierauf reagiert unser Körper irritiert: Stresshormone werden ausgeschüttet, der Blutdruck fällt und der Herzschlag beschleunigt sich. Kopfschmerzen, Schwindel, Schweißausbrüche oder Übelkeit sind die Folge. Gleichen sich die Sinneseindrücke wieder an, dann bessern sich auch die Beschwerden und das Unwohlsein vergeht.

Wie verhindert man die Reisekrankheit?

Oft helfen kleine Tricks gegen die Reiseübelkeit.

Das hilft vor Reisebeginn gegen die Reisekrankheit

  • Bringen Sie Ihr Gleichgewichtsorgan doch mal aus dem Gleichgewicht und trainieren Sie es so. Hier bieten sich spezielle Gleichgewichtsübungen im Stand an.
  • Schlafen Sie genügend vor Reiseantritt und starten Sie Ihre Bahnfahrt möglichst stressfrei.
  • Verzichten Sie vor Fahrtantritt auf Nahrungsmittel, die Ihren Blutdruck oder Ihre Herzfrequenz beeinflussen wie Kaffee, Nikotin oder Alkohol. Essen Sie hingegen leicht verdauliche, fettarme Nahrung.
  • In besonders hartnäckigen Fällen empfehlen wir Mittel gegen Reiseübelkeit. Nehmen Sie diese rechtzeitig vor Fahrtantritt ein.

Das hilft gegen Reiseübelkeit während der Fahrt

  • Unterstützen Sie Ihr Gleichgewichtsorgan und vermindern Sie zusätzliche Irritation, indem Sie sich entweder in Fahrtrichtung setzen oder einen Sitzplatz in der Wagenmitte am Gang suchen.
  • Essen Sie während der Fahrt Kleinigkeiten und trinken Sie ausreichend. Denn ein leerer Magen ist besonders anfällig für die Reisekrankheit.
  • Drücken Sie die Übelkeit weg: Spezielle Akupressur-Armbänder stimulieren den Nei Guan-Punkt an der Innenseite des Handgelenks.
  • Verzichten Sie aufs Lesen und schauen Sie lieber aus dem Fenster. Am besten Sie suchen sich einen festen Fixpunkt am Horizont.
  • Lenken Sie sich ab. Statt dem Sehen sollten Sie das Hören ansprechen: Hörspiele oder Musik sind hierfür ideal.
  • Vielen Betroffenen hilft es, die Augen zu schließen und während der Fahrt zu schlafen.
  • Sorgen Sie für Bewegung: Stehen Sie auf und laufen Sie ab im Gang. Die Bewegung stellt wieder Harmonie zwischen den verschiedenen Sinneneindrücken her.
  • Geben Sie Ihren Geschmacksknospen etwas zu tun und beruhigen Sie Ihren Magen: Kaugummi kauen, Kräutertees oder Ingwer helfen gegen Übelkeit.

Leiden Sie unter Reiseübelkeit? Welche Tricks helfen Ihnen auf Ihrer Bahnfahrt? Wir freuen uns auf Ihre Hinweise im Kommentarfeld.

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