Wie sicher sind automatische Türen?

Sie sind mittlerweile an zahlreichen Gebäuden und Fahrzeugen zu finden: Automatische Türen in verschiedenen Formen und Varianten. Sie öffnen sich für den Einkauf im Supermarkt und schließen sich nach dem Verlassen des Fahrstuhls, ohne dass wir darüber nachdenken. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln kommen automatische Türsysteme zum Einsatz. Doch woher wissen die Türen, wann sie auf- und zugehen sollen? Und sind die Mechanismen wirklich sicher?

So funktionieren Zugtüren

Wer mit dem Zug unterwegs ist, kommt an automatischen Türen nicht vorbei. Um Vertrauen in das ausgeklügelte Systeme zu gewinnen, ist es hilfreich zunächst die Funktionsweise zu verstehen. Das Öffnen und Schließen der Türen kann in vier Schritte unterteilt werden:

1. Die Türen werden freigegeben

Ist der Zug an seiner Haltestelle angekommen, muss der Zugführer die Türsysteme zunächst freigeben. Bevor dies geschehen ist, wird sich keine der Türen über den Türknopf öffnen lassen. Ist die Freigabe erfolgt, können Reisende den Türknopf betätigen. In den meisten Fällen reicht es, ihn leicht zu berühren.

2. Die Türen öffnen sich

Nachdem der Türknopf betätigt wurde, öffnen sich die Türen automatisch. Dies kann manchmal einen Moment dauern, da je nach Bahnsteighöhe und Abstand zum Zug zunächst der sogenannte Schiebetritt ausgefahren wird. Dieser überbrückt die Lücke zwischen Zug und Bahnsteig und ermöglicht so ein sicheres Aussteigen.

3. Die Türen schließen sich

Je nach Steuerungssystem bleiben die Türen anschließend bis zur sogenannten Zwangsschließung durch den Fahrzeugführer geöffnet oder schließen sich nach einer bestimmten Zeit von allein. Dieser Vorgang wird in den meisten Fahrzeugen von einem akustischen Signal begleitet. Ertönt dieses Signal, sollten Sie sich umgehend aus dem Türbereich entfernen.

4. Die Türen sind blockiert

Bei einer Zwangsschließung, die durch den Zugführer kurz vor der Weiterfahrt erfolgt, werden alle Türen blockiert und die Türknöpfe deaktiviert. Die meisten Züge fahren erst weiter, wenn die Zwangsschließung erfolgreich war. Es ist während der Fahrt nicht mehr möglich, die Türen zu öffnen: Dies wäre aufgrund der hohen Geschwindigkeiten auch sehr gefährlich.

Automatische Türöffnung

Neben einer Öffnung der Türen über den Türknopf können Zugtüren auch automatisch geöffnet und geschlossen werden. Dafür betätigt der Zugführer einen zentralen Mechanismus, der alle Türen gleichzeitig steuert. Seit Beginn der Corona-Pandemie versuchten die Bahngesellschaften dafür zu sorgen, dass Reisende so wenig Kontakt wie möglich zu Oberflächen in öffentlichen Verkehrsmitteln haben mussten. Daher wurde die automatische Türöffnung zum gängigen Standard. Dies sorgte gleichzeitig dafür, dass der gesamte Fahrgastbereich regelmäßig durchlüftet wurde. Der Zugführer muss selbst im Auge behalten, wann alle Reisenden ein- und ausgestiegen sind, um anschließend die Türen wieder zu schließen. Mittlerweile öffnen die meisten Türsysteme jedoch wieder auf Knopfdruck durch die Reisenden. Eine automatische Türöffnung wird in der Regel angesagt.

Sicherungssysteme im Türbereich

Immer wieder kommt es vor, dass sich die Türen eines Zuges schließen, obwohl noch Reisende oder Gepäckstücke im Einstiegsbereich sind. Damit sich in einem solche Fall niemand verletzt, gibt es verschiedene automatische Sicherungssysteme. Dazu zählen Lichtschranken in der Tür, empfindliche Druckplatten im Boden und Druckwellenschalter in den Dichtungsgummis der Türflügel. Nehmen diese Sensoren ein Hindernis wahr, wird der Schließvorgang unterbrochen und die Tür öffnet sich wieder. Die Funktionsweise der Sicherungssysteme muss in Deutschland regelmäßig überprüft werden.

Wenn sich trotzdem eine Tür schließt, obwohl sich noch Personen im Türbereich befinden, gibt es die Möglichkeit, die Türautomatik per Hand außer Kraft zu setzen. Dafür befindet sich eine Notentriegelung im Eingangsbereich. Diese darf auch benutzt werden, wenn die Türautomatik nach einem Stromausfall nicht mehr funktioniert oder Fahrgäste den Zug aufgrund eines Notfalls, zum Beispiel bei einem Brand, verlassen müssen. Die Entriegelung funktioniert jedoch nur, wenn der Zug steht. Ist Ihr Leben oder das anderer nicht in direkter Gefahr, sollten Sie zunächst versuchen den Kontakt zum Zugführer aufzubauen, bevor Sie eigenmächtig die Türen öffnen.

 

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Mögliche Betriebsstörungen auf der Bahnfahrt

Eine der häufigsten Ursachen für Verspätungen im Bahnverkehr sind sogenannte Betriebsstörungen. Gibt es am Bahnsteig eine entsprechende Durchsage, bleibt offen, was genau passiert ist. Denn der Begriff Betriebsstörung fasst eine Vielzahl von Vorfällen auf der Bahnstrecke zusammen, die unerwartet auftreten können und den Verkehr für eine bestimmte Zeit einschränken.

Technische Störungen

Technische Störungen stellen den größten Teil der Betriebsstörungen dar. Immer wieder gibt es Komplikationen an der empfindlichen Leit- und Sicherheitstechnik, also zum Beispiel an Weichen oder Signalanlagen. Daher werden diese Komponenten besonders häufig kontrolliert und gewartet.

  • Signalstörung

Die Signale an den Gleisen regeln den Zugverkehr, so wie es Ampeln im Straßenverkehr tun. Ursachen für eine Signalstörung können zum Beispiel defekte LED-Lampen, verkeilte Weichen oder Überschwemmungen nach starken Regenfällen sein. Die automatischen Sicherungssysteme sorgen dafür, dass der Zug zunächst stehen bleibt. Erst wenn das Problem beseitigt ist, darf der Zug weiterfahren.

  • Weichenstörung

Weichen sind ein elementarer Teil des deutschlandweiten Schienennetzes. Sie kommen an zahlreichen Knotenpunkten zum Einsatz und dürfen ihren Dienst nie versagen. Zu einer Störung kann es kommen, wenn sich eine Weiche verkeilt (zum Beispiel aufgrund eines Steines oder Astes) oder wenn die Anlage extremen Wetterbedingungen ausgesetzt ist. Diese Störungen können meist schnell behoben werden. Längere Verzögerungen entstehen, wenn der Antriebsmotor der Weiche ausfällt oder im schlimmsten Fall eine technische Störung im Stellwerk vorliegt. Es muss ein Techniker gerufen werden, der den Schaden beheben kann.

  • Oberleitungsstörung

Etwa 60 % der Strecken im deutschen Schienennetz sind mit Oberleitungen ausgestattet. In bestimmten Situationen sind sie besonders anfällig für Störungen. Extreme Wetterlagen oder Vogelflug können ein Grund dafür sein, warum die Strecke für eine bestimmte Zeit nicht mehr befahrbar ist. Reißt eine Oberleitung, nimmt die Instandsetzung viel Zeit in Anspruch.

  • Stellwerkstörung

Stellwerke verschalten auf allen Bahnstrecken die zentralen Elemente des Zugsicherungssystems. Sie können sowohl ober- als auch unterirdisch liegen. Dass das Stellwerk „fälschlicherweise“ auf Rot schaltet, kann zum Beispiel an einer Weichen- oder Signalstörung liegen. Doch auch ein Fehler im Stellwerk selbst ist denkbar. Bei den elektronischen Systemen kann es an verschiedenen Stellen zu Fehlermeldungen kommen: Dementsprechend lässt sich nur schwer sagen, wie lange eine Stellwerkstörung andauert.

Liegengebliebener Zug

Trotz regelmäßiger Wartung und Überprüfung der Fahrzeuge im Zugverkehr kann es dazu kommen, dass ein Zug nothalten muss und nicht weiterfahren kann. Neben externen Faktoren wie einer Blockade auf der Strecke können Störungen in der Elektronik oder den automatischen Sicherheitssystemen auftreten. Einige der Probleme können direkt vor Ort gelöst werden, für andere müssen Experten kommen. Im Extremfall wird der Zug abgeschleppt.

Rettungseinsatz auf den Gleisen

Kommt es auf der Fahrt zu einem medizinischen Notfall oder einer Situation, in der die Polizei oder Feuerwehr angefordert werden muss, erfahren Sie dies meist über die Durchsage. „Notarzteinsatz am Gleis“ ist beispielsweise eine Beschreibung, die in solchen Fällen verwendet wird. Befinden Sie sich selbst im entsprechenden Zug, sollten Sie Ruhe bewahren und auf Anweisungen des Personals warten. Erfahren Sie am Gleis von dem Rettungseinsatz, sollten Sie sich auf längere Wartezeiten und Fahrplanänderungen einstellen.

„Verzögerungen im Betriebsablauf“ – Was bedeutet das?

Immer wieder hört man im Bahnverkehr die Durchsage: Es gibt eine Verzögerung im Betriebsablauf. Mit dem Ausdruck sind meist kleinere Verspätungen gemeint. Dazu zählen zum Beispiel ein Personenstau im Eingangsbereich oder die verspätete Bereitstellung eines Zuges. In der Regel kann die Fahrt nach einer kurzen Pause fortgesetzt werden.

Die Entschädigungsleistungen der Bahngesellschaften

Wenn sich Ihre Fahrt aufgrund einer Betriebsstörung verzögert und die Ursache dafür bei der Bahngesellschaft liegt, haben Sie Anspruch auf eine Entschädigung. Erreicht Ihr Zug den Zielbahnhof mit 60 Minuten Verspätung, erhalten Sie eine Entschädigung von 25 % des gezahlten Fahrpreises. Ab einer Verspätung von 120 Minuten beträgt die Rückzahlung 50 %. Wie Sie einen Antrag auf Entschädigung einreichen können und was zu beachten ist, erfahren Sie auf der Website des verantwortlichen Verkehrsunternehmens. Informationen zu Entschädigungsleistungen der Mitteldeutschen Regionalbahn erhalten Sie unter der Kategorie „Fahrgastrechte“.

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Sicherheitseinrichtungen und Nothilfemittel im Zug

Für Notsituationen, die auf einer Zugfahrt auftreten können, gibt es unterschiedliche Sicherheitseinrichtungen und Nothilfemittel. Dabei ist es nicht nur gut, diese zu kennen, sondern auch zu wissen wann sie verwendet werden dürfen.

Egal, was für ein Notfall eintritt: Zunächst sollten Sie versuchen, Ruhe zu bewahren. Schaffen Sie sich einen Überblick über die Situation und gehen Sie im Kopf durch, was zu tun ist. Um ein geeignetes Nothilfemittel zu finden, helfen Ihnen Hinweisschilder und Piktogramme an den Fenstern und Wänden im Zug.

Notbremse

Bei unmittelbarer Lebensgefahr, die durch das Halten des Zuges vermieden werden kann, sollten Sie die Notbremse ziehen. Diese befindet sich meist im Einstiegsbereich und ist mit einem auffälligen Piktogramm versehen. Ein medizinischer Notfall  stellt hierbei eine Ausnahme dar: In diesem Fall sollten Sie die Notbremse nicht betätigen. Lesen Sie alles zum Gebrauch der Notbremse auf unserem Blogartikel nach.

Alarmknopf

Im Eingangsbereich eines jeden Wagens der Züge im Nah- und Fernverkehr befindet sich ein sogenannter Alarm- oder Notfallknopf. Dieser kann unterschiedlich aussehen, ist jedoch in allen Fällen mit den Worten „Alarm“, „Notfall“, „Hilferuf“ oder „Sprechstelle“ gekennzeichnet. Über diesen Knopf stellen Sie eine direkte Verbindung zum Fahrzeugführer her. Dies sollten Sie tun, wenn ein medizinischer Notfall vorliegt, sich eine Person gewaltsam verhält oder sich eine anderweitige Gefahrensituation entwickelt, über die das Zugpersonal schnellstmöglich informiert werden muss. Aus dem Fahrerstand kann anschließend der Notarzt oder die Polizei informiert werden.

Notfallkoffer

In jedem ICE und IC muss ein Notfallkoffer im Zug vorhanden sein. Auch im Regionalverkehr befindet sich in der Regel ein Erste-Hilfe-Set an Board. Der Aufenthaltsort ist mit einem grünen Hinweisschild gekennzeichnet, auf dem sich ein weißes Kreuz oder ein weißer Koffer befindet. Sollten Sie sich unsicher sein, weiß das Zugpersonal, wo sich der nächste Notfallkoffer befindet. Ein Defibrillator ist spätestens am nächsten Bahnhof erreichbar.

Feuerlöscher

Im Fernverkehr gibt es in jedem Wagon einen Feuerlöscher. Und auch auf den meisten regionalen Verbindungen ist ein Feuerlöscher im Wagen vorhanden. Dieser befindet sich in der Regel zwischen zwei Sitzgruppen. Anhand eines Piktogramms mit einem Feuerlöscher und einem Pfeil ,nach unten ist die Stelle gekennzeichnet. Wenn Sie keinen Feuerlöscher finden können, befindet sich immer einer beim Zugführer im Führerstand. Diesen sollten Sie in jedem Fall über ein Feuer im Zug  informieren: Den Kontakt dorthin stellen Sie über den Alarmknopf her.

Nottürentriegelung

In der Nähe der Notbremse im Eingangsbereich des Wagens befindet sich eine sogenannte Nottürentriegelung. Damit kann die Zugtür im Notfall per Hand geöffnet werden. Hier gilt jedoch das gleiche wie bei der Notbremse: Wer die Einrichtung ohne Grund betätigt, macht sich strafbar. Die Nottürentriegelung funktioniert nur, wenn der Zug steht. Daher ist es sinnvoll, vorab den Zugführer über den Alarmknopf über die Gefahrensituation zu informieren: Das Personal weiß, ob ein Ausstieg die sicherste Variante ist. Denn ein unbedachter, eigenmächtiger Ausstieg mitten auf der Zugstrecke kann aufgrund von möglichem Gegenverkehr, Strom auf den Gleisen und anderen Risiken gefährlich sein.

Nothammer

Auch dieses Notfallmittel haben Sie sicherlich schon einmal im Zug gesehen: Der Nothammer ist dafür gedacht, das Fenster in einer Gefahrensituation einschlagen zu können. Entwickelt sich nach einem Unfall ein Feuer im Zug und die Tür lässt sich nicht öffnen, kann der Nothammer den Ausstieg ermöglichen. Nutzen Sie den Hammer jedoch nur, wenn es keine andere Möglichkeit zum Aussteigen gibt oder wenn Ihnen das Zugpersonal entsprechende Anweisungen erteilt.

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Was passiert mit dem Zug nach der Fahrt?

Es ist spät am Abend, und ein Zug rollt nach seiner letzten Fahrt des Tages in den Bahnhof. Alle Reisenden steigen aus und verlassen den Bahnhof – Doch was geschieht nun mit dem Fahrzeug? Wer kümmert sich darum, und wo parkt es über Nacht?

Nachdem der Zug im Zielbahnhof angekommen ist, erfolgt zunächst ein Kontrollgang. Hierbei überprüfen die Mitarbeiter, ob auch wirklich alle Reisenden ausgestiegen sind und ob es grobe Verschmutzungen oder Mängel im Innenraum gibt, die über Nacht beseitigt werden müssen. Anschließend wird der Zug in den meisten Fällen vom Zugführer oder von einem Zugbereitsteller an seinen Abstellort gefahren.

Auf dem Abstellgleis, oder im Betriebswerk?

Wird ein Zug über Nacht nicht gebraucht, landet er auf einem Abstellgleis oder in einem Betriebswerk. In der Nähe einiger Bahnhöfe befinden sich außerdem große Lagerhallen, in denen mehrere Züge neben- oder hintereinander „parken“ können. Befindet sich der Zug in einem Kopfbahnhof, und ist er am nächsten Tag der erste, der wieder abfährt, kann er auch auf dem Gleis stehengelassen werden. Je nachdem, wann der Zug das letzte Mal gesäubert wurde, rückt nun das Reinigungspersonal an. Steht eine Wartung oder Tiefenreinigung auf dem Plan, muss er in ein besonderes Werk gefahren werden.

Die Reinigung

Mehrmals in der Woche werden alle Züge der Bahngesellschaften in Deutschland, egal ob Regionalbahnen oder Züge des Fernverkehrs, einer Innen-Reinigung unterzogen. Etwa 4 000 Mitarbeiter sind dafür verantwortlich. Einige davon reinigen den Zug auf der Fahrt oder bei der Ankunft im Zielbahnhof, die meisten arbeiten jedoch in den Werken. Bei einer Tiefenreinigung wird zunächst der Müll vom Boden und aus den Abfalleimern eingesammelt. Anschließend werden alle Oberflächen, darunter auch die Sitze und Fenster, gereinigt. Besonders viel Zeit nimmt die Säuberung der sanitären Anlagen in Anspruch.

Während der aktuellen Corona-Pandemie ist Hygiene und Sauberkeit in den Zügen und am Bahnsteig von besonderer Bedeutung. Denn nur so kann eine sichere Fahrt für alle Fahrgäste gewährleistet werden. Eine neu gestartete Reinigungsoffensive der Deutschen Bahn und vieler weiterer Verkehrsunternehmen beinhaltet zusätzliches Reinigungspersonal und veränderte Reinigungspläne, sodass die Oberflächen rund um die Uhr desinfiziert sind.

Prüfung und Wartung

Wurde ein Zug final abgestellt, folgt eine Überprüfung der gängigen Systeme. Beim ICE beispielsweise wird eine automatische Bremsprobe durchgeführt, Störungen werden behoben und die Systeme der Zugsicherung werden getestet. Anschließend fährt sich die Klimaanlage oder Heizung herunter.

Die regelmäßige Wartung der Fahrzeuge ist ein weiterer elementarer Teil des Sicherheitskonzepts der Bahngesellschaften. Je mehr Strecke gefahren wurde, desto detaillierter erfolgen die Wartungen in den Werkstätten.

All diese Maßnahmen und Vorkehrungen bleiben für die Zugreisenden weitgehend unbemerkt. Sie sehen am nächsten Tag nur den vorbereiteten Zug, der am Gleis auf sie wartet.

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Ansprechpartner für jede Situation auf Ihrer Zugfahrt

Vor und während ihrer Zugfahrt können Fragen und Situationen auftreten, für die Sie einen Ansprechpartner benötigen. Ihre erste Anlaufstation ist in den meisten Fällen der Zugführer. Dieser ist auf jeder Verbindungen des Nah- und Fernverkehrs dabei. Zugführer haben auf der Bahnfahrt verschiedene Aufgaben, angefangen bei der sicheren An- und Abfahrt des Zuges bis hin zur Kundenbetreuung. Zu erkennen sind sie oft an ihrer roten Armbinde, beziehungsweise ihrer Uniform. Welche Ansprechpartner Ihnen außerdem weiterhelfen können, lesen Sie auf diesem Beitrag.

Fragen zu Verbindungen und Umsteigemöglichkeiten

Haben Sie vor der Reise Fragen zu Verbindungen im Nahverkehr, können Sie das Service Telefon der Mitteldeutschen Regionalbahn anrufen (0341 231898288) oder Ihre Frage online über das Kontaktformular stellen. Die Mitarbeiter im Kundencenter in Ihrer Nähe helfen Ihnen auch vor Ort gern weiter.
Im Fernverkehr erreichen Sie den Service der Deutschen Bahn in einem der DB Reisezentren  und unter 030 2970. Haben Sie während der Fahrt eine Frage zu Ihrem Anschluss oder wollen mit einem Taxi vom Bahnhof weiterfahren, können Sie sich an das Zugpersonal wenden.

Hilfe für Menschen mit Behinderung

Für Menschen mit einer Behinderung oder Personen, die nicht mehr so mobil sind, steht auf allen Verbindungen der Mitteldeutschen Regionalbahn ein Kundenbetreuer zur Verfügung. Das Servicepersonal hilft Ihnen beim Einstieg, bei der Platzsuche und beim Ausstieg. Damit alles reibungslos funktioniert, sollten Sie Ihre Reise mindestens 24h vorher unter der Nummer 0341 231898288 (24 h, Ortstarif) anmelden.
Bei einer Reise im Fernverkehr können Sie den Mobilitätsservice der Deutschen Bahn unter 0180 6512512 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf) kontaktieren. Auch hier ist es ratsam, sich bereit 24h vorher anzumelden.

Hilfe beim Gepäck

Haben Sie unhandliches oder schweres Gepäck, das Ihnen beim Ein- und Ausstieg Probleme bereitet, hilft ihnen das Zugpersonal in der Regel gern weiter. Auch Mitreisende können Sie um Unterstützung bitten. Wollen Sie entspannt und zusätzliche Belastung reisen, können Sie vor der Fernreise den DB Gepäckservice benachrichtigen, der Ihr Gepäck per Post verschickt.

Ansprechpartner in medizinischen Notfallsituationen

Bei einem medizinischen Notfall im Zug sollten Sie versuchen, die Situation richtig einzuschätzen. Ist eine Person bewusstlos oder schwebt in ernster Lebensgefahr, sollten Sie umgehend den Notruf unter der 112 wählen. Die Notrufstelle kann anschließend das Zugpersonal informieren. Besteht kein akuter Handlungsbedarf, sollten Sie das Zugpersonal aufsuchen. Dieses kann Sanitäter zum nächsten Bahnhof bestellen sowie mit einer Durchsage nach medizinischem Personal im Zug fragen.

Ansprechpartner bei Vandalismus

Werden Sie Zeuge von Vandalismus am Bahnhof oder im Zug, sollten Sie zunächst für Ihre eigene und die Sicherheit von Mitreisenden sorgen. Versuchen Sie nicht, die Täter aufzuhalten, sondern wenden Sie sich direkt an das Zugpersonal. Sie können den Vorfall außerdem bei der Bundespolizei unter 0800 6 888 000 sowie der Sicherheitszentrale der Bahn unter 030 297-51114 melden. Auch die verantwortlichen Landespolizeistellen nehmen entsprechende Vorfälle auf. Merken Sie sich Ort, Zeit und eventuelle Merkmale des Täters, und geben Sie diese weiter.

Hilfe bei Bedrohung durch andere Fahrgäste

Kommt es zu einer bedrohlichen Situation, in der Sie eine Gefahr für sich und andere Mitreisende sehen, können Sie zunächst das Zugpersonal benachrichtigen. Dieses ist speziell geschult und kann versuchen, eine Situation zu eskalieren. Kommt es zu einem körperlichen Angriff wie einer Schlägerei, sollten Sie die Polizei rufen. Die Sicherheit an Bahnhöfen und Zügen fällt in den Aufgabenbereich der Bundespolizei. Wählen Sie also die 112, und entfernen Sie sich wenn möglich schnell aus der Gefahrensituation.

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Zug fahren bei extremen Wetterlagen

Hitze, Sturm, extreme Kälte oder Gewitter können das öffentliche Leben stark einschränken. So muss manchmal auch der Zugverkehr angepasst oder im schlimmsten Fall sogar eingestellt werden. Es stellt sich die Frage: Wie sicher ist Zug fahren bei extremen Wetterlagen? Und welche Maßnahmen werden getroffen, um die Schädigung von Reisenden zu verhindern?

Hitze und Kälte

Extreme Temperaturen im Sommer und Winter können auch Einfluss auf den Bahnverkehr haben. Die Klimaanlagen der Züge sind für Temperaturen bis zu 32 Grad Celsius ausgelegt. Steigen die Temperaturen weiter, kann die Technik ausfallen. Starke Hitzeperioden können außerdem dazu führen, dass sich die Schienen ausdehnen. Um dies zu verhindern, werden die Seiten der Bahnstrecken mit Bäumen bepflanzt, die Schatten spenden. Auch weiße Farbe auf den Schienen kann die Temperatur senken. Worauf Sie bei extremer Hitze außerdem achten sollten, erfahren Sie auf unserem Blog zu „Sommerhitze während der Bahnfahrt“ .

Schon vor den Wintermonaten bereiten sich die Bahngesellschaften auf Kälteperioden vor. Die Züge werden ausgiebig überprüft, die Streugutreserven werden aufgefüllt, Einsatzpläne werden geschrieben und das Personal für den Ernstfall geschult. Bei einem Kälteeinbruch mit Eis und Schnee kommen Frostschutzmittel an den Rädern und Schneeschleudern zum Einsatz. Außerdem sind die Weichen mit einer Heizanlage ausgestattet, damit sie nicht zufrieren. Auf unserem Blog lesen Sie, wie Sie sich im Zug bei extremer Kälte verhalten sollten.

Alles in allem ist das Bahnfahren bei Hitze und Kälte sicher – Es kann jedoch vermehrt zu Verspätungen und Zugausfällen kommen, wenn beispielsweise die temperaturempfindliche Technik versagt.

Wenn der Herbststurm kommt

Umgekippte Bäume und abgeknickte Äste auf den Schienen können den Zugverkehr für längere Zeit lahm legen. Ab Windstärke 9 nach der Beaufort-Skala, was einer Geschwindigkeit von 75 bis 88 km/h entspricht, sprechen Meteorologen von einem Sturm. Gegenstände wie Mülltonnen und Bäume können auf die Strecke rollen oder fallen, und den Zug im Extremfall zum Entgleisen bringen. Warum dies jedoch sehr unwahrscheinlich ist, erfahren Sie auf unserem Blog zum Thema “So bleibt der Zug auf den Schienen”. Beim Auffahren des Zuges auf größere Gegenstände können Fahrgäste im Innenraum verletzt werden. Daher werden die Grünstreifen rund um die Gleise regelmäßig beschnitten, um die Gefahr durch herabfallende Äste zu verringern. Auch Oberleitungen kann es treffen. Wenn diese umknicken oder reißen, ist die Strecke meist für eine längere Zeit nicht mehr befahrbar.
Wird das Risiko bei einem starken Sturm von Experten als zu hoch eingeschätzt, stellen die Bahngesellschaften den Verkehr komplett ein. Mit dieser Vorsichtsmaßnahme wird auch verhindert, dass Fahrgäste auf der Strecke festsitzen, sollte die Weiterfahrt nicht mehr möglich sein.

Zug fahren bei Starkregen

Starkregen ist normalerweise nicht gefährlich für Zugreisende. Die Geschwindigkeit des Zuges muss unter Umständen reduziert werden, da die Sicht eingeschränkt ist. Die Spurführung ist durch die Schienen jedoch abgesichert. Daher kann der Zug nicht durch Unachtsamkeit, wie bei einem Auto, von der Strecke abkommen, und es müssen keine weiteren Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Nur bei anhaltendem Regen, der den Wasserspiegel von Flüssen und Seen ansteigen lässt, ist Vorsicht geboten: Die Brückenpfeiler, auf denen der Zug das Gewässer überquert, können instabil werden. Daher werden Brücken für schwere und besonders schnelle Züge bei Hochwasser vorsichtshalber gesperrt.

Keine Angst vor dem Gewitter

Die größte Angst von Zugreisenden während eines Gewitters besteht wohl darin, dass der Zug vom Blitz getroffen wird. Doch die Wahrscheinlichkeit und die Gefahr, die davon ausgeht, ist sehr gering. Sollte es dennoch zu einem Einschlag kommen, wird die Energie direkt in den Boden geleitet. Der Wagon funktioniert wie ein Faraday’scher Käfig: Er schützt als elektrischer Leiter die sich im Innenraum befindenden Personen.
Schlägt ein Blitz jedoch in ein Stellwerk oder eine Signalanlage ein, hat dies Konsequenzen für den gesamten Verkehr auf dieser Strecke. Meist dauert es einige Zeit, bis die Schäden wieder repartiert werden können. Auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes können Sie vor Ihrer Zugfahrt überprüfen, ob aktuell Wetterwarnungen auf Ihrer Strecke vorliegen. An diesen Daten orientieren sich auch die Bahngesellschaften in Deutschland.

 

Photo by Steffen Lemmerzahl on Unsplash

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Brand im Zug – So verhalten Sie sich richtig

Seitdem ein großer Teil des Schienenverkehrs elektrisch betrieben wird, ist das Risiko für einen Brandausbruch im Zug stark gesunken. Materialien und automatische Sicherheitssysteme wurden verbessert, und das Zugpersonal in regelmäßigen Abständen geschult. Trotzdem ist ein Feuer durch technisches oder menschliches Versagen nie ganz ausgeschlossen. Hier erfahren Sie, wie Sie sich bei einem Brand richtig verhalten.

Was tun bei Feuer im Zug?

Bei einem kleinen Ausbruch, bei dem die Brandursache sichtbar ist (zum Beispiel eine Zigarette), sollten Sie augenblicklich versuchen das Feuer zu löschen. Dafür stehen in ICE-Wagen Feuerlöscher zur Verfügung. Bekommen Sie das Feuer nicht unter Kontrolle, ziehen Sie die Notbremse. Verlassen Sie zusätzlich die Brandstelle und schließen Sie, wenn vorhanden, die Türen des Abteils. Suchen Sie das Zugpersonal auf und melden Sie den Vorfall. Dies sollten Sie auch tun, wenn das Feuer gelöscht werden konnte.
Bemerken Sie eine Rauchentwicklung im Zug, ohne die Ursache zu erkennen, sollten Sie umgehend die Notbremse ziehen. Auch starker Gasgeruch ist zu melden. Entfernen Sie sich vom vermeintlichen Brandherd und warten Sie auf die Anweisungen durch das Zugpersonal. Erst, wenn Sie dazu aufgefordert werden, verlassen Sie ruhig und geordnet den Zug.

Feuer im Tunnel

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich ein Brand in einem Tunnel entwickelt, hat die Deutsche Bahn ein Maßnahmenpaket aus vier Schwerpunkten zusammengestellt:

1. Präventivmaßnahmen

In einem Tunnel wird die Begegnung zwischen Reise- und Güterzügen grundsätzlich ausgeschlossen. Es herrscht ein gesetzlich geregeltes absolutes Begegnungsverbot. Außerdem müssen Flucht- und Rettungswege sowie in regelmäßigen Abständen Notausgänge vorhanden sein, die mit Symbolen und Leuchtzeichen gekennzeichnet sind. Zusätzlich werden Tunnel und Züge regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit und Sicherheit geprüft.

2. Ereignismindernden Maßnahmen

Kommt es zu einem Brand, wird versucht noch bis zum Tunnelende weiterzufahren. Der Zugführer hat dazu die Möglichkeit, eine getätigte Notbremsung zu überbrücken, bis eine geeignete Stelle zur Evakuierung erreicht wurde. Außerdem gibt er eine Warnung an die Leitstelle und an sich in der Nähe befindliche Züge durch. Auch automatische Sicherheitssysteme registrieren den Brand und sorgen dafür, dass keine weiteren Züge in den Tunnel einfahren.

3. Maßnahmen zur Selbstrettung

Kann der Zug den Tunnel nicht verlassen, greifen die Maßnahmen zur Selbstrettung. Die Reisenden befolgen die Anweisungen des geschulten Zugpersonals und nutzen Flucht- und Rettungswege, um den Tunnel zügig zu verlassen.

4. Maßnahmen zur Fremdrettung

Unter Fremdrettung werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die von externen Stellen wie Feuerwehren und Rettungsdiensten erfolgen. Dafür muss zunächst die Kommunikation zum Zug sichergestellt werden. Der Zugang zum Brand erfolgt über Rettungsplätze und Zufahrten. Spezielle Löschzüge kommen zum Einsatz.

Photo by Marc Kleen on Unsplash

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Zugfahren zu Großveranstaltungen

Die Anreise mit der Bahn zu Konzerten oder Fußballspielen wird immer beliebter. Für viele ist es eine praktische Variante, um auch mit größeren Reisegruppen schon auf dem Weg zum Veranstaltungsort eine schöne Zeit zu haben. Doch immer wieder kommt es zu hässlichen Szenen: Sachbeschädigung und Pöbeleien in den Bahnen und am Bahnsteig sind leider keine Seltenheit. Wir geben ein paar Tipps, wie Sie auch zu Großveranstaltungen sicher reisen.

Reisen zu Konzerten oder Festivals

Jährlich finden vor allem im Sommer zahlreiche verschiedene Festivals und Konzerte in ganz Deutschland statt. Dafür reisen Fans sehr gern mit der Bahn an. Ein Beispiel: Zum Musikfestival „Fusion“ haben 2019 rund 30 000 Menschen die Bahn als Verkehrsmittel genutzt. Trotz zahlreicher Sonderzüge kam es zu Verspätungen und die Züge waren überfüllt. Fahrräder durften nicht mitgenommen werden.
In den Zügen ist die Stimmung meistens gut, ausgelassen bereiten sich die Kulturfans auf die Veranstaltungen vor oder lassen sie auf der Rücktour noch ein wenig ausklingen. Wenn Sie also kein Problem mit vollen Abteilen und lauten Menschen in Feierlaune haben, können Sie ohne Sorge zu der entsprechenden Zeit reisen. Anders ist das häufig bei Fußballspielen.

Das Problem mit dem Fußball

Während der normalen Bundesliga-Saison nutzen rund 100 000 Fans jedes Wochenende die Bahn, um zu den Stadien zu kommen. Dafür werden sogar Sonderzüge eingesetzt. Um die Reise für alle Beteiligten zu optimieren, arbeitet beispielsweise die Deutsche Bahn seit einiger Zeit eng mit zahlreichen Fangruppen zusammen. Auch stimmen sich die Bahnunternehmen im Vorfeld gemeinsam mit der zuständigen Bundespolizei ab, um mögliche Gefährdungspotenziale abzuwägen und diesen deeskalierend entgegen zu wirken.
Dennoch kommt es immer wieder zu Sachbeschädigungen und Pöbeleien, sowohl am Bahnhof als auch im Zug. Die Zahl der Randalierer ist im Vergleich zu den friedlichen Fans gering. Doch sie reicht aus, um Bahnhöfe in einen Ausnahmezustand zu versetzen. Die Bahnunternehmen zahlen jährlich Beträge in Millionenhöhe, um die Schäden zu beseitigen.

Sollten Sie sich an einem Gleis oder in einem Zug befinden, in dem auch gewaltbereite Fans reisen, gilt es, aufmerksam zu sein. Wechseln Sie zum Beispiel das Abteil oder den Wagen, oder bewegen Sie sich am Bahnsteig weg von der Gruppe. Suchen Sie sich andere Personen, die vertrauenswürdig erscheinen. Außerdem können Sie jederzeit das Zug- und Bahnhofspersonal um Unterstützung bitten. Wenn andere Fahrgäste in Ihrer Nähe sind und Sie nicht direkt bedroht werden, können Sie die Randalierer höflich darum bitten, das störende Verhalten zu unterlassen. Von Alleingängen sollten Sie jedoch absehen, da die Personen häufig gereizt und emotional reagieren. Die Situation kann schnell eskalieren.
Sind Sie Zeuge von Sachbeschädigung, suchen Sie das Zug- oder Bahnhofspersonal auf. Alternativ können Sie die Bundespolizei unter 0800 6 888 000 über den Vorfall informieren.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Bei der Planung einer Zugfahrt sind vor allem folgende Aspekte für die Reisenden relevant: Reisedauer, Verbindung und Ticketpreis. Manchmal lohnt sich jedoch zusätzlich ein Blick in den Terminkalender. Informationen darüber, ob eine Großveranstaltung stattfindet, gibt es zum Beispiel auf regionalen Websites oder Veranstaltungsplattformen. Wer also lieber stressfrei reist und die Möglichkeit hat, sollten einen Zug früher oder später buchen.

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Praktische Apps für Ihre Zugreise

Wenn Sie eine längere Bahnreise planen, können Apps eine echte Unterstützung sein. Egal ob Verbindungssucher oder Zeitüberbrücker: Die passenden Apps können Sie sich Zuhause herunterladen und haben Sie immer und überall dabei.

Ohne Stress zum Anschlusszug

Nichts ist nerviger als einen Zug zu verpassen, weil man am falschen Gleis steht oder die Verbindung zu knapp geplant hat. Eine App kann Ihnen das Leben auf der Zugfahrt erleichtern, indem sie alle Informationen zu der Verbindung gibt und über eventuelle Störungen informiert.
Am häufigsten wird von Zugreisenden die Navigator-App der Deutschen Bahn verwendet. Geben Sie einfach Ihren Start- und Zielort ein: Schon erhalten Sie alle möglichen Zugverbindungen innerhalb Europas. Auch die Abfahrtszeit lässt sich individuell einstellen. Mit einem zusätzlichen Filter können Sie zum Beispiel festlegen, mit welcher Bahn Sie reisen wollen. Außerdem erhalten Sie Echtzeit-Infos und einen Verspätungsalarm. Auch der Ticketverkauf lässt sich unkompliziert über die App regeln.
Regionale Informationen aus dem Raum Mitteldeutschland erhalten Sie mit der MRB-App . Mit der Verbindungssuche können Sie ganz spontan die vorhandenen Anschlüsse checken, und sich im nächsten Schritt das Ticket auf ihr Handy buchen. Das funktioniert sowohl für Regionalbahnen und Busse, als auch für den Straßenbahnverkehr.

Neue Stadt – Neue App

Sind Sie an Ihrem Zielbahnhof angekommen, gilt es sich zu orientieren. Müssen Sie anschließend mit Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, hilft eine App für den ÖPNV wie die schon genannte MRB App oder die Öffi Fahrplanauskunft . Sind Sie zu Fuß unterwegs, ist der Klassiker Google Maps empfehlenswert.

Apps für Sie und die ganze Familie

Vor allem bei der Reise mit Kindern ist es gut, einige Apps zur Unterhaltung auf dem Handy zu haben. Ein Hörbuch kann zum Beispiel die zwei Stunden Zugfahrt wie im Flug vergehen lassen. Denken Sie jedoch daran, sich Kopfhörer einzustecken, damit sich Ihre Mitreisenden nicht gestört fühlen. Die Apps Audible und bookbeat bieten zahlreiche spannende Hörbücher und Podcasts für Kinder und Erwachsene an.
Daneben gibt es eine riesige Auswahl an Spiel-Apps mit klassischen Spielen, Quiz und Rätseln oder anderen Langeweile-Vertreibern. Eine witzige Variante zum gemeinsam Spielen ist die Stadt Land Fluss-App, die sich in jedem App-Store finden lässt. Mit dem zeitlosen Klassiker lässt sich die Zeit vertun, auch wenn mal nicht so viel Platz für Stift und Papier vorhanden ist.

Wetter & Wecker – Die kleinen Kniffe für eine entspannte Reise

Manchmal ist es hilfreich, während der Zugfahrt das Wetter zu checken. Das kann am Ankunftsort ganz anders sein als dort, wo Sie losgefahren sind. Auch äußerst praktisch: Ein Wecker, der Sie davor bewahrt, die Station zu verschlafen. Klingt banal, kann Ihnen jedoch viel Stress ersparen.

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Frau einsam vor einem fahrenden Zug

Rassismus im Zug – Wie kann ich helfen?

Tagtäglich werden Menschen in aller Öffentlichkeit Opfer von Rassismus. Dazu gehören Beschimpfungen und Angriffe aufgrund der vermeintlichen Herkunft oder einer Religionszugehörigkeit. Sie werden anders behandelt oder ausgegrenzt. Viele Beobachter solcher Situationen schweigen und schauen zu – häufig sind Sie mit der Situation überfordert und wissen nicht, was sie tun können. Doch Schweigen ist für die Betroffenen so schlimm wie der Angriff selbst.

Wann sollte ich eingreifen, und wann nicht?

Eine Situation richtig einzuschätzen, ist niemals leicht. Fühlt sich die Person überhaupt angegriffen? War das eine Beleidigung? Hier gibt es keine klare Grenze. Hören Sie daher auf Ihr Bauchgefühl: Meist haben wir ein gutes Gespür dafür, ob jemand beleidigt oder aggressiv angegangen worden ist. Greifen Sie lieber einmal mehr in die Situation ein, und bieten Sie der betroffenen Person Ihre Hilfe an. Stellen Sie Augenkontakt her und begeben Sie sich in unmittelbare Nähe. Sätze wie „Ich helfe Ihnen“ geben dem Betroffenen Sicherheit.

Machen Sie auch andere auf die Situation aufmerksam. Meist ist es leichter, wenn sich mehrere Fahrgäste oder das Zugpersonal gemeinsam einschalten. Werden Sie vom Zuschauer zum Helfer, und zeigen Sie der betroffenen Person, dass Sie nicht allein ist.

Schützen Sie sich selbst!

Beobachten Sie das Verhalten des Angreifers genau. Wendet er sich ab? Oder wird er noch aggressiver? Auf keinen Fall sollten Sie sich unnötig in Gefahr bringen. Berühren Sie den Täter nicht, und wenden Sie keine Gewalt an. Auch verbal sollten Sie sich nicht provozieren lassen: Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit darauf, der betroffenen Person zu helfen. Das schaffen Sie nur mit Ruhe und Übersicht. Sollte es zu einem körperlichen Übergriff kommen, machen Sie sich laut bemerkbar. Rufen Sie „Stopp! Aufhören!“ und holen Sie ihr Telefon hervor. Rufen Sie die Polizei und filmen Sie das Geschehen. Die Videos dürfen Sie zwar nicht veröffentlichen, jedoch zeigen Sie dem Angreifer, dass sein Handeln Konsequenzen haben wird. Außerdem können Sie den Zugführer  informieren. Im äußersten Notfall betätigen den Notknopf oder die Notbremse. Mehr zu diesen beiden Varianten lesen Sie in unserem Beitrag über den Einsatz von Notbremsen.

Nach dem Angriff

Häufig werden rassistische Vorfälle nicht gemeldet. Merken Sie sich Gesicht und Kleidung des Täters und erstatten Sie in Absprache mit der betroffenen Person Anzeige. Bitten Sie andere Fahrgäste, sich als Zeugen zu melden. Lassen Sie die Person nach dem Angriff nicht allein, und vergewissern Sie sich, dass es ihr gut geht. Bieten Sie ihr an, eine Verbindung zu einer Beratungsstelle aufzubauen, bei der sie professionelle Hilfe bekommen kann. Eine Übersicht zu Beratungsstellen finden Sie auf der Seite der Amadeo Antonio Stiftung.

Wie kann ich mich vorbereiten?

Personen, die selbst keine Erfahrungen mit Rassismus gemacht haben, sollten Betroffenen zuhören und sich mit ihren Sichtweisen und Erfahrungen auseinander setzen. Außerdem können Sie sich durch Gedankentraining auf eventuelle Situationen vorbereiten. Stellen Sie sich vor, wie Sie reagieren und was Sie sagen würden. Das gibt Ihnen Sicherheit, sollte es zu einer entsprechenden Situation kommen. Auch hier hilft Ihnen die Amadeo Antonio Stiftung . Auf der Seite finden Sie weitere Informationen zum Thema Rassismus und Hinweise, wie Sie sich bei rassistischen Übergriffen richtig verhalten.

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