Reisen über Nacht

Tagsüber sind Reisen mit der Bahn ein bekanntes und beliebtes Fortbewegungsmittel. Doch nicht alle Züge stehen am Ende des Tages still: Wussten Sie, dass es in Europa auch zahlreiche Möglichkeiten gibt, in den Nachtstunden zu reisen? Wir zeigen Ihnen, was Sie bei Ihrer nächtlichen Reise beachten müssen.

Reisen, wenn andere schlafen

Für Fernreisen und große Distanzen gibt es eine tolle Alternative zum Flieger: Mit Nachtzügen können Sie von Deutschland aus in viele europäische Länder fahren. Sie steigen am Abend in den Zug, klappen die Sitze zu Betten um und verschlafen den Großteil Ihrer Reise. Am nächsten Morgen kommen Sie ausgeruht an Ihrem Zielort an und können sofort auf Entdeckungsreise gehen.

Die Statistiken zeigen: Nachtzüge sind eher bei jüngeren Menschen zwischen 18 und 24 Jahren beliebt. Sie sind – angemessene Preise vorausgesetzt – deutlich eher bereit, den Nachtzug als Transportmittel zu nutzen, als die Generation 55 plus. Dabei kann eine Nachtfahrt für Menschen jedes Alters eine sichere Alternative zum Flieger oder Auto darstellen.

Diese Nachtzug-Anbieter gibt es in Europa

Zu den bekanntesten Nachtzug-Anbietern in Deutschland zählen die Deutsche Bahn, der Nightjet des Österreichischen ÖBB sowie der Flixtrain. Doch auch andere europäische Länder haben interessante Nachtzugangebote:

  • Intercity Notte – Trenitalia, z.B. mit der Verbindung Bozen–Rom oder Palermo–Mailand
  • Euronight – Trenitalia, z.B. von Mailand, Venedig oder Rom nach München, Wien oder Salzburg
  • Nederlandse Spoorwegen, für Nachtfahrten in den Niederlanden
  • Intercités – SNCF, z.B. von Paris oder Toulouse zu italienischen und spanischen Grenzstädten

Sichere Fahrt mit dem Nachtzug: Das müssen Sie beachten

Grundsätzlich gilt für Nachtzüge das Gleiche, wie für Zugfahrten am Tag: Sie sind ein sicheres und umweltfreundlicheres Transportmittel. Auch bei Fahrten in der Nacht ist in den Zügen Zugpersonal unterwegs, an die sich jederzeit wenden können. Und natürlich verfügen auch Nachtzüge über alle gängigen Sicherheitseinrichtungen und Nothilfemittel. Für Ihre Wertgegenstände gelten ähnliche Regeln wie am Tag:

  • Verwahren Sie Ihre Wertgegenstände dort, wo Langfinger schlecht herankommen, z. B. in einem kleinen Beutel, den Sie auch beim Schlafen nahe am Körper tragen.
  • Nehmen Sie Ihre Wertsachen mit, wenn Sie im Zug auf die Toilette gehen.

Zusätzlich ist es hilfreich, größere Koffer über Nacht mit einem kleinen Schloss zu sichern.

Packliste für die Fahrt mit dem Nachtzug

Damit Ihre Fahrt mit dem Nachtzug aber nicht nur sicher, sonern auch so bequem wie möglich wird, gehören ein paar Dinge unbedingt ins Gepäck. Wir haben für Sie eine Packliste erstellt. Zu den wichtigsten Dingen für eine angenehme Nachtfahrt zählt Folgendes:

  • bequeme und warme Kleidung
  • Kulturbeutel mit Zahnpasta, Zahnbürste, Kamm, Deo, Desinfektionstücher
  • ausreichend Verpflegung für eine Nacht (Getränke, Abendessen, Snacks)
  • Reisedokumente (Tickets, Ausweis bzw. Pass)
  • Bei Bedarf: eigenes Kissen, Ohropax, Schlafmaske
  • Beutel oder kleinen Rucksack, um persönliche Gegenstände mit ins Bett zu nehmen
  • Unterhaltung (Buch, Notizbuch, Stift, Laptop, Handy, Ladegeräte, Kopfhörer, …)

Detaillierte Informationen, wie Sie eine Fahrt mit dem Nachtzug noch komfortabler gestalten können, finden Sie bei reiselife.com.

Sind Sie bereits selbst mit dem Nachtzug gereist oder haben Sie eine solche Fahrt in Planung? Wir freuen uns, in den Kommentaren von Ihren Erlebnissen zu hören! Haben Sie noch ein paar Tipps, wie sich eine Nachfahrt angenehm gestalten lässt? Auch dann freuen wir uns, wenn Sie andere daran teilhaben lassen!

 

Foto von Tom Grünbauer / Unsplash

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Blick in den Führerstand: So wird ein Zug gesteuert

Täglich sind in Deutschland über 40.000 Züge im Personennah-, Fern-und Güterverkehr auf dem Schienennetz unterwegs. Diese Fahrzeuge werden von verschiedenen Punkten aus gesteuert. Der Triebfahrzeug- oder Lokführer, der sich im Führerstand des Zuges befindet, wird aus der zuständigen Leitstelle unterstützt. Bundesweit gibt es rund 2.800 Stellwerke, mit denen Signale und Weichen koordiniert und Streckenabschnitte kontrolliert werden. Welche verschiedenen Stellwerksformen es gibt, lesen Sie auf der Seite der Deutschen Bahn. Neben der Leitstelle kontrollieren auch automatische Sicherheitseinrichtungen die Fahrt des Zuges vom Beginn bis zum Ende. Doch wie wird der Zug aus dem Führerstand gesteuert?

Der Weg aus dem Bahnhof

Das Wichtigste bei der Ausfahrt aus einem Bahnhof ist, sicherzustellen, dass alle Fahrgäste aus oder in den Zug gelangt und die Türen geschlossen sind. Dafür existieren automatische Verriegelungssysteme, die dem Triebfahrzeugführer auf seinem Monitor anzeigen, wann die Verriegelung vollendet ist. Die Türen schließen entweder automatisch über Sensoren im Eingangsbereich, oder können zentral über einen Knopf aus dem Führerstand geschlossen werden. Diesen betätigt der Triebfahrzeugführer, wenn ihm der Zugführer das entsprechende Signal gegeben hat. Wenn aus der Leitstelle die Bestätigung kommt, dass der Zug losfahren kann, beginnt die Fahrt.

Auf der Fahrt

Die Geschwindigkeit des Zuges wird über den Fahr-Brems-Hebel gesteuert. Wird dieser nach vorn bewegt, nimmt der Zug Fahrt auf. Bremsen kann der Fahrzeugführer, indem er den Hebel zurückzieht. Der Geschwindigkeitsmesser zeigt an, wie schnell sich der Zug bewegt. Die automatischen Sicherheitseinrichtungen sorgen dafür, dass der Zug nicht schneller unterwegs ist als auf der Strecke erlaubt. Sie greifen auch ein, wenn ein Signal überfahren wird. Die Sicherheitsfahrschaltung, kurz Sifa genannt, muss vom Fahrzeugführer alle 30 Sekunden betätigt werden. So wird sichergestellt, dass der Zug noch aktiv gesteuert wird. Fällt die Sifa einmal aus, ertönt zunächst ein akustisches Signal. Anschließend leiten automatische Sicherheitssysteme eine Zwangsbremsung ein.

Ist der Zug mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs, kann der Triebfahrzeugführer die vor ihm liegende Strecke auf einem Monitor einsehen. So weiß er, wann er die Geschwindigkeit reduzieren muss und wann es Zeit ist, wieder Gas zu geben. Daneben befindet sich ein Fahrplan im Führerstand, auf dem genau festgehalten wird, wann der Zug in welchem Bahnhof halten und wieder losfahren muss. Über ein Telefon oder ein Funkgerät kann der Triebfahrzeugführer Kontakt zur Leitstelle aufnehmen, falls eine außerfahrplanmäßige Situation eintritt. Es existiert außerdem eine direkte Sprechverbindung zu den Abteilen im Zug, über die die Fahrgäste im Notfall Kontakt zum Führerstand aufnehmen können. Über ein Mikrofon kann der Triebfahrzeugführer Durchsagen für die Fahrgäste machen und beispielsweise über den nächsten planmäßigen Halt informieren.

Je nach Bauart des Zuges unterscheiden sich die Führerstände in ihrer Ausstattung voneinander. Bei einigen muss der Triebfahrzeugführer noch mit zahlreichen Hebeln und Knöpfen arbeiten, bei anderen werden viele Abläufe automatisch oder über einen Bildschirm gesteuert. Mittlerweile fahren einige Züge in Deutschland bereits autonom. Welche Rolle der Triebfahrzeugführer hierbei noch spielt, lesen Sie auf unserem Blog zum Thema Autonomes Bahnfahren.

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Vernetzt im Zug: WLAN, Mobile Daten und Co.

Auf einer Zugfahrt können verschiedene Situationen auftreten, in denen Ihnen eine stabile Internetverbindung die Reise erleichtert. Doch trotz Investitionen in eine verbesserte Mobilfunkverbindung in den Zügen reißen die Beschwerden über schlechtes WLAN und geringen Empfang nicht ab. Woran liegt das? Und können Sie sich auf eine gesicherte Internetverbindung im Zug verlassen?

Die Grundlagen vorweg

In der Regel verfügt jedes Smartphone heutzutage über ein bestimmtes Kontingent an mobilem Internet, das jeden Monat neu zur Verfügung steht. Wie viele mobile Daten Sie verbrauchen können, hängt von Ihrem Vertrag ab. Ist das Kontingent ausgeschöpft, surfen Sie deutlich langsamer oder müssen dazuzahlen. Um mobile Daten zu sparen, können Sie über eine WLAN-Verbindung in das Internet gehen. Das ist ein drahtloses lokales Netzwerk, in das sich Geräte einloggen können und denen anschließend ein Internetzugang bereitgestellt wird. Neben dem privaten Heim-WLAN gibt es öffentliche WLAN-Netze, die beispielsweise Reisende auf einer Bahnfahrt mit Internet versorgen können.

Surfen im Zug

Das Zugticket in der App öffnen, das Wetter am Ankunftsort checken oder Musik streamen, damit die Zeit schneller vergeht: Schnelles Internet auf einer Zugfahrt kann die Reise sehr erleichtern. Doch die Mobilfunkverbindung im Inneren eines Zuges ist meist schlechter als außerhalb. Das hat folgenden Grund: Die Außenhülle des Zuges schwächt das Signal, wodurch die Sende- und Empfangsqualität deutlich sinkt. Damit Fahrgäste auf der Reise trotzdem telefonieren und surfen können, gibt es in den Zügen einen Indoor-Repeater. Eine Antenne, die außen am Zug befestigt wird, greift das Mobilfunksignal auf und leitet es in das Innere weiter. Aber Achtung: Ist kein Signal vorhanden, kann es auch nicht verstärkt werden. Im Mobilfunknetz an den Bahngleisen gibt es weiterhin Lücken, die Sie als Reisender als klassisches Funkloch wahrnehmen. Und auch bei der Durchfahrt durch einen Tunnel bringt jeder Verstärker im Zug nichts. Jedoch gibt es Bemühungen, eine stabile Internetverbindung auf dem gesamten Schienennetz zu ermöglichen. Dafür verhandeln die Bahngesellschaften mit den drei Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone und Telefónica (O2). Vodafone plant bis 2025, die 7.800 Kilometer der Hauptverkehrsstrecken durchgängig mit Bandbreiten von 225 Megabit pro Sekunde im 4G-Netz (LTE) auszustatten. Dafür sollen 160 zusätzliche Mobilfunkstationen errichtet werden. Die Telekom hat sich eine lückenlose Versorgung mit Mobilfunk an der Schiene bis 2026 zum Ziel gesetzt. Diese Zusagen betreffen vorrangig IC- und ICE-Verbindungen. Auf den Strecken der Regionalbahn ist die Internetverbindung in der Regel langsamer.

Daten sparen mit WLAN

Wer auf der Fahrt seine mobilen Daten sparen will, kann sich in allen ICE-Zügen, in Teilen der IC-Züge, in einer immer größeren Zahl von Regionalzügen und in rund 100 Bahnhöfen mit dem öffentlichen WLAN verbinden. Im Zug befindet sich ein Server mit einem Router, der auf die drei deutschen Netzbetreiber zugreift. Netzwerkkabel, die von dem Router ausgehen, übertragen das Signal zu jeweils zwei WLAN-Access-Points pro Waggon. Sie müssen nur in den WLAN-Einstellungen Ihres mobilen Gerätes das entsprechende WLAN-Netz des Zuges auswählen und die AGBs akzeptieren. Wenn Sie der automatischen Verbindung zustimmen, loggt sich Ihr Gerät jedes Mal, wenn das WLAN zur Verfügung steht, von allein ein. Reisenden im ICE der 2. Klasse stehen 200 MB an Datenvolumen zur Verfügung. Danach wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Reisende der 1. Klasse haben unbegrenzten Zugang. In Regionalzügen variiert das Datenvolumen, in der Regel sind es 50 MB pro Gerät.

Wie gut die WLAN-Verbindung ist, hängt von der Qualität des Mobilfunknetztes ab, auf das der Zug zugreift. Außerdem sinkt die Schnelligkeit der Datenübertragung, wenn viele Zugreisende gleichzeitig das WLAN nutzen. Auch das Modell ihres mobilen Geräts kann einen Einfluss darauf haben, wie gut die Verbindung ist.

Was ist möglich – Und was nicht?

Auf bandbreitenintensive Anwendungen, wie beispielsweise App-Updates, Downloads oder hochauflösenden Filme im Stream sollten Sie verzichten. Die Übertragung wird mit Wahrscheinlichkeit nicht reibungslos funktionieren, und Sie mindern die Verbindungsqualität Ihrer Mitreisenden. Anders ist das in der 1. Klasse: Hier ist die WLAN-Verbindung auch für größere Datenströme ausgelegt.

Anwendungen wie Chatprogramme oder das Laden einer Webseite sind in der Regel im Zug-WLAN möglich. Es kann jedoch sein, dass die Verbindung etwas langsamer ist als Sie es beispielsweise von zu Hause gewohnt sind. Dateien in Form von Zugtickets oder einem Hörbuch, die Sie für Ihre Zugfahrt benötigen, sollten Sie vorab herunterladen, damit Sie auf der Reise entspannt darauf zugreifen können.

Photo by Anastasia Nelen on Unsplash

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Entspannt und sicher pendeln mit der Bahn

In Deutschland pendeln über die Hälfte der Beschäftigten zur Arbeit. 13 Prozent davon nutzen öffentliche Verkehrsmittel, und ein Drittel aller Pendler ist mehr als eine Dreiviertelstunde unterwegs. Eine Vorstellung, die viele mit Stress und Chaos verbinden – Doch das muss nicht sein. Auf diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Pendler im öffentlichen Nahverkehr achten sollten und mit welchen Tricks das tägliche Pendeln entspannter wird.

Pendeln zur richtigen Uhrzeit

Zu den Stoßzeiten des Pendelverkehrs kann es passieren, dass die Bahnen besonders voll sind. Dann wird der Weg zur Arbeit manchmal zur Tortur. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Verbindung jeden Tag besonders stark ausgelastet ist, sollten Sie auf der Arbeit nachfragen, ob Sie eine Verbindung früher oder später nehmen können. Seien Sie außerdem clever beim Einsteigen: Meist sind die vorderen und hinteren Wagen nicht so voll wie die in der Mitte.

Pendeln mit einer Verbindungs-App

Der hilfreichste Begleiter eines Pendlers auf seiner täglichen Bahnfahrt ist wohl die passende Verbindungs-App. Hier werden Verspätungen und Zugausfälle frühzeitig angezeigt und Sie können entsprechend reagieren: Vielleicht gibt es eine alternative Verbindung, oder Sie können rechtzeitig auf der Arbeit Bescheid sagen, dass es etwas später wird. Nutzen Sie zum Beispiel die MRB-App, die unter anderem Informationen zu Zugverbindungen gibt. Auch die Deutsche Bahn hat mit der Streckenagent-App einen Service entwickelt, der Sie immer auf dem Laufenden hält. Welche weiteren Apps auf Ihrer Bahnfahrt hilfreich sein können, erfahren Sie auf unserem Blog.

Pendeln mit Bahn und Rad

Für viele Pendler bietet es sich an, mit dem Rad zum Bahnhof und nach der Bahnfahrt zur Arbeitsstelle zu fahren. Da diese Variante allgemein sehr beliebt ist, sind die Fahrradplätze in den Bahnen häufig schon belegt. Informieren Sie sich vorab, in welchen Wagons sich die Fahrradplätze befinden und verteilen Sie sich bereits am Gleis so, dass nicht alle Radfahrer in den gleichen Wagon einsteigen. Eine praktische Variante ist das Klapprad: Die meisten Modelle lassen sich im eingeklappten Zustand unter dem Sitz oder in der Gepäckablage verstauen. Alternativ können Sie Ihr Fahrrad am Abfahrts- oder Zielbahnhof in einem „Fahrradbahnhof“ oder einer Fahrradbox“ abstellen, die es mittlerweile an den meisten Bahnstationen gibt. Dort ist es sicher untergebracht, bis Sie es am nächsten Arbeitstag wieder brauchen. Eine Übersicht zu möglichen Abstellmöglichkeiten für Ihr Fahrrad im MDV-Gebiet finden Sie auf www.mdv.de.

Ticketangebote für Pendler und Vielfahrer

Für Personen, die mehrmals in der Woche die Angebote der öffentlichen Verkehrsbetriebe nutzen, gibt es besondere Vorteilspreise. Je nachdem, wie oft und in welchem Tarifgebiet Sie unterwegs sind, eignet sich zum Beispiel eine Monatskarte oder ein entsprechendes Abo für das ganze Jahr. Informieren Sie sich auf der Ticketübersicht der Verkehrsverbünde, zum Beispiel für den MDV, den VBB, den VMS oder den VVO. Auch auf der Seite der Deutschen Bahn finden Sie Angebote für Pendler. Hier erhalten Sie auch Informationen dazu, wie viel Sie mit einem Abo in Ihrem Verkehrsbetrieb im Vergleich zu einer Monatskarte sparen.

Die Zeit im Zug sinnvoll nutzen

Die Zeit auf dem Weg zur Arbeit vergeht viel schneller, wenn Sie sich eine passende Beschäftigung suchen. Ein spannendes Buch oder die aktuelle Zeitung lassen sich auf der Fahrt gut lesen. Auch sehr beliebt ist Musik, die die Morgenmüdigkeit vertreibt, oder ein interessanter Podcast beziehungsweise ein Hörbuch. Vermeiden Sie es wenn möglich, auf der Bahnfahrt bereits den Laptop zu öffnen und zu arbeiten. Experten warnen davor, dass uns dadurch die Kreativität verloren geht und wir das Private nicht mehr von der Arbeit trennen können.

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Reisen mit dem digitalen Ticket

Der Schaffner kommt, und alle zücken ihr Handy oder Tablet: Mittlerweile sind digitale Tickets für den öffentlichen Personenverkehr Normalität geworden. Kaum einer druckt sein Ticket noch „old school“ auf dem Papier aus. Doch neben den Vorteilen, die ein digitales Ticket mit sich bringt, sollten Sie auf einige Tücken achten.

Wie funktioniert das digitale Ticket?

Im Prinzip enthält Ihr digitales Ticket die gleichen Informationen wie die ausgedruckte Variante. Bei Verbindungen des Nahverkehrs ist der gültige Verkehrsbereich sowie die zeitliche Gültigkeit zu erkennen. In der Regel erfolgt der Zeitstempel direkt beim Kauf oder wenn Sie das Ticket einlösen –. Bei Verbindungen des Fernverkehrs stehen zusätzlich Ihr Name, der Abfahrts- und Zielbahnhof sowie Datum und Uhrzeit der Verbindung auf dem Ticket. Die Informationen kann der Fahrkartenkontrolleur über einen QR-Code einscannen und schnell überblicken.

Der große Unterschied zum Fahrschein in Papierform ist, dass Sie digital über ihr Smartphone oder ein anderes Endgerät darauf zugreifen können. Sie erhalten das Ticket nach dem Kauf entweder per E-Mail oder Sie kaufen es direkt in einer App des entsprechenden Verkehrsbetriebs. In diesem Fall können Sie es unter „Tickets“ oder „Meine Tickets“ abrufen.

Wo bekomme ich ein digitales Ticket?

Mittlerweile verfügen so gut wie alle Verkehrsbetriebe in Deutschland über eine eigene App oder befinden sich in einer Kooperation mit anderen Regionalverbänden, die gemeinsam eine App herausgebracht haben. Über diese App können Sie sich eine passende Verbindung suchen und anschließend direkt das entsprechende Ticket kaufen. Bezahlen können Sie per Kreditkarte, PayPal oder über andere Zahlungsoptionen.

Tickets für die Mitteldeutsche Regionalbahn erhalten Sie über die MRB App. Diese können Sie sich kostenlos bei Google Play für Android oder für Apple im App Store herunterladen. Hier finden Sie Tickets für den Nahverkehr, MRB-Sparangebote, sowie Tarife der Deutschen Bahn im Nahverkehr (z. B. das Regio 120- Ticket). Außerdem können Sie bereits gekaufte Tickets bequem verwalten.

Tickets für den Fernverkehr erhalten Sie unter anderem über die Webseite der Deutschen Bahn oder direkt in der App DB Navigator. Sie entscheiden beim Kauf selbst, ob Sie das Digitale Ticket in die App DB Navigator laden oder es als PDF haben wollen.

Diese Vorteile hat ein digitales Ticket

Die digitale Variante des Fahrscheins bietet Ihnen verschiedenste Vorteile. Wenn Sie sich einmal ein Kundenkonto eröffnet und Ihre Kontodaten hinterlegt haben, verläuft der Kaufvorgang in den meisten Fällen unkomplizierter und schneller, als wenn Sie Ihr Ticket an einem Automaten oder im Service Center kaufen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich das Ticket erst kurz vor der Fahrt zu kaufen: Dabei sind Sie nicht mehr davon abhängig, ob sich ein Automat am Bahnsteig oder im Zug befindet und ob dieser auch funktioniert. Sie bezahlen bequem online und sparen sich die Suche nach dem nötigen Kleingeld. Dank der Verbindungssuche und der Angebotsauswahl in der App können Sie sich sicher sein, den günstigsten Preis für ihr Ticket zu bezahlen. Wenn Sie in einer Gruppe reisen, können Sie auch für andere Personen ein Ticket kaufen. Um all diese Vorteile zu nutzen, sollten Sie noch  ein paar Dinge beachten.

Tipps für die Reise mit dem digitalen Ticket

Zunächst gilt natürlich: Wenn Sie Ihr Ticket digital abrufen wollen, sollte das entsprechende Endgerät ausreichend geladen sein. Vor allem auf längeren Reisen kann es passieren, dass der Akku vom Handy nicht bis zum Schluss durchhält. In diesem Fall kann es ratsam sein, das Ticket trotzdem auszudrucken. Alternativ gibt es in einigen Zügen Steckdosen, an denen Sie Ihr Handy unterwegs laden können oder sie nutzen einen mobilen Zusatzakku ( Powerbank).

Wenn Sie sich Ihr Ticket unterwegs kaufen wollen, brauchen Sie eine stabile Internetverbindung. Es kann sein, dass der Empfang am Bahnsteig und im Zug nicht ausreicht, um den Bezahlvorgang abzuschließen. Kaufen Sie ihr Ticket deshalb am besten, wenn Sie in einem WLAN-Netzwerk eingeloggt sind oder wenn die Internetverbindung gut genug ist. Damit Sie auch auf das Ticket zugreifen können, wenn ihr Gerät offline ist, sollten Sie es vorab herunterladen und auf Ihrem Handy speichern. Wenn Sie diese Aspekte beachten, reisen Sie auch mit einem digitalen Ticket sicher und sorgenfrei.

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Wie sicher sind automatische Türen?

Sie sind mittlerweile an zahlreichen Gebäuden und Fahrzeugen zu finden: Automatische Türen in verschiedenen Formen und Varianten. Sie öffnen sich für den Einkauf im Supermarkt und schließen sich nach dem Verlassen des Fahrstuhls, ohne dass wir darüber nachdenken. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln kommen automatische Türsysteme zum Einsatz. Doch woher wissen die Türen, wann sie auf- und zugehen sollen? Und sind die Mechanismen wirklich sicher?

So funktionieren Zugtüren

Wer mit dem Zug unterwegs ist, kommt an automatischen Türen nicht vorbei. Um Vertrauen in das ausgeklügelte Systeme zu gewinnen, ist es hilfreich zunächst die Funktionsweise zu verstehen. Das Öffnen und Schließen der Türen kann in vier Schritte unterteilt werden:

1. Die Türen werden freigegeben

Ist der Zug an seiner Haltestelle angekommen, muss der Zugführer die Türsysteme zunächst freigeben. Bevor dies geschehen ist, wird sich keine der Türen über den Türknopf öffnen lassen. Ist die Freigabe erfolgt, können Reisende den Türknopf betätigen. In den meisten Fällen reicht es, ihn leicht zu berühren.

2. Die Türen öffnen sich

Nachdem der Türknopf betätigt wurde, öffnen sich die Türen automatisch. Dies kann manchmal einen Moment dauern, da je nach Bahnsteighöhe und Abstand zum Zug zunächst der sogenannte Schiebetritt ausgefahren wird. Dieser überbrückt die Lücke zwischen Zug und Bahnsteig und ermöglicht so ein sicheres Aussteigen.

3. Die Türen schließen sich

Je nach Steuerungssystem bleiben die Türen anschließend bis zur sogenannten Zwangsschließung durch den Fahrzeugführer geöffnet oder schließen sich nach einer bestimmten Zeit von allein. Dieser Vorgang wird in den meisten Fahrzeugen von einem akustischen Signal begleitet. Ertönt dieses Signal, sollten Sie sich umgehend aus dem Türbereich entfernen.

4. Die Türen sind blockiert

Bei einer Zwangsschließung, die durch den Zugführer kurz vor der Weiterfahrt erfolgt, werden alle Türen blockiert und die Türknöpfe deaktiviert. Die meisten Züge fahren erst weiter, wenn die Zwangsschließung erfolgreich war. Es ist während der Fahrt nicht mehr möglich, die Türen zu öffnen: Dies wäre aufgrund der hohen Geschwindigkeiten auch sehr gefährlich.

Automatische Türöffnung

Neben einer Öffnung der Türen über den Türknopf können Zugtüren auch automatisch geöffnet und geschlossen werden. Dafür betätigt der Zugführer einen zentralen Mechanismus, der alle Türen gleichzeitig steuert. Seit Beginn der Corona-Pandemie versuchten die Bahngesellschaften dafür zu sorgen, dass Reisende so wenig Kontakt wie möglich zu Oberflächen in öffentlichen Verkehrsmitteln haben mussten. Daher wurde die automatische Türöffnung zum gängigen Standard. Dies sorgte gleichzeitig dafür, dass der gesamte Fahrgastbereich regelmäßig durchlüftet wurde. Der Zugführer muss selbst im Auge behalten, wann alle Reisenden ein- und ausgestiegen sind, um anschließend die Türen wieder zu schließen. Mittlerweile öffnen die meisten Türsysteme jedoch wieder auf Knopfdruck durch die Reisenden. Eine automatische Türöffnung wird in der Regel angesagt.

Sicherungssysteme im Türbereich

Immer wieder kommt es vor, dass sich die Türen eines Zuges schließen, obwohl noch Reisende oder Gepäckstücke im Einstiegsbereich sind. Damit sich in einem solche Fall niemand verletzt, gibt es verschiedene automatische Sicherungssysteme. Dazu zählen Lichtschranken in der Tür, empfindliche Druckplatten im Boden und Druckwellenschalter in den Dichtungsgummis der Türflügel. Nehmen diese Sensoren ein Hindernis wahr, wird der Schließvorgang unterbrochen und die Tür öffnet sich wieder. Die Funktionsweise der Sicherungssysteme muss in Deutschland regelmäßig überprüft werden.

Wenn sich trotzdem eine Tür schließt, obwohl sich noch Personen im Türbereich befinden, gibt es die Möglichkeit, die Türautomatik per Hand außer Kraft zu setzen. Dafür befindet sich eine Notentriegelung im Eingangsbereich. Diese darf auch benutzt werden, wenn die Türautomatik nach einem Stromausfall nicht mehr funktioniert oder Fahrgäste den Zug aufgrund eines Notfalls, zum Beispiel bei einem Brand, verlassen müssen. Die Entriegelung funktioniert jedoch nur, wenn der Zug steht. Ist Ihr Leben oder das anderer nicht in direkter Gefahr, sollten Sie zunächst versuchen den Kontakt zum Zugführer aufzubauen, bevor Sie eigenmächtig die Türen öffnen.

 

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Mögliche Betriebsstörungen auf der Bahnfahrt

Eine der häufigsten Ursachen für Verspätungen im Bahnverkehr sind sogenannte Betriebsstörungen. Gibt es am Bahnsteig eine entsprechende Durchsage, bleibt offen, was genau passiert ist. Denn der Begriff Betriebsstörung fasst eine Vielzahl von Vorfällen auf der Bahnstrecke zusammen, die unerwartet auftreten können und den Verkehr für eine bestimmte Zeit einschränken.

Technische Störungen

Technische Störungen stellen den größten Teil der Betriebsstörungen dar. Immer wieder gibt es Komplikationen an der empfindlichen Leit- und Sicherheitstechnik, also zum Beispiel an Weichen oder Signalanlagen. Daher werden diese Komponenten besonders häufig kontrolliert und gewartet.

  • Signalstörung

Die Signale an den Gleisen regeln den Zugverkehr, so wie es Ampeln im Straßenverkehr tun. Ursachen für eine Signalstörung können zum Beispiel defekte LED-Lampen, verkeilte Weichen oder Überschwemmungen nach starken Regenfällen sein. Die automatischen Sicherungssysteme sorgen dafür, dass der Zug zunächst stehen bleibt. Erst wenn das Problem beseitigt ist, darf der Zug weiterfahren.

  • Weichenstörung

Weichen sind ein elementarer Teil des deutschlandweiten Schienennetzes. Sie kommen an zahlreichen Knotenpunkten zum Einsatz und dürfen ihren Dienst nie versagen. Zu einer Störung kann es kommen, wenn sich eine Weiche verkeilt (zum Beispiel aufgrund eines Steines oder Astes) oder wenn die Anlage extremen Wetterbedingungen ausgesetzt ist. Diese Störungen können meist schnell behoben werden. Längere Verzögerungen entstehen, wenn der Antriebsmotor der Weiche ausfällt oder im schlimmsten Fall eine technische Störung im Stellwerk vorliegt. Es muss ein Techniker gerufen werden, der den Schaden beheben kann.

  • Oberleitungsstörung

Etwa 60 % der Strecken im deutschen Schienennetz sind mit Oberleitungen ausgestattet. In bestimmten Situationen sind sie besonders anfällig für Störungen. Extreme Wetterlagen oder Vogelflug können ein Grund dafür sein, warum die Strecke für eine bestimmte Zeit nicht mehr befahrbar ist. Reißt eine Oberleitung, nimmt die Instandsetzung viel Zeit in Anspruch.

  • Stellwerkstörung

Stellwerke verschalten auf allen Bahnstrecken die zentralen Elemente des Zugsicherungssystems. Sie können sowohl ober- als auch unterirdisch liegen. Dass das Stellwerk „fälschlicherweise“ auf Rot schaltet, kann zum Beispiel an einer Weichen- oder Signalstörung liegen. Doch auch ein Fehler im Stellwerk selbst ist denkbar. Bei den elektronischen Systemen kann es an verschiedenen Stellen zu Fehlermeldungen kommen: Dementsprechend lässt sich nur schwer sagen, wie lange eine Stellwerkstörung andauert.

Liegengebliebener Zug

Trotz regelmäßiger Wartung und Überprüfung der Fahrzeuge im Zugverkehr kann es dazu kommen, dass ein Zug nothalten muss und nicht weiterfahren kann. Neben externen Faktoren wie einer Blockade auf der Strecke können Störungen in der Elektronik oder den automatischen Sicherheitssystemen auftreten. Einige der Probleme können direkt vor Ort gelöst werden, für andere müssen Experten kommen. Im Extremfall wird der Zug abgeschleppt.

Rettungseinsatz auf den Gleisen

Kommt es auf der Fahrt zu einem medizinischen Notfall oder einer Situation, in der die Polizei oder Feuerwehr angefordert werden muss, erfahren Sie dies meist über die Durchsage. „Notarzteinsatz am Gleis“ ist beispielsweise eine Beschreibung, die in solchen Fällen verwendet wird. Befinden Sie sich selbst im entsprechenden Zug, sollten Sie Ruhe bewahren und auf Anweisungen des Personals warten. Erfahren Sie am Gleis von dem Rettungseinsatz, sollten Sie sich auf längere Wartezeiten und Fahrplanänderungen einstellen.

„Verzögerungen im Betriebsablauf“ – Was bedeutet das?

Immer wieder hört man im Bahnverkehr die Durchsage: Es gibt eine Verzögerung im Betriebsablauf. Mit dem Ausdruck sind meist kleinere Verspätungen gemeint. Dazu zählen zum Beispiel ein Personenstau im Eingangsbereich oder die verspätete Bereitstellung eines Zuges. In der Regel kann die Fahrt nach einer kurzen Pause fortgesetzt werden.

Die Entschädigungsleistungen der Bahngesellschaften

Wenn sich Ihre Fahrt aufgrund einer Betriebsstörung verzögert und die Ursache dafür bei der Bahngesellschaft liegt, haben Sie Anspruch auf eine Entschädigung. Erreicht Ihr Zug den Zielbahnhof mit 60 Minuten Verspätung, erhalten Sie eine Entschädigung von 25 % des gezahlten Fahrpreises. Ab einer Verspätung von 120 Minuten beträgt die Rückzahlung 50 %. Wie Sie einen Antrag auf Entschädigung einreichen können und was zu beachten ist, erfahren Sie auf der Website des verantwortlichen Verkehrsunternehmens. Informationen zu Entschädigungsleistungen der Mitteldeutschen Regionalbahn erhalten Sie unter der Kategorie „Fahrgastrechte“.

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Sicherheitseinrichtungen und Nothilfemittel im Zug

Für Notsituationen, die auf einer Zugfahrt auftreten können, gibt es unterschiedliche Sicherheitseinrichtungen und Nothilfemittel. Dabei ist es nicht nur gut, diese zu kennen, sondern auch zu wissen wann sie verwendet werden dürfen.

Egal, was für ein Notfall eintritt: Zunächst sollten Sie versuchen, Ruhe zu bewahren. Schaffen Sie sich einen Überblick über die Situation und gehen Sie im Kopf durch, was zu tun ist. Um ein geeignetes Nothilfemittel zu finden, helfen Ihnen Hinweisschilder und Piktogramme an den Fenstern und Wänden im Zug.

Notbremse

Bei unmittelbarer Lebensgefahr, die durch das Halten des Zuges vermieden werden kann, sollten Sie die Notbremse ziehen. Diese befindet sich meist im Einstiegsbereich und ist mit einem auffälligen Piktogramm versehen. Ein medizinischer Notfall  stellt hierbei eine Ausnahme dar: In diesem Fall sollten Sie die Notbremse nicht betätigen. Lesen Sie alles zum Gebrauch der Notbremse auf unserem Blogartikel nach.

Alarmknopf

Im Eingangsbereich eines jeden Wagens der Züge im Nah- und Fernverkehr befindet sich ein sogenannter Alarm- oder Notfallknopf. Dieser kann unterschiedlich aussehen, ist jedoch in allen Fällen mit den Worten „Alarm“, „Notfall“, „Hilferuf“ oder „Sprechstelle“ gekennzeichnet. Über diesen Knopf stellen Sie eine direkte Verbindung zum Fahrzeugführer her. Dies sollten Sie tun, wenn ein medizinischer Notfall vorliegt, sich eine Person gewaltsam verhält oder sich eine anderweitige Gefahrensituation entwickelt, über die das Zugpersonal schnellstmöglich informiert werden muss. Aus dem Fahrerstand kann anschließend der Notarzt oder die Polizei informiert werden.

Notfallkoffer

In jedem ICE und IC muss ein Notfallkoffer im Zug vorhanden sein. Auch im Regionalverkehr befindet sich in der Regel ein Erste-Hilfe-Set an Board. Der Aufenthaltsort ist mit einem grünen Hinweisschild gekennzeichnet, auf dem sich ein weißes Kreuz oder ein weißer Koffer befindet. Sollten Sie sich unsicher sein, weiß das Zugpersonal, wo sich der nächste Notfallkoffer befindet. Ein Defibrillator ist spätestens am nächsten Bahnhof erreichbar.

Feuerlöscher

Im Fernverkehr gibt es in jedem Wagon einen Feuerlöscher. Und auch auf den meisten regionalen Verbindungen ist ein Feuerlöscher im Wagen vorhanden. Dieser befindet sich in der Regel zwischen zwei Sitzgruppen. Anhand eines Piktogramms mit einem Feuerlöscher und einem Pfeil ,nach unten ist die Stelle gekennzeichnet. Wenn Sie keinen Feuerlöscher finden können, befindet sich immer einer beim Zugführer im Führerstand. Diesen sollten Sie in jedem Fall über ein Feuer im Zug  informieren: Den Kontakt dorthin stellen Sie über den Alarmknopf her.

Nottürentriegelung

In der Nähe der Notbremse im Eingangsbereich des Wagens befindet sich eine sogenannte Nottürentriegelung. Damit kann die Zugtür im Notfall per Hand geöffnet werden. Hier gilt jedoch das gleiche wie bei der Notbremse: Wer die Einrichtung ohne Grund betätigt, macht sich strafbar. Die Nottürentriegelung funktioniert nur, wenn der Zug steht. Daher ist es sinnvoll, vorab den Zugführer über den Alarmknopf über die Gefahrensituation zu informieren: Das Personal weiß, ob ein Ausstieg die sicherste Variante ist. Denn ein unbedachter, eigenmächtiger Ausstieg mitten auf der Zugstrecke kann aufgrund von möglichem Gegenverkehr, Strom auf den Gleisen und anderen Risiken gefährlich sein.

Nothammer

Auch dieses Notfallmittel haben Sie sicherlich schon einmal im Zug gesehen: Der Nothammer ist dafür gedacht, das Fenster in einer Gefahrensituation einschlagen zu können. Entwickelt sich nach einem Unfall ein Feuer im Zug und die Tür lässt sich nicht öffnen, kann der Nothammer den Ausstieg ermöglichen. Nutzen Sie den Hammer jedoch nur, wenn es keine andere Möglichkeit zum Aussteigen gibt oder wenn Ihnen das Zugpersonal entsprechende Anweisungen erteilt.

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Was passiert mit dem Zug nach der Fahrt?

Es ist spät am Abend, und ein Zug rollt nach seiner letzten Fahrt des Tages in den Bahnhof. Alle Reisenden steigen aus und verlassen den Bahnhof – Doch was geschieht nun mit dem Fahrzeug? Wer kümmert sich darum, und wo parkt es über Nacht?

Nachdem der Zug im Zielbahnhof angekommen ist, erfolgt zunächst ein Kontrollgang. Hierbei überprüfen die Mitarbeiter, ob auch wirklich alle Reisenden ausgestiegen sind und ob es grobe Verschmutzungen oder Mängel im Innenraum gibt, die über Nacht beseitigt werden müssen. Anschließend wird der Zug in den meisten Fällen vom Zugführer oder von einem Zugbereitsteller an seinen Abstellort gefahren.

Auf dem Abstellgleis, oder im Betriebswerk?

Wird ein Zug über Nacht nicht gebraucht, landet er auf einem Abstellgleis oder in einem Betriebswerk. In der Nähe einiger Bahnhöfe befinden sich außerdem große Lagerhallen, in denen mehrere Züge neben- oder hintereinander „parken“ können. Befindet sich der Zug in einem Kopfbahnhof, und ist er am nächsten Tag der erste, der wieder abfährt, kann er auch auf dem Gleis stehengelassen werden. Je nachdem, wann der Zug das letzte Mal gesäubert wurde, rückt nun das Reinigungspersonal an. Steht eine Wartung oder Tiefenreinigung auf dem Plan, muss er in ein besonderes Werk gefahren werden.

Die Reinigung

Mehrmals in der Woche werden alle Züge der Bahngesellschaften in Deutschland, egal ob Regionalbahnen oder Züge des Fernverkehrs, einer Innen-Reinigung unterzogen. Etwa 4 000 Mitarbeiter sind dafür verantwortlich. Einige davon reinigen den Zug auf der Fahrt oder bei der Ankunft im Zielbahnhof, die meisten arbeiten jedoch in den Werken. Bei einer Tiefenreinigung wird zunächst der Müll vom Boden und aus den Abfalleimern eingesammelt. Anschließend werden alle Oberflächen, darunter auch die Sitze und Fenster, gereinigt. Besonders viel Zeit nimmt die Säuberung der sanitären Anlagen in Anspruch.

Während der aktuellen Corona-Pandemie ist Hygiene und Sauberkeit in den Zügen und am Bahnsteig von besonderer Bedeutung. Denn nur so kann eine sichere Fahrt für alle Fahrgäste gewährleistet werden. Eine neu gestartete Reinigungsoffensive der Deutschen Bahn und vieler weiterer Verkehrsunternehmen beinhaltet zusätzliches Reinigungspersonal und veränderte Reinigungspläne, sodass die Oberflächen rund um die Uhr desinfiziert sind.

Prüfung und Wartung

Wurde ein Zug final abgestellt, folgt eine Überprüfung der gängigen Systeme. Beim ICE beispielsweise wird eine automatische Bremsprobe durchgeführt, Störungen werden behoben und die Systeme der Zugsicherung werden getestet. Anschließend fährt sich die Klimaanlage oder Heizung herunter.

Die regelmäßige Wartung der Fahrzeuge ist ein weiterer elementarer Teil des Sicherheitskonzepts der Bahngesellschaften. Je mehr Strecke gefahren wurde, desto detaillierter erfolgen die Wartungen in den Werkstätten.

All diese Maßnahmen und Vorkehrungen bleiben für die Zugreisenden weitgehend unbemerkt. Sie sehen am nächsten Tag nur den vorbereiteten Zug, der am Gleis auf sie wartet.

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Ansprechpartner für jede Situation auf Ihrer Zugfahrt

Vor und während ihrer Zugfahrt können Fragen und Situationen auftreten, für die Sie einen Ansprechpartner benötigen. Ihre erste Anlaufstation ist in den meisten Fällen der Zugführer. Dieser ist auf jeder Verbindungen des Nah- und Fernverkehrs dabei. Zugführer haben auf der Bahnfahrt verschiedene Aufgaben, angefangen bei der sicheren An- und Abfahrt des Zuges bis hin zur Kundenbetreuung. Zu erkennen sind sie oft an ihrer roten Armbinde, beziehungsweise ihrer Uniform. Welche Ansprechpartner Ihnen außerdem weiterhelfen können, lesen Sie auf diesem Beitrag.

Fragen zu Verbindungen und Umsteigemöglichkeiten

Haben Sie vor der Reise Fragen zu Verbindungen im Nahverkehr, können Sie das Service Telefon der Mitteldeutschen Regionalbahn anrufen (0341 231898288) oder Ihre Frage online über das Kontaktformular stellen. Die Mitarbeiter im Kundencenter in Ihrer Nähe helfen Ihnen auch vor Ort gern weiter.
Im Fernverkehr erreichen Sie den Service der Deutschen Bahn in einem der DB Reisezentren  und unter 030 2970. Haben Sie während der Fahrt eine Frage zu Ihrem Anschluss oder wollen mit einem Taxi vom Bahnhof weiterfahren, können Sie sich an das Zugpersonal wenden.

Hilfe für Menschen mit Behinderung

Für Menschen mit einer Behinderung oder Personen, die nicht mehr so mobil sind, steht auf allen Verbindungen der Mitteldeutschen Regionalbahn ein Kundenbetreuer zur Verfügung. Das Servicepersonal hilft Ihnen beim Einstieg, bei der Platzsuche und beim Ausstieg. Damit alles reibungslos funktioniert, sollten Sie Ihre Reise mindestens 24h vorher unter der Nummer 0341 231898288 (24 h, Ortstarif) anmelden.
Bei einer Reise im Fernverkehr können Sie den Mobilitätsservice der Deutschen Bahn unter 0180 6512512 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf) kontaktieren. Auch hier ist es ratsam, sich bereit 24h vorher anzumelden.

Hilfe beim Gepäck

Haben Sie unhandliches oder schweres Gepäck, das Ihnen beim Ein- und Ausstieg Probleme bereitet, hilft ihnen das Zugpersonal in der Regel gern weiter. Auch Mitreisende können Sie um Unterstützung bitten. Wollen Sie entspannt und zusätzliche Belastung reisen, können Sie vor der Fernreise den DB Gepäckservice benachrichtigen, der Ihr Gepäck per Post verschickt.

Ansprechpartner in medizinischen Notfallsituationen

Bei einem medizinischen Notfall im Zug sollten Sie versuchen, die Situation richtig einzuschätzen. Ist eine Person bewusstlos oder schwebt in ernster Lebensgefahr, sollten Sie umgehend den Notruf unter der 112 wählen. Die Notrufstelle kann anschließend das Zugpersonal informieren. Besteht kein akuter Handlungsbedarf, sollten Sie das Zugpersonal aufsuchen. Dieses kann Sanitäter zum nächsten Bahnhof bestellen sowie mit einer Durchsage nach medizinischem Personal im Zug fragen.

Ansprechpartner bei Vandalismus

Werden Sie Zeuge von Vandalismus am Bahnhof oder im Zug, sollten Sie zunächst für Ihre eigene und die Sicherheit von Mitreisenden sorgen. Versuchen Sie nicht, die Täter aufzuhalten, sondern wenden Sie sich direkt an das Zugpersonal. Sie können den Vorfall außerdem bei der Bundespolizei unter 0800 6 888 000 sowie der Sicherheitszentrale der Bahn unter 030 297-51114 melden. Auch die verantwortlichen Landespolizeistellen nehmen entsprechende Vorfälle auf. Merken Sie sich Ort, Zeit und eventuelle Merkmale des Täters, und geben Sie diese weiter.

Hilfe bei Bedrohung durch andere Fahrgäste

Kommt es zu einer bedrohlichen Situation, in der Sie eine Gefahr für sich und andere Mitreisende sehen, können Sie zunächst das Zugpersonal benachrichtigen. Dieses ist speziell geschult und kann versuchen, eine Situation zu eskalieren. Kommt es zu einem körperlichen Angriff wie einer Schlägerei, sollten Sie die Polizei rufen. Die Sicherheit an Bahnhöfen und Zügen fällt in den Aufgabenbereich der Bundespolizei. Wählen Sie also die 112, und entfernen Sie sich wenn möglich schnell aus der Gefahrensituation.

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