Corona-Krise: Das ist wichtig für Ihre sichere Zugfahrt

Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf unser bisher gewohntes Leben. Für Ihre sichere Zugfahrt gibt es daher einiges zu beachten, damit Sie sowohl sich als auch Ihre Mitreisenden und Mitarbeiter der Bahnunternehmen vor einer Ansteckung schützen. Wir haben Ihnen zusammengestellt, worauf Sie jetzt achten sollten.

Mit diesen Bestimmungen wird trotz der Corona-Krise eine sichere Zugfahrt gewährleistet 

Grundsätzlich gilt, dass für Bahnreisende keine erhöhte Gefahr einer Ansteckung besteht. Dennoch sollten Sie sich an die vereinbarten Maßnahmen halten. Denn so schaffen wir es alle gemeinsam, die Ausbreitung des Coronavirus weiter erfolgreich einzudämmen.

Hygienemaßnahmen in Zügen und Kundenzentren

Mit verstärkten Reinigungsmaßnahmen beugen die Bahnunternehmen der Verbreitung des Corona-Virus vor. So führen die Reinigungsdienstleister antivirale und antibakterielle Desinfektionen an Türgriffen, Haltestangen, Türöffnungstastern und WCs durch.

Zu diesem Maßnahmenpaket gehört außerdem die Installation von Plexiglasscheiben in den Reise- und Kundenzentren der Bahnhöfe.

Generell gilt im Reise- und Kundenzentrum:

  • Achten Sie auf die Zugangsregelungen. Sind bereits mehrere Kunden im Wartebereich, so warten Sie bitte außerhalb des Kundenzentrums.
  • Tragen Sie eine Mund-Nase-Bedeckung.
  • Halten Sie den Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern ein.
  • Bezahlen Sie Ihr Ticket möglichst bargeldlos.

Mund-Nase-Bedeckung in Bus und Bahn

In allen Zügen, Bussen und Bahnhöfen gelten die allgemeinen Hygiene-Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Laut dieser Empfehlung müssen Sie seit dem 20. April in allen Bundesländern eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, wenn Sie die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Dadurch helfen Sie, sich und andere zu schützen. Natürlich sind auch die Mitarbeiter der Bahnunternehmen dazu verpflichtet, einen entsprechenden Schutz zu tragen.

Beachten Sie dabei unbedingt, dass das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung nicht von den allgemeinen Hygieneregeln befreit. Es gilt trotzdem die Nies- und Hustetikette. Niesen und husten Sie daher in die Armbeuge und wenden Sie sich dabei von weiteren Fahrgästen ab. Halten Sie außerdem wo möglich 1,5 bis 2 Meter Abstand zu anderen Fahrgästen.

Inwieweit Sie einen Mund-Nase-Schutz auch außerhalb des Zuges benötigen, hängt von den jeweiligen Bestimmungen des Bundeslandes ab. Informieren Sie sich daher unbedingt vor Ihrer Bahnfahrt über die geltenden Verordnungen der jeweiligen Bundesländer.

Hinweis: Sie müssen nicht zwingend einen medizinischen oder anderweitig zugelassenen Mundschutz verwenden. Auch Tücher, Schals oder ein selbstgenähter Mundschutz sind erlaubt.

Mindestabstand für eine sichere Zugfahrt während der Corona-Krise

Halten Sie den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern zu Mitreisenden und Mitarbeitern des Bahnunternehmens ein. Um diesen Abstand zu gewährleisten, sollten Sie die gesamte Länge des Zuges beim Ein- und Aussteigen nutzen. 

Fahrkartenverkauf während der Corona-Beschränkungen

Der Verkauf von Fahrkarten im Zug ist wieder möglich. Es gelten die Allgemeinen Beförderungsbedingungen uneingeschränkt. Eine Bahnfahrt ist daher nur mit gültiger Fahrkarte erlaubt. Ihre Fahrkarten erhalten Sie im Vorverkauf an Fahrkartenautomaten, Vorverkaufsstellen, online und im Zug bei den Kundenbetreuern.

Verdacht oder bestätigter Corona-Virus?

Falls Sie den Verdacht haben, am Corona-Virus erkrankt zu sein oder gar positiv auf das Virus getestet wurden, melden Sie sich bitte umgehend telefonisch bei Ihrem Hausarzt. Sie können auch das zuständige Gesundheitsamt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 kontaktieren. Wenn Sie positiv getestet wurden, geben Sie Ihre Zugfahrten der letzten 14 Tage an.

Tipp: Sie wollen noch mehr über sicheres Zugfahren erfahren? Auf unserer Seite haben wir Ihnen weitere Informationen in verschiedenen Beiträgen zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen viel Kraft für die aktuelle Situation. Bleiben Sie gesund.

Sind Sie während der Corona-Krise bereits wieder mit der Bahn gefahren? Wie sind Ihre Erfahrungen? Erzählen Sie uns Ihre Erlebnisse während Ihrer Zugfahrt in der Corona-Zeit gern als Kommentar.

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Klassenfahrt oder Gruppenreise – sicher mit der Bahn

Mit der Klasse oder einer großen Gruppe verreisen macht Spaß. Neben dem Bus steht Ihnen die Bahn für Ihre sichere Gruppenreise zur Verfügung. Wir verraten, worauf Sie achten sollten und wie die Reise mit größeren Gruppen gelingt.

Vor der Fahrt: Die Planung Ihrer Gruppenreise mit der Bahn

Sie planen eine Gruppenreise oder Klassenfahrt? Dann lassen Sie sich bei der Organisation vom Servicepersonal des jeweiligen Bahnunternehmens unterstützen. Im Kundencentern oder in Partner-Agenturen sowie telefonisch über das Service-Telefon erhalten Sie vom Kundenberater neben Vorschlägen für die günstigsten Verbindungen auch eine umfassende und individuelle Beratung.

Im Fernverkehr sowie in einigen Nahverkehrszügen ist eine Reservierung möglich. Buchen Sie Ihre Bahnreise langfristig und reservieren Sie entsprechend Ihre Sitzplätze im gleichen Wagen oder Abteil. So kann Ihre Gruppe zusammensitzen und Sie müssen nicht im Zug umherlaufen, um Ihre Gruppe zu beaufsichtigen.

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Für Ihre Reise mit Mitteldeutsche Regiobahn empfehlen wir, Ihre Gruppenreise ab 15 Personen mindestens 14 Tage im Voraus anzumelden. Hierfür stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

So buchen Sie Ihre Klassenfahrt oder Gruppenreise mit der MRB:

  • Über das Kontaktformular
  • Über das Service-Telefon zum Ortstarif: 0341 231898288
  • Persönlich in den MRB-Kundencentern

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Hinweis: Die Anmeldung Ihrer Gruppenreise ist besonders für Ihre geplante Reise an einem Wochenende notwendig, denn hier reisen viele mit der Bahn. Auch kurz vor den Sommerferien gibt es viele Schulausflüge und die Züge sind entsprechend voll. Erfahrungsgemäß sind die Strecken dann sehr stark ausgelastet. Trotz des hohen Reiseaufkommens ist es oft nicht möglich, weitere Züge einzusetzen.

Speichern Sie sich den Reiseverlauf ab oder drucken Sie den Reiseplan aus, damit Sie stets Ihre Reisedaten im Blick haben. Sollten Sie eine Reservierung haben, erkundigen Sie sich, in welchem Bereich des Bahnsteigs Ihr reservierter Wagen hält. So können Sie direkt einsteigen und müssen nicht alle auf der Suche nach den Sitzplätzen durch den Zug laufen.

Während der Fahrt: So gelingt die sichere Gruppenreise

Der Tag der Fahrt

Vereinbaren Sie einen Treffpunkt an einem zentralen Punkt im Bahnhof, nicht am Gleis. Direkt am Bahnsteig warten auch anderen Fahrgäste, es herrscht mehr Gedränge. Daher ist es am Gleis schwerer, die Ankunft verschiedener Gruppenteilnehmer zu überblicken und für deren Sicherheit zu sorgen. Teilen Sie Ihre Gruppe beim Einsteigen auf und lassen Sie nicht die gesamte Gruppen an einer Tür einsteigen. Dadurch entspannt sich das Einsteigen.

Hinweis: Bestimmen Sie eine Begleitperson, die als Letzte ein- und als Erste aussteigt.

Auf Ihrer Bahnfahrt managen Sie eine große Gruppe verschiedenster Kinder, Jugendlicher oder Erwachsener und die Kontrolle über die Bahntickets. Nicht zu vergessen: Die Stimmung Ihrer Mitreisenden über möglicherweise mehrere Stunden Zugfahrt. Als Begleitperson benötigen Sie daher eine wohlüberlegte Planung, Achtsamkeit und gleichzeitig Unterhalterqualitäten.

Das Gruppenticket

Nachdem Sie Ihr Gruppenticket frühestmöglich gebucht haben, sollten Sie dieses an einem festen Platz verstauen. So erleben Sie keine Überraschung oder langes Suchen. Ideal sind verschließbare Umschläge aus einem festen Material. Hier können Sie alle notwendigen Unterlagen zu Ihrer Reise verstauen und haben alles schnell griffbereit.

Die Mitreisenden

Sie kennen Ihre Gruppe am besten. Lassen Sie Kinder und Jugendliche bereits vor Abreise den gewünschten Sitzpartner wählen, dies vermeidet Stress im Waggon.

Das Gepäck

Taschen, Koffer und Co. sollten sicher verstaut werden. Große Koffer und Taschen in den vorgesehenen Zwischenräumen am Boden und leichtes Gepäck sowie Jacken in der Hutablage über den Sitzen. Wie Sie das Gepäck am besten verstauen, lesen Sie hier. Damit nichts vergessen wird: Weisen Sie Ihre Gruppe zeitig genug darauf hin, dass sie bald den Zielbahnhof erreichen.

Hinweis: Sie haben doch etwas im Zug vergessen? In unserem Blogartikel  erfahren Sie, wie Sie Ihre Fundsachen wiederbekommen.

Die Stimmung

Ältere Kinder beschäftigen sich selbständig. Bei jüngeren Reisenden können Sie kleine Spiele im Vorfeld vorbereiten. Lustig sind Spiele, die thematisch etwas mit einer Reise zu tun haben. Fragen Sie vor der Reise, was sich die Gruppe wünscht. Vielleicht gibt es Anregungen oder sogar Spielvorschläge. Im Notfall hilft ein kleiner Snack, um die Laune aufzuhellen. Schreiben Sie auf den Packzettel für die Eltern ein kleines Lunchpaket für die Bahnfahrt.

Mit einer frühzeitigen, gezielten Reiseplanung sorgen Sie für eine sichere und sorgenfreie Bahnreise. Sind Sie bereits mit einer Klasse oder Gruppe mit der Bahn gefahren? Wie waren Ihre Erfahrungen? Haben Sie weitere Tipps und Hinweise, damit die Bahnfahrt gelingt? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

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So verstauen Sie Ihr Gepäck sicher im Zug

Rucksack, Handtasche, Reisekoffer: Meist reist man mit Gepäck in der Bahn. Doch wo stellt man sein Gepäck am besten hin? Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Koffer und Co. sicher verstauen.

Beim Verstauen Ihres Gepäcks gibt es eine wichtige Regel: Gänge, Türen und Sicherheitseinrichtungen wie Feuerlöscher müssen frei bleiben! Denn die Gänge sind sowohl der Arbeitsplatz des Zugpersonals als auch Fluchtwege. Fluchtwege dienen auch Ihrer Sicherheit. Blockieren Sie außerdem mit Ihrem Gepäck weder die gekennzeichneten Stellplätze für Rollstühle noch andere Sitzplätze. So erleichtern Sie Ihren Mitfahrern und dem Personal die Fahrt. Und sorgen für Ihre eigene Sicherheit.

Um Ihren Koffer oder anderes Gepäck sicher auf Ihrer Bahnfahrt unterzubringen, gibt es verschiedene Orte.

Flaches Gepäck unter dem eigenen Sitz platzieren

Ihr kleiner Koffer oder Ihre Tasche passt bequem unter den Sitzplatz. Schieben Sie Ihr flaches Gepäck ähnlich wie das Handgepäck im Flugzeug einfach unter die Sitzfläche. Sie können kleine Koffer auch wischen Ihren Füßen abstellen und diese so arretieren. Achten Sie hierbei jedoch darauf, dass Sie keinen Sitzplatz blockieren oder Gurte und Griffe Ihrer Taschen zur Stolperfallen werden.

Kleine Koffer zwischen den Sitzen verstauen

Trifft ein Sitzpaar in Fahrtrichtung auf ein Sitzpaar gegen die Fahrtrichtung, so entsteht zwischen diesen Sitzreihen ein Zwischenraum. Hier können Sie kleinere bis mittlere Gepäckstücke oder schmale Koffer reinschieben. Durch die sich zugewandten Sitzlehnen ist Ihr Gepäck begrenzt und kann nicht umfallen.

Hinweis: Schieben Sie Rollkoffer mit den Rollen parallel zum Gang in den Zwischenraum, sonst kann dieser in Kurven auf den Gang rollen.

Schmale Taschen passen zwischen Tür und Sitzplatz

In einigen Zügen ist ein schmaler Platz zwischen der Großraumbereichstür und der hintersten Sitzreihe. Hier können Sie besonders schmale Taschen deponieren. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Gepäck die Tür nicht behindert und sich diese ohne Probleme schließt.

Größeres Gepäck, Jacken und Co.: Die Gepäckregale über den Sitzen

Gepäckablagen befinden sich über den Sitzen in den meisten Fernverkehrszügen in den Großraumbereichen und in den Abteilen. Die Ablagen bieten problemlos Platz für Ihren Koffer mit den Abmessungen 70x50x30 cm oder auch für sperriges Gepäck wie Jacken, Regenschirme und Co. In Regionalzüge sind die Gepäckablagen hingegen meist unterschiedlich groß: mal passt ein Koffer hinein, häufig aber nicht. Um den Platz in der Gepäckablage effektiv zu nutzen, legen Sie Ihre Koffer und Taschen mit der kurzen Seite nach vorne zeigend hinein. So passen deutlich mehr Koffer in die Ablage und das Gepäck verrutscht weniger.

Für Ihre Jacke befinden sich in einigen Zügen Haken in Fensternähe. Im Fernverkehr sind diese meist verschiebbar. Im Nahverkehr sind die Haken, wenn vorhanden, meist fix.

Achtung: Achten Sie auf die Köpfe Ihrer Mitfahrer, wenn Sie Ihr Gepäck in die Ablage legen und wieder herausnehmen.

Für große Koffer: Die Gepäckregale im Großraumbereich

Abhängig vom Fahrzeugtyp der Bahn befinden sich in den Zügen des Fernverkehrs weitere Gepäckablagen im Einstiegsbereich oder in der Wagenmitte zwischen den Sitzreihen des Großraumbereichs. Diese sehen wie Regale aus. Hier stellen Sie besonders große Koffer oder Ihren zusammengeklappten Kinderwagen ab. Wenn Sie Ihr Gepäck lieber im Blick behalten wollen, reservieren Sie sich gezielt Ihren Sitzplatz in der Nähe eines Großgepäckregals.

Fahrräder sicher auf der Bahnreise transportieren

Informieren Sie sich vor Ihrer Bahnfahrt über die Transportbedingungen für Ihr Rad. Hier gibt es bei den unterschiedlichen Anbietern verschiedene Regelungen. Beispielsweise ist die Fahrradmitnahme in den Zügen der Mitteldeutschen Regiobahn kostenfrei. Für Ihre Bahnfahrt mit der Deutschen Bahn benötigen Sie hingegen neben der Fahrradkarte auch eine Stellplatzreservierung. Achten Sie generell darauf, dass aus Platzgründen nur eine begrenzte Anzahl von Fahrrädern im Waggon erlaubt ist. Außerdem ist das Abstellen Ihres Fahrrads nur in den entsprechend markierten Bereichen möglich.

Ausnahme: Falträder und zusammengeklappte E-Roller können hingegen in den herkömmlichen Gepäckstauräumen sicher und ohne Beeinträchtigung anderer Kunden untergebracht werden.

Sind Sie bereits mit Kind und Kegel mit der Bahn gereist? Wie waren Ihre Erfahrungen, verschiedene Gepäckstücke zu verstauen? Erzählen Sie uns davon im Kommentarfeld – Wir freuen uns auf Ihre Geschichte.

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Wie gefährlich ist eine nächtliche Bahnfahrt für Frauen?

Ist Bahn fahren für Frauen spät am Abend oder nachts gefährlicher als am Tag? Nein! Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie sich am besten bei ihrer nächtlichen Fahrt verhalten sollten.

Als erstes eine Entwarnung: Laut Polizeistatistik sind Haltestellen oder öffentliche Verkehrsmittel für Frauen genauso sicher wie andere öffentliche Orte. Daher müssen sich Frauen vor einer nächtlichen Bahnfahrt nicht per se fürchten – die Gefährdungslage ist in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht höher. Dennoch ist bei vielen Frauen das subjektive Sicherheitsgefühl schlecht: Sie empfinden also eine Bedrohungssituation und meiden deshalb Bus und Bahn in der Dunkelheit. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen bis hin zur Angst vor Belästigung und Übergriffen. Doch wie kann man dieser Kriminalitätsangst begegnen?

Informieren Sie sich vor Ihrer Bahnfahrt

Seien Sie optimal vorbereitet: Suchen Sie bereits vor Ihrer Reise die beste Verkehrsverbindung raus. Wählen Sie eine Verbindung, bei der Sie unnötige Wartezeiten an den Haltestellen vermeiden.

Suchen Sie Rückendeckung

Falls Sie an einem Bahngleis warten müssen, stellen Sie sich mit Ihrem Rücken an eine sichere Abgrenzung wie der Wand des Wartehäuschen, eine Hauswand oder eine Stützmauer. Mit dieser Rückendeckung können Sie Ihre Umgebung sicher beobachten. Stellen Sie sich außerdem ins Licht oder zu anderen Personen.

Hinweis: An einigen Bahnhöfen gibt es eine Notrufsäule – von hier aus können Sie im Notfall einen Hilferuf absetzen.

Beobachten Sie aufmerksam Ihre Umgebung

Bleiben Sie aufmerksam und schauen Sie sich Ihre Umgebung genau an: Wer sind Ihre Mitreisenden? Gibt es Konfliktpotenzial wie etwa größere Reisegruppen, die angetrunken sind? Damit Sie nicht unnötig abgelenkt werden, sollten Sie über Ihre Kopfhörer nur leise Musik hören und sich nicht zu intensiv mit Ihrem Handy beschäftigen.

Tipp: Wie Sie gewaltbereite Mitreisende erkennen, lesen Sie in unserem Blogbeitrag.

Auch wenn die wohlige Wärme im Zug gepaart mit dem gleichmäßigen Rattern über die Schienen Ihre Müdigkeit verstärkt, sollten Sie wach bleiben. Wenn Sie Ihre Umgebung im Blick haben, haben Sie im Ernstfall ausreichend Zeit zum Reagieren.

Hinweis: Vermuten Sie jedoch nicht hinter jeder Person eine Gefahr, sonst steigern Sie sich unnötig in ein Angstgefühl.

Halten Sie Sichtkontakt

Wählen Sie einen Waggon, indem bereits mehrere Fahrgäste sitzen. Optimal sind verschiedene Reisende, die nicht zu einer einzelnen, großen Gruppe gehören. Sollte der Zug jedoch ziemlich leer sein, dann suchen Sie sich einen Sitzplatz im vorderen Wagenteil. Hier sind Sie stets in der Nähe des Fahrpersonals. Generell ist ein Sitzplatz ideal, von dem Sie möglichst den gesamten Waggon überblicken können. Setzen Sie sich außerdem nicht ans Fenster. Auf den Plätzen am Gang können Sie nicht eingekesselt werden und können schneller Ihren Sitzplatz verlassen.

Machen Sie auf sich Aufmerksam

Zeigen Sie deutlich, dass Sie nicht angesprochen werden wollen. Reagieren Sie dabei höflich und doch distanziert. Hier ist ein striktes „Nein!“ und das förmliche „Sie“ hilfreich. Wenn Sie sich belästigt fühlen, machen Sie dies klar: Sagen Sie laut, dass Sie sich belästigt fühlen. So erzeugen Sie bei den anderen Fahrgästen Aufmerksamkeit. Sprechen Sie im Ernstfall die anderen Fahrgäste an oder setzen sich zu ihnen.

Übergriffe nicht bagatellisieren

Mit der Reform des Sexualstrafrechts wurden die Rechte der Frau maßgeblich gestärkt. Wurden bisher ungewollte Berührungen lediglich als Beleidigung geahndet, gilt nun derart überrumpelndes Verhalten als sexuelle Nötigung. Hierzu zählen Berührungen, die sexuell bestimmt sind und durch die sich der Angegriffene belästigt fühlt. Erleben Sie eine derartige Situation haben Sie das Recht, zur Polizei zu gehen und diese Belästigung anzuzeigen. Nutzen Sie Ihre Rechte und verharmlosen Sie das Verhalten nicht.

Wehren Sie sich

Verbal oder körperlich – viele Angreifer erwarten dies nicht und lassen überrascht ab. Für Ihr Selbstwertgefühl ist es wichtig, Ihre persönliche Grenze abzustecken. Machen Sie sich nicht klein! Gemeinsam mit anderen zu reisen schafft zudem Sicherheit. Suchen Sie unter den Reisenden doch eine weitere allein reisende Frau und schließen sie sich zusammen.

Reisen Sie nachts allein mit der Bahn? Haben Sie dabei schon einmal eine brenzlige Situation erlebt oder beobachtet? Wie haben Sie reagiert? Lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben und schreiben Sie einen Kommentar.

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Sichere Bahnfahrt mit dem Rollator

Für Menschen mit Gehbehinderung wird der kleine Spalt zwischen Bahnsteigkante und Zug oft zur Riesenlücke. Wir verraten, wie Sie diese mit Ihrem Rollator überwinden und worauf Sie bei Ihrer Bahnfahrt achten sollten.

Mobil und unabhängig bis ins hohe Alter zu sein – das wünschen sich alle Menschen. Die Bahn ist dabei ein wichtiges und häufig genutztes Transportmittel. Mit dem Rollator als ständigen Begleiter gibt es ein paar Herausforderungen, um die Bahnfahrt unbeschwert genießen zu können. So befürchten viele ältere Menschen Komplikationen beim Ein- und Aussteigen: Etwa den Einstieg nicht rechtzeitig zu schaffen und dann mitgerissen zu werden. Oder, dass sich der Rollator zwischen Zug und Bahnsteigkante verkeilt und der Bahnreisende es nicht aus eigener Kraft heraus schafft, diesen wieder in den Zug zu heben. Oder, dass der Rollator beim Heben in den Zug wackelt und den Reisenden derart aus dem Gleichgewicht bringt, dass dieser stürzt. Mit einigen Tipps gelingt jedoch die sichere Bahnfahrt mit dem Gehwagen problemlos.

Planen Sie Ihre Reise im Vorfeld

Für eine entspannte Bahnfahrt sollten Sie zunächst Ihre Reise gut vorbereiten. Informieren Sie sich im Vorfeld über die beste Strecke und lassen Sie sich hierbei im Mobilitätszentrum beraten. Bei längeren Strecken empfehlen wir, das Ticket bereits im Vorfeld zu kaufen. Gehen Sie außerdem rechtzeitig von zu Hause zum Bahnhof los und planen Sie eine Zeitreserve für etwaige Umwege oder rote Ampelphasen ein. Mit diesem Puffer startet Ihre Reise bereits mit einem beruhigenden Gefühl.

So steigen Sie mit dem Rollator sicher ein und aus

Einsteigen mit dem Rollator: Nutzen Sie zum Einsteigen am besten die weniger genutzten hinteren Türen. Warten Sie hierfür bereits eher am Ende des Gleises auf Ihren Zug, so können Sie direkt einsteigen. Achten Sie darauf, dass Ihre Gehhilfe nicht zu sehr beladen ist. Sie sollten sie problemlos und mit möglichst wenig Kraftanstrengung bewegen können. Kippen Sie beim Einsteigen Ihren Rollator leicht an und schieben Sie zuerst die Vorderräder des Rollators und dann die Hinterräder in den Zug. Ist der Rollator im Wagon, steigen Sie anschließend selbst hinterher. Niederflurbahnen sind ideal, da diese ein stufenfreies Ein- und Aussteigen mit dem Rollator ermöglichen.

Aussteigen mit dem Rollator: Behalten Sie die Haltestellen im Blick, um sich rechtzeitig auf den Ausstieg vorbereiten zu können. Bleiben Sie jedoch so lange wie möglich sitzen, damit Sie beim Bremsen des Zuges nicht das Gleichgewicht verlieren. Beim Aussteigen selbst ist es am sichersten, wenn Sie andersherum als beim Einsteigen agieren. Stellen Sie den Rollator mit den Griffen in Richtung der Tür und verlassen Sie zunächst rückwärts den Wagen. Halten Sie Ihren Rollator entweder dabei fest, damit dieser nicht losrollt oder stellen Sie die Bremse ein.

Tipp: Benutzen Sie die Handbremse und halten Sie sich zusätzlich an den Griffen der Tür fest.

Holen Sie anschließend den Rollator nach draußen. Indem Sie rückwärts aussteigen, senken Sie das Risiko vom Gewicht Ihres Gehwagens förmlich aus dem Zug gezogen zu werden oder das Gleichgewicht zu verlieren.

Hinweis: Falls Sie Unterstützung beim Ein- und Aussteigen benötigen, helfen Ihnen die Zugbegleiter gerne.

Sicher reisen im Zug

Wählen Sie für Ihre Zugfahrt einen Sitzplatz in Fahrtrichtung und in der Nähe der Türen. So ist der Weg zum Ausstieg nicht so weit. Nutzen Sie einen Sitzplatz des Zuges und nicht Ihren Rollator. Bremst der Zug abrupt oder fährt in eine steile Kurve, könnte der Rollator umkippen oder Sie vom Rollator fallen und sich dabei verletzen. Ziehen Sie während der Fahrt die Feststellbremsen Ihres Gehwagens an und lösen Sie diese erst wieder, wenn das Fahrzeug steht.

Tipp: Alle Regionalwagen verfügen über Mehrzweckbereiche, in denen Sie ausreichend Platz für Ihren Rollator finden.

Nutzen Sie die Unterstützung

Wenn Sie Ihre Reise im Vorfeld über die Hotline des Mobilitätszentrums planen, wird im Nahverkehr das Zugpersonal informiert. So können Ihnen die Kundenbetreuer eine abstützende Hilfe beim Ein-, Um- oder Aussteigen geben und Ihnen Ihren Rollator und das Gepäck nachreichen.

Falls Sie beim Ein- und Aussteigen weitere Hilfe benötigen, sollten Sie Ihren Reisewunsch im Voraus anmelden. Entweder über die jeweils zuständige Servicehotline der Mitteldeutschen Regiobahn oder im Falle einer Fernreise, bei der Sie nicht nur das Streckennetz der MRB nutzen, die Mobilitätszentrale der Deutschen Bahn. In unserem Blogartikel zur Bahnfahrt mit Mobilitätseinschränkung finden Sie die jeweils zuständigen Ansprechstellen.

Fühlen Sie sich mit Ihrem Rollator sicher beim Ein- und Aussteigen in die Bahn? Dann verraten Sie uns im Kommentarfeld Ihre Tipps und Tricks für eine unkomplizierte Bahnfahrt.

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Was passiert mit Fundsachen?

Haben Sie auf Ihrer Bahnreise mit der MRB etwas verloren? Der Fundservice hilft Ihnen gerne weiter. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihre Fundsachen wiederbekommen.

Ein volles Zugabteil, ein überstürzter Ausstieg und schnell ist es passiert: Sie vergessen Ihre Jacke auf dem Nachbarsitz, den unter den Sitz gerutschten Lieblingsteddy Ihres Kindes oder den Schirm in der Ablage. Unsere Servicemitarbeiter finden täglich persönliche Dinge, die versehentlich in einem unserer Züge vergessen wurden.

Ihre verlorenen Gegenstände werden von unseren Kundenbetreuern beim Fundservice abgegeben. Hier werden dann Ihre Sachen aufbewahrt: Je nach Ihrer gefahrenen Strecke sind dann unterschiedliche Ansprechpartner für Ihre Fundsachen zuständig.

Haben Sie in einem Zug etwas von einem anderen Fahrgast gefunden und wissen nun nicht, wohin mit der Fundsache? Geben Sie das Fundstück am besten beim Kundenbetreuer des Zuges ab, er wird es zum nächsten Fundbüro bringen. Oder Sie geben das Gefundene in einem unserer Kundencenter ab.

Fundsachen auf den Linien RE 6 und RB 110

Wenn Sie auf Ihrer Fahrt zwischen Leipzig und Chemnitz (RE 6) oder zwischen Leipzig, Grimma und Döbeln (RB 110) Sachen in der Bahn vergessen haben, wenden Sie sich bitte an das Fundbüro der Deutschen Bahn. In den Leipziger und Chemnitzer Fundbüros helfen Ihnen die Mitarbeiter gerne telefonisch weiter. Wählen Sie für das Fundbüro Leipzig 0341 9683255. Das Fundbüro Chemnitz erreichen Sie unter 0371 4931009.

Fundsachen auf den Linien RE 3, RB 30 und RB 45

Sollten Sie in unseren Zügen zwischen Dresden, Chemnitz und Hof (RE 3) oder zwischen Dresden, Chemnitz und Zwickau (RB 30) oder zwischen Chemnitz, Döbeln und Elsterwerda (RB 45) etwas liegengelassen haben, haben Sie verschiedene Kontaktmöglichkeiten. Sie erreichen unseren 24-Stunden-MRB-Kundenservice telefonisch unter 0341 231898288 oder Sie kommen persönlich in unser MRB-Kundencenter im Hauptbahnhof Chemnitz. Außerdem können Sie Ihre Anfrage auch bequem online per E-Mail senden.

Hinweis: Wir schicken Ihnen Ihre Fundsachen auf Wunsch auch per Post zu.

Fundsachen auf den Linien RB 33, RB 34, RB 71, RB 72 und RE 19

Unser 24-Stunden-MRB-Kundenservice ist auch für Fundsachen der Linien zwischen Dresden-Neustadt und Königsbrück (RB33); Dresden und Kamenz (RB34) oder zwischen Pirna, Neustadt und Sebnitz (RB71) sowie zwischen Heidenau und dem Kurort Altenberg (RB72) zuständig. Falls Sie etwas in dem Wanderexpress zwischen Dresden, Heidenau und dem Kurort Altenberg (RE19) vergessen haben, wenden Sie sich bitte ebenfalls telefonisch bei unserem 24-Stunden-MRB-Kunden-Service unter 0341 231898288.

Gerne können Sie auch persönlich in die Betriebsstätte Dresden kommen oder eine E-Mail schicken.

Hinweis: Sie können Ihre Suchanfrage auch über unser Kontaktformular an uns weiterleiten. Geben Sie hierfür bitte Ihre gefahrene Strecke und die Haltestelle sowie Ihre Suchanfrage ein und wir werden Ihr Anliegen bearbeiten. Unser Kontaktformular finden Sie hier.

Haben Sie schon einmal in der Bahn etwas vergessen und als Fundsache gemeldet? Wie sind Ihre Erfahrungen? Berichten Sie uns doch davon und schreiben Sie Ihre Geschichte in das Kommentarfeld.

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Barrierefrei in der Bahn: Reisen mit Mobilitätseinschränkung

Sie haben einen Rollstuhl, einen Rollator oder weitere Hilfsmittel und planen eine Bahnreise? Wie Sie mit Mobilitätseinschränkung entspannt und weitgehend barrierefrei reisen, lesen Sie hier.

Damit Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkung möglichst angenehm reisen, werden viele Züge von einem freundlichen Kundenbetreuer begleitet. Bei der Mitteldeutschen Regiobahn werden beispielsweise alle Züge von einem Kundenbetreuer betreut. Das Servicepersonal steht Ihnen hilfreich zur Seite und unterstützt Sie vom Start bis zum Ende Ihrer Bahnreise: beispielsweise bei der Suche nach einem geeigneten Sitzplatz zum Umsetzen oder einer Stellfläche für Ihren Rollstuhl oder Rollator. Viele Züge sind außerdem entweder mit einer behindertenfreundlichen oder behindertengerechten Toilette ausgestattet. Im Mehrzweckbereich finden Sie ausreichend Platz für Ihren Rollstuhl oder Ihre Gehhilfe sowie eine Begleitperson.

Da die Fahrzeuge der Mitteldeutschen Regiobahn eine unterschiedliche Bauweise haben, sind jedoch einige Abweichungen im Anmeldeprozess zu beachten. Für Ihre reibungslose Fahrt mit dem Rollstuhl ist eine rechtzeitige Anmeldung hilfreich. So sind unsere Mitarbeiter vor Ort informiert und können Ihnen die Reise so angenehm und bequem wie möglich gestalten.

Melden Sie Ihre Reise mindestens 24 Stunden vorher unter der Telefonnummer 0341 231898288 (24 h, Ortstarif) an.

Diese Angaben von Ihnen benötigen die Mitarbeiter des Kundenservices

  • Name und Anschrift
  • Telefonnummer
  • Hilfsmittel (z. B. eigener Rollstuhl)
  • Reisetag, Abfahrts- bzw. Ankunftszeit oder Zugnummer
  • Abfahrts- und Zielbahnhof

Hinweis: Falls sich Ihre Reisepläne kurzfristig ändern sollten, informieren Sie uns bitte mit einer kurzen Nachricht. Dann können wir die disponierte Hilfe wieder stornieren.

Wenn Sie für Ihre Reise nicht nur die Mitteldeutsche Regiobahn nutzen, unterstützt Sie die bundesweite Hotline der Mobilitätsservice-Zentrale unter 0180 6512512 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf) bei Ihrer Reiseplanung. Informieren Sie die MSZ ebenfalls mindestens einen Tag vor Antritt Ihrer Reise.

Unterstützung für Fahrgäste mit eingeschränkter Sehfähigkeit

Fahrgäste mit eingeschränkter Sehfähigkeit können in unseren Elektrotriebzügen Coradia Continental das Blindeninformationssystem BLIS verwenden. Auf den Linien RE 3, RB 30 und RB 45 verfügen die eingesetzten Elektrotriebzüge über das entsprechende System. Mit einem speziellen BLIS-Handsender rufen Sie Informationen ab oder senden diese. Den Handsender erhalten Sie beim Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen e.V zum Preis von 145,00 Euro (inklusive Versand).

Ihre Reiseplanung auf der Linie RE 6: Leipzig – Bad Lausick – Chemnitz

Bei Ihrer Fahrt auf der Strecke RE 6 Chemnitz – Leipzig können Sie nach vorheriger Anmeldung problemlos in Chemnitz oder Leipzig ein- und aussteigen. Mithilfe eines Hublifts gelangen Sie problemlos in und aus dem Zug. Die Mobilitätsservice-Zentrale nimmt Ihren Reisewunsch gerne unter 0180 6512512 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf) auf. Bitte melden Sie sich für einen reibungslosen Ablauf bis spätestens 24 Stunden vor Reiseantritt.

Achtung: Der Zu- und Ausstieg ist auf der RE 6 Strecke leider an allen anderen Haltepunkten (Burgstädt, Narsdorf, Geithain, Bad Lausick, Belgershain, Leipzig-Liebertwolkwitz) für Rollstuhlfahrer nicht möglich.

Sollten diese Haltepunkte Ihr Start- oder Zielbahnhof sein, werden Sie von oder zum jeweiligen Bahnhof auf der gesamten Fahrstrecke mit einem Kfz-Fahrdienst befördert. Hierfür stehen speziell für die Rollstuhlbeförderung zugelassene Fahrzeuge zur Verfügung. Sollten Sie den Dienst in Anspruch nehmen wollen, melden Sie Ihren Reisewunsch bitte bis spätestens 48 Stunden vor Reiseantritt telefonisch unter 0341 231898288 (Ortstarif) an.

Hilfreiche Ausstattungen und Services an und in Bahnhöfen

Als Rollstuhlfahrer parken Sie günstig und teilweise sogar kostenlos an vielen Bahnhöfen. Vor Ort erleichtern Ihnen automatische Türen die Fahrt im Rollstuhl. Große Bahnhöfe stellen auch einen Rollstuhl für Ihre Mobilität zur Verfügung. Außerdem finden Sie an einer Vielzahl an Bahnhöfen spezielle Toiletten für Rollstuhlfahrer, die Ihnen ein Mitarbeiter öffnet.

Hinweis: Wählen Sie Verbindungen mit genügend Umsteigezeit, damit Sie Ihre Bahnfahrt so unkompliziert und stressfrei wie möglich erleben.

Wie haben Sie Ihre Bahnfahrt erlebt? Haben Sie Anregungen für weitere Erleichterungen für eine Reise mit Mobilitätseinschränkung? Dann schreiben Sie Ihre Wünsche und Ideen in das Kommentarfeld.

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Sicher Bahn fahren mit Hund

Planen Sie eine Bahnreise mit Ihrem vierbeinigen Liebling? Mit unseren Tipps wird die Fahrt nicht nur sicher, sondern auch entspannt.

So reist Ihr Hund sicher mit der Bahn

Alle Hunde, nicht nur die Kleinen reisen sicher in einer geeignetenTransportbox oder –tasche. Hier sind Sie geschützt und haben einen ruhigen Rückzugsort. Außerdem können Sie Ihren kleinen Hund in einer Transportbox als Handgepäck mitnehmen – so ist die Fahrt für ihn in den meisten Fällen kostenlos. Informieren Sie sich unbedingt vor Ihrer Fahrt über die Bestimmungen des jeweiligen Verbundpartners mit dem Sie reisen werden. Laut Bestimmungen der Deutschen Bahn muss die Box beispielsweise unter den Sitz oder auf die Ablage über den Sitz passen, damit Ihr Hund kostenfrei mitreisen kann.

Hinweis: Eine spezielle Sitzplatzreservierung für Hunde ist leider nicht möglich.

Alle Hunde, die nicht in einer Transportbox untergebracht werden können, reisen zum halben Preis Ihres Tickets. Reisen Sie also in der 1. Klasse, benötigt Ihr Vierbeiner ebenfalls ein Ticket für die 1. Klasse.

Hinweis: Blindenführhunde reisen immer kostenfrei mit der Bahn und benötigen keinen Maulkorb.

Hunde, die nicht in einer geeigneten Transportbox untergebracht sind, müssen bei der Fahrt angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Gewöhnen Sie Ihren Vierbeiner daher frühzeitig an einen Maulkorb. Achten Sie beim Kauf auf geeignete, ungefährliche Materialien. Außerdem sollte der Maulkorb ausreichend Spielraum zum Hecheln lassen. Maulschlaufen sind daher ungeeignet. Ebenfalls ungeeignet ist ein Halsband! Gerät Ihr Hund in Panik, zieht an der Leine oder möchte weglaufen, kann das Einschnüren der Luftröhre die Panik zusätzlich verstärken. Mit einem Geschirr vermeiden Sie dieses Risiko.

Hinweis: Aus Rücksichtname gegenüber anderen Gästen gehören Hunde nicht auf den Sitz.

So gewöhnen Sie Ihren Hund an das Bahnreisen

Gewöhnen Sie Ihren Hund Schritt für Schritt an das Bahn fahren. Vor Ihrer Reise können Sie gemeinsam den Bahnhof erkunden, damit er die Situation kennenlernt. Geeignet sind hierfür Wochentage. Vermeiden Sie bei Ihren ersten Ausflügen die Rush-Hour. Als nächstes fahren Sie kurze Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitten. Idealerweise trainieren Sie auch das Fahren mit der U-Bahn, um Ihren Hund an Tunnel zu gewöhnen. Vermitteln Sie Ihrem Hund das Gefühl, dass diese Fahrten völlig normal sind. Bleiben Sie selbst ruhig, sprechen Sie mit gedehnter und leiser Stimme besänftigend auf ihn ein und belohnen Sie Ihren Hund während der Fahrt mit Leckerlis. Ziel ist es, dass Ihr Hund Bahnhof und Zug als angenehme Orte empfindet und Sie freudig begleitet.

Was, wenn der Hund gestresst reagiert?

Grundsätzlich gilt: Überfordern Sie Ihren Hund nicht. Üben Sie außerdem keinen Zwang aus – dies würde zu einer negativen Verknüpfung führen. Reagiert Ihr Hund eher skeptisch, gestalten Sie die Trainingseinheit sehr kleinschrittig. Meist reicht es, gemeinsam auf dem Bahnhof ein- und abfahrende Züge zu beobachten und anfänglich sehr kurze Strecken zu testen. Steigern Sie das Training langsam.

Beenden Sie das Training, falls Ihr Hund diese Stress-Symptome zeigt

  • Starkes Hecheln oder Speicheln,
  • Schweißige Pfoten,
  • Unruhe, Zittern oder übertriebene Lautäußerung,
  • Urinieren oder Koten.

In diesem Fall sollten Sie Ihren Vierbeiner sofort aus der Situation herausholen. Managen Sie die Situation für Ihn, bieten Sie ihm Schutz und zeigen Sie ihm, dass er Ihnen vollkommen vertrauen kann.

Reisevorbereitung für eine entspannte Bahnfahrt

Falls möglich, reisen Sie außerhalb der Hauptverkehrszeit. Für lange Strecken buchen Sie am besten ein Schlafwagenabteil. Besorgen Sie sich für Ihren Hund eine geeignete Transportbox, die die Größe einer Reisetasche nicht überschreitet und wasserdicht ist.

Achtung: Die kostenpflichtige Fahrkarte für Ihren Hund kann meist nicht online gebucht werden.

Vor der Fahrt sollte Ihr Hund ausreichend Bewegung und die Möglichkeit haben, seine Geschäfte zu verrichten. Planen Sie daher einen langen Spaziergang ein, gehen Sie mit ihm eine Runde joggen oder beschäftigen Sie ihn auf seine liebste Art und Weise. Auf Ballspielen sollten Sie jedoch kurz vor der Reise verzichten. Viele Hunde werden durch das Jagen und Fangen innerlich aufwühlt. Dann muss Ihr Vierbeiner die Zugfahrt vollgepumpt mit Adrenalin ertragen. Füttern Sie Ihren Hund etwa zwei Stunden vor der Fahrt und während der Bahnreise nicht übermäßig.

Hierauf sollten Sie während der Fahrt achten

Suchen Sie einen Platz, an dem Ihr Hund etwas Ruhe hat und vor Tritten und Gepäckstücken geschützt liegt. Hier eignet sich der Platz unter dem Sitz oder in einer Ecke. Optimal wäre es, wenn Sie ein geschlossenes Abteil buchen. Um Stress zu vermeiden, lassen Sie Ihren Hund nicht von jedem anfassen. Beruhigend wirkt, wenn Sie Ihrem Hund einen bekannten Gegenstand mit einem vertrauten Geruch mit auf die Reise nehmen: beispielsweise seine Decke. Ebenfalls beruhigend und Stress abbauend sind Dinge, an denen er kauen kann. Geruchsschwache Kauartikel eignen sich besonders gut. Nutzen Sie längere Pause für einen Gassigang.

Was, wenn Ihr Hund in den Zug uriniert oder Kot absetzt?

Bei einigen Hunden lösen die vielen Leute, der Lärm und die Bewegungen des Zuges Stress aus und regen das Ausscheidungsverhalten an. So kann es, selbst wenn sich der Hund vor der Fahrt gelöst hat, zu einem Missgeschick kommen. Vermeiden Sie zusätzlichen Stress für Ihren Hund und schimpfen Sie nicht. In solchen Fällen ist ein gepacktes Notfall-Putzset aus Haushaltsrolle, Plastiksäckchen und Raumspray hilfreich.

Nach der Bahnreise – Austoben

Sind Sie am Ziel, sollte Ihr Hund die gestaute Energie ausleben können: Lassen Sie ihn toben und machen Sie mit ihm einen langen Spaziergang. Vermeiden Sie dabei zu viele neue Eindrücke. Er soll sich zwar auspowern, seinen Kopf jedoch auch entspannen können.

Sind Sie mit Ihrem Hund bereits mit der Bahn gereist? Welche Erfahrungen haben Sie dabei gesammelt? Erzählen Sie uns davon und hinterlassen Sie einen Kommentar.

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Mit Kindern sicher Bahn fahren

Bahnreisen mit Kindern sind: aufregend, umweltfreundlich und sparsam. Mit unseren Tipps wird die Fahrt auch noch entspannt und sicher.

1. Vor der Bahnreise: Die richtige Planung

Mit einer Zugreise ist es wie mit allen Unternehmungen: Die richtige Planung macht es.

Das Ticket

Buchen Sie Ihr Ticket möglichst weit im Voraus, so profitieren Sie von Sparpreisen. Das ist besonders auf beliebten Strecken, in den Schulferien oder an Feiertagswochenenden wichtig. Falls Sie nicht an einen Reisetag gebunden sind: Vermeiden Sie Bahnfahrten am Freitag Nachmittag oder Abend sowie am Sonntag Nachmittag und Abend. Denn zu diesen Zeiten sind viele Berufspendler unterwegs.

Die Reservierung

Wenn Sie mit kleinen Kindern reisen, ist ein Kleinkindabteil ideal. Dieses Abteil finden Sie in ICEs und IC/ECs – es ist für Reisende mit Babys und Kindern bis 3 Jahre gedacht. Hier gibt es Platz zum Krabbeln, Spielen und für den Kinderwagen. Einige Zugtypen haben keine Abteile, sondern Kleinkindbereiche. Da die Abteile bei Familien sehr beliebt sind, sollten Sie diese vorab reservieren. Ein Abteil ist auch für längere Fahrten mit großen Kindern ideal: Damit sich alle ausruhen und mal die Beine hochlegen können. Ansonsten ist der Großraumwagen für ältere Kinder geeignet. Am Tisch können Sie mit Ihren Kindern bequem spielen, malen oder essen.

Der Mobilitäts-Service

Sie können als Reisende mit Kinderwagen bei der Bahn den Mobiliäts-Service nutzen. Sie treffen Ihren Service-Mitarbeiter am Service Point im Bahnhof. Er bringt Sie dann zum Zug und hilft Ihnen beim Einsteigen mit dem Kinderwagen. Falls Sie umsteigen, wartet am Umsteigebahnhof der nächste Bahn-Mitarbeiter auf Sie.

Das Gepäck

Buggys und Kinderwagen sollten mit wenigen Handgriffen zusammenklappbar sein, damit Sie diese schnell in und aus dem Zug bekommen. Bereiten Sie sich am Bahngleis auf das Einsteigen vor: Leeren Sie das Gepäcknetz und das Bodenfach und klappen Sie den Wagen bereits zusammen, bevor der Zug einfährt. Ideal ist es, wenn Sie den Wagen mit einer Hand tragen können. Dann können Sie Ihr Kind beim Einsteigen mit der anderen Hand unterstützen.

Der Gepäckservice

Man reist am besten mit leichtem Gepäck. Schicken Sie doch Ihre sperrigen und großen Gepäckstücke direkt an die Zieladresse – hierfür bietet die Bahn einen Gepäckservice an.

Verspätungen einplanen

Verspätungen passieren schnell mal. Pufferzeiten um den Anschlusszug bequem zu erreichen, sollten Sie also unbedingt einplanen. Falls Sie an fremden Bahnhöfen umsteigen müssen, fragen Sie vorab das Bahnpersonal, wie Sie am besten zum anderen Gleis gelangen.

2. Auf dem Bahnhof: Die wichtigsten Sicherheitsregeln

Die meisten Gefahrenstellen auf Ihrer Reise gibt es auf den Bahnhöfen. Schauen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind die Hinweis- und Warnschildern an und erklären Sie die Bedeutung. Weisen Sie Ihr Kind darauf hin, dass solche Schilder immer zu beachten sind. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Zeigen Sie, dass Sie sich an die Warnhinweise halten.

Verhalten am Gleis

Die häufigsten Unfälle passieren bei den Gleisen. Schauen Sie sich daher als erstes den Wagenstandsanzeiger an. Damit Sie gleich wissen, an welcher Stelle der Wagon mit Ihrem reservierten Platz halten wird. So müssen Sie weder zu Ihrem Wagon rennen noch nach dem Einsteigen durch den Zug irren. Achten Sie außerdem darauf, dass im Bahnsteigbereich die Gleise nicht abgezäunt sind. Bleiben Sie mit Ihrem Kind immer hinter der breiten, weißen oder gelben Haltelinie. Überqueren Sie die Haltelinie erst, wenn der Zug vollständig angehalten und die Türen geöffnet hat.

Gepäck zuerst

Lassen Sie Ihr Kind nie zuletzt ein- oder aussteigen. Heben Sie stets zuerst das Gepäck in und aus dem Wagon, bevor Sie Ihrem Kind beim Ein- oder Aussteigen helfen. Bitten Sie andere Passagiere oder das Bahnpersonal um Unterstützung.

Automatische Türen ohne Sicherheitsstopp

In einigen Zügen, S-Bahnen oder Trams schließen die Türen automatisch. Diese Türen haben jedoch keinen eingebauten Sicherheitsstopp, der ein Schließen verhindert, sobald sich jemand zwischen der Tür befindet. Achten Sie daher beim Ein- und Aussteigen besonders auf Ihr Kind: Nehmen Sie es an die Hand und passieren Sie die Tür zügig. Damit keine Kleidung eingeklemmt wird, stecken Sie lose Schalenden in die Jacke und schließen Sie diese.

Treffpunkt ausmachen

Schauen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind auf dem Bahnhof um. Machen Sie sich einen Treffpunkt für den Fall aus, dass sie sich verlieren. Markante Punkte wie eine Bahnhofsuhr oder ein Laden mit einem bunten Schriftzug sind leicht zu merken und zu finden. Sicherheitshalber können Sie ja Ihre Telefonnummer mit einem Kugelschreiber auf den Arm Ihres Kindes schreiben. Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Kind darüber, was es machen soll, wenn sie sich verlieren. So kennt Ihr Kind die Situation bereits theoretisch und kann sicherer agieren.

3. Die Bahnreise

Und endlich gehts in den Zug. Was sollten Sie hier bei Ihrer Reise mit Ihren Kindern beachten?

Der Weg durch den Zug

Auf dem Weg zum Sitzplatz sollte sich Ihr Kind festhalten: entweder an Ihnen oder an Handläufen und Sitzen. An Türen sollten Sie sich hingegen nie anlehnen, da diese dann aufschwingen. Besonders kleine Kinder sind noch sehr wackelig auf den Beinen, sobald sich der Zug bewegt. Oft reicht es aus, sich breitbeiniger hinzustellen und zu laufen. Bei der Einfahrt in den Zielbahnhof sollten Sie daher so lange wie möglich sitzen bleiben. In den engen Gängen werden kleinere Kinder oft von anderen Reisenden umgestoßen oder angerempelt. Tragen Sie am besten Ihr Kind, solange es noch leicht genug dafür ist. Gehen Sie zügig durch die Verbindungsstücke zwischen den Waggons hindurch.

Die Platzwahl

Falls Ihr Kind während der Fahrt im Kinderwagen oder Buggy sitzt, dann schnallen Sie es unbedingt an. Achten Sie darauf, dass es nicht unbemerkt herausklettert. Besonders im Gedränge beim Ein- und Aussteigen ist es wichtig, dass die Hände Ihres Kindes im Wagen sind. Ansonsten könnten sie sich leicht einklemmen und verletzen. Setzen Sie Ihr Kind lieber auf einen Sitzplatz oder Ihren Schoß. Auch wenn offene Fenster verlockend sind: Kopf oder Hände müssen im Zug bleiben. Denn die Geschwindigkeit des Zuges macht selbst aus einem entgegenkommenden Zweig ein hohes Verletzungsrisiko.

Hinweis: Die Steckdosen im Zug besitzen übrigens alle eine Kindersicherung.

Schnupfen und Co. vorbeugen

Neben Feuchttüchern sind Toilettensitzauflagen und Desinfektionsmittel gut für Ihre Grundausstattung. Besonders kleine Kinder, die gerade mit dem Töpfchen- und Toilettentraining starten, haben es schwer: ein wackliger Wagon und oft nicht die saubersten WC-Kabinen. Außerdem ist das Wasser in den Toiletten kein Trinkwasser. Da Kinder alles ertasten und dann gerne die Finger in den Mund nehmen, sollten Sie auf der Fahrt regelmäßig die Hände säubern und desinfizieren. Denn Keime sind nicht nur auf der Zugtoilette, sondern auch an den Handläufen und Türen. So überstehen Sie die Zugfahrt ohne Schnupfen oder Magenprobleme.

Welche Erlebnisse hatten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind in der Bahn? Erzählen Sie uns doch in dem Kommentarfeld, wie Ihre letzte Familienbahnfahrt war.

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So sicher ist Bahnfahren: Die wichtigsten Sicherheitsfragen zu Ihrer Zugreise

Welcher Platz ist bei einem Zugunglück der sicherste? Wie oft werden Züge durchgecheckt? Und gibt es eine DIN für Züge? Wir stellen die wichtigsten Sicherheitsfragen zum Reisen mit der Bahn und geben die Antworten.

Wo ist der sicherste Sitzplatz im Zug?

Als erstes die schlechte Nachricht: Es gibt nicht den einen sichersten Platz im Zug. Je nach Art des Unfalls verteilen sich die auftreffenden Kräfte unterschiedlich. Bei einem Frontalzusammenstoß sind die Überlebenschancen im hinteren Teil des Zuges am größten. Denn ein Großteil der Aufprallenergie wurde am Zugende bereits absorbiert. Handelt es sich hingegen um einen Auffahrunfall, ist es im vorderen Teil des ersten Zuges sicherer. Neben Aufprall- und Auffahrunfällen gibt es jedoch auch diese, bei denen der mittlere Teil des Zuges entgleist. Vorn, hinten oder mittig im Zug: Welcher Platz ist denn nun zu empfehlen? Im Gegensatz zu Flugreisen und den sichersten Sitzplätzen gibt es für Züge leider keine entsprechenden Untersuchungen oder Statistiken.

Argumente für einen möglichst sicheren Sitzplatz

  • Wählen Sie einen Sitzplatz in der Zugmitte: Sicherste Knautschzone bei Aufprall- oder Auffahrunfall
  • Wählen Sie einen Gangplatz: Bester Platz bei einem seitlichen Zusammenstoß
  • Setzen Sie sich in Fahrtrichtung gesehen auf die rechte Seite: So reduzieren Sie die Gefahr durch entgegenkommende Züge
  • Setzen Sie sich entgegen der Fahrtrichtung: Der Sitz fängt einen Großteil der Aufprallenergie ab
  • Bevorzugen Sie ein Abteil statt eines Großraumwaggons: Hier gibt es weniger Gepäck, das bei einem Unfall umherfliegen könnte

Ist Bahn gefährlicher als Auto fahren?

Jetzt die gute Nachricht: Die Bahn ist statistisch gesehen das sicherste Verkehrsmittel. Denn laut den Berechnungen der Allianz pro Schiene ist Bahnfahren überall in Europa viel sicherer als Autofahren. So enden in Deutschland 55-mal mehr PKW- als Bahnunfälle tödlich. Und auch das Verletzungsrisiko ist bei PKW-Insassen 105-mal höher.

Gibt es einen Crashtest für Züge?

Für Wagenkästen, also die Rahmen und Fahrgestelle der Züge, gibt es seit 2008 die europaweite DIN 15227. Nach dieser Norm müssen Züge den festgelegten Sicherheitsstandards bei Zusammenstößen mit Gegenständen entsprechen. Die DIN beschreibt zahlreiche bauliche Maßnahmen für den Innenraum sowohl des Lokführers als auch der Fahrgäste, um den Wagenkasten so sicher wie möglich zu machen. Beispielsweise nehmen besonders steife Chassis, Absorber und Puffer die Aufprallenergie auf und leiten sie ab. Hierbei wurden typenspezifische Crashanforderungen definiert. Das heißt, dass S-Bahnen, Regional- und Hochgeschwindigkeitszüge unterschiedliche Sicherheitsprüfungen für ihre Zulassung erfüllen müssen. Je höhere Geschwindigkeiten ein Zug erreichen kann, desto umfangreicher sind die Sicherheitsauflagen.

Während verschiedener Tests rammt das jeweilige Fahrzeug mit diversen Geschwindigkeiten gegen ein Hindernis. Es wird geprüft, wie die Wagenkästen die entstehenden Kräfte aushalten. Und auch nach der Zulassung werden die sicherheitsrelevanten Auflagen regelmäßig geprüft.

Sind ältere Züge unsicherer als aktuelle Bauarten?

Nein. Bei regelmäßigen gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen der Züge wird überprüft, ob die Fahrzeuge den aktuellen Sicherheitsansprüchen entsprechen. Werden dabei Abweichungen festgestellt, werden diese umgehend behoben. Nur technisch einwandfreie Fahrzeuge werden eingesetzt.

Kann eine Gurtpflicht für mehr Sicherheit sorgen?

Natürlich würde ein Sicherheitsgurt bei diversen Unfällen für mehr Sicherheit sorgen. Dennoch ist davon auszugehen, dass viele Fahrgäste den Sicherheitsgurt nicht nutzen. Eine Bahnreise ist gerade wegen der gebotenen Bewegungsfreiheit attraktiv. Für viele Bahnreisende gehört gerade dieser Freiraum zur Reise dazu. Und wie sollte die Gurtpflicht in stark frequentierten Zügen umgesetzt werden? Hier stehen viele Fahrgäste, so entstünde ein Sicherheitsniveau zweiter Klasse.

Welche technischen Systeme sorgen für Sicherheit?

Für eine optimale Sicherheit werden das Schienennetz und die Bahnen permanent überwacht. Jede Zugfahrt ist genau getaktet und auf die Fahrpläne anderer Bahnen abgestimmt. So ist ein ausreichend großer Sicherheitsabstand zwischen den Zügen gewährleistet. Sensoren in den Zügen sowie an Gleisen und Kontrollpunkten überwachen ständig den geforderten Sicherheitsabstand. Die gesammelten Daten werden an Kontrollinstanzen gesandt, die in Leitstellen aufgeteilt sind. Die Leitstelle stimmt alle Bewegungen auf den Schienen mit den Fahrdienstleitern ab. Im ständigen Kontakt mit den Lokführern erteilt die Leitstelle dann Anweisungen und Fahrerlaubnisse. Neben der manuellen Überwachung sorgen technische Systeme für mehr Sicherheit: Entlang der Strecke sind Signale installiert, an denen sich der Lokführer orientiert. Licht- und Scheibensignale informieren über die jeweiligen Gleisabschnitte und die erlaubte Geschwindigkeit. Zusätzliche elektronische Signale werden von der Leitstelle gesteuert und im Cockpit angezeigt.

Diese modernen Sicherungs- und Zugbeeinflussungssysteme setzen die Bahnunternehmen ein

  • Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB)
  • Linienzugbeeinflussung (LZB)
  • Sicherheitsfahrschaltung (Sifa)

Die Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) bremst oder stoppt Züge, wenn sie die Signale nicht beachten oder die zulässige Geschwindigkeit nicht einhalten. Bei Zügen, die über 160 km/h fahren, wird die Linienzugbeeinflussung (LZB) eingesetzt. Hierbei wird der Zug nicht nur punktförmig sondern permanent überwacht und geführt. Der längere Bremsweg aufgrund der höheren Geschwindigkeit wird durch eine frühzeitige Information an den Lokführer ausgeglichen. Außerdem wird dauerhaft kontrolliert, ob die korrekte Geschwindigkeit eingehalten wird. Wird diese überschritten, reagiert die Technik automatisch und bremst den Zug ab. Sollte das LZB-System einmal ausfallen, wird automatisch die PZB aktiviert.

Ergänzend bremst die Sicherheitsfahrschaltung (Sifa) einen Zug, falls der Lokführer während der Fahrt handlungsunfähig werden sollte. Als Kontrolle der Handlungsfähigkeit bedient der Lokführer mindestens alle 30 Sekunden ein Pedal oder einen Taster. Wird das Pedal nicht gedrückt, wird der Lokführer zuerst optisch und akustisch gewarnt – erfolgt keine Reaktion, wird der Zug vom System gebremst.

Welche Kontrolle gibt es für den Lokführer?

Damit der Lokführer nicht übermüdet einen Zug lenkt, gibt es vorgeschriebene Lenk- und Ruhezeiten. Durch die strikte organisatorische Planung sind Verstöße nicht möglich.

Wie sicher ist das Überqueren eines Bahnübergangs?

Auch an einem Bahnübergang gibt es Sicherungssysteme. So werden die Schranken auf zwei unterschiedliche Arten gesteuert: Zum einen vollautomatisch durch den passierenden Zug selbst, zum anderen manuell durch das Personal an den Stellwerken.

Bei der vollautomatischen Steuerung wird das Heben und Senken der Schranken mittels Sensoren im Sicherheitsbereich rund um den Bahnübergang ausgelöst. Zusätzlich kontrolliert der Lokführer, ob die Schranken tatsächlich geschlossen werden. Die manuelle Steuerung basiert hingegen auf Informationen der Überwachungskameras. Nähert sich ein Zug, werden die Schranken heruntergelassen. Einige Bahnübergänge werden außerdem von Radar- und Infrarot-Sensoren überwacht. Befindet sich hier trotz geschlossener Schranke ein Objekt auf einem Bahnübergang, wird der Lokführer gewarnt und kann rechtzeitig bremsen.

In welchem Fahrzeug fühlen Sie sich sicherer: Bus, Bahn, Flugzeug oder Auto? Woran liegt das? Schreiben Sie uns in den Kommentaren, welche Sicherheitssysteme Sie sich für eine sichere Fahrt wünschen.

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