Aus welchem Material bestehen Züge?

Züge müssen auf ihrer Fahrt verschiedenen von außen wirkenden Kräften Stand halten. Egal ob Druck, Wind oder starker Niederschlag: Die Fahrgäste im Inneren sollen trotz dieser Einflüsse sicher reisen und an ihr Ziel kommen können. Dafür wurden mit der Zeit Materialien und Bauweisen ausgetestet und immer weiter optimiert. Auch an einem geringeren Energieverbrauch wird zunehmend geforscht.

Diese Kräfte wirken auf einen Zug

Neben Wind und Niederschlag ist die Schalung eines Zuges vor allem verschiedenen Drucksituationen während der Fahrt ausgesetzt. Zum einen wirkt der Luftwiderstand auf das Fahrgestell ein. Dazu kommt der Überdruck, der entsteht, wenn ein Zug durch einen Tunnel fährt. Außerdem muss der Zug seine Fahrgäste bei einem Unfall oder einer Entgleisung ausreichend schützen. Um dies zu gewährleisten, wird mit verschiedenen Materialien gearbeitet.

Von Holz zu Leichtmetall

Dass Zugwagen früher aus Holz mit Eisenrahmen bestanden, kann man sich heute nur schwer vorstellen. Seit 1920 werden metallische Baustoffe im Zugbau eingesetzt. Der Wagenkasten, also das Gehäuse eines Wagens, besteht meist aus einem stabilen Stahl- oder Aluminiumskelett. Darauf werden Außenbleche angebracht, die im Falle einer Beschädigung einfach und kostengünstig ausgetauscht werden können. Mit dieser Bauweise werden zum Beispiel Straßenbahnen konstruiert.
Eine Regionalbahn und ein ICE wiederum bestehen aus sogenannten Stangenpressprofilen, der Wagen wird also aus einem Guss gefertigt. Nachdem die Schalung fertig ist, werden Türen und Fenster hineingeschweißt. Das Gestell ist selbsttragend, und besteht meist aus Aluminiumschichten. Als Aluminium-Sandwich-Bauweise wird das gängigste Verfahren bezeichnet. Damit werden sowohl Böden und Seitenwände, als auch Innenverkleidungen hergestellt. In Verbindung mit anderen Materialien entstehen sogenannte Hybrid-Strukturen, die individuell auf den Zug angepasst werden können.

Reisen mit ultraleichten Kunststoffen

In der Luft- und Raumfahrtechnik wird schon lange auf den Einsatz ultraleichter Bauteile aus faserverstärkten Kunststoffen gesetzt. Diese sollen nun auch im ICE und anderen Hochgeschwindigkeitszügen zum Einsatz kommen. Der Vorteil der Baustoffe ist, dass deutlich weniger Energie bei der Fahrt verbraucht wird. Um bis zu 75% könnten die Züge leichter werden. Anstelle von Schrauben werden die Teile immer häufiger geklebt: So lässt sich der Zug aus dem optimalen Materialmix zusammenfügen. Für die Innenverkleidung beispielsweise wären Naturfasern und naturstoffbasierten Harze eine interessante Alternative zu bestehenden Materialien. Mit digitalen Animationen kann gut erforscht werden, wie die Faserverbundwerkstoffe auf äußere Einflüsse reagieren.

Züge aus dem 3D-Drucker

Die Deutsche Bahn stellt schon heute bestimmte Zugteile mit dem 3D-Drucker her. So können Ersatzteile gezielt produziert und Ressourcen gespart werden. Außerdem werden lange Wartezeiten und Transportkosten reduziert. Die Technik kommt unter anderem bei der Herstellung von Mantelhaken, Handlaufschildern in Blindenschrift sowie sicherheitsrelevanten Teilen im Bremsbereich von Fahrzeugen zum Einsatz.

Teilen Sie diesen Beitrag:

Vandalismus im Zug – Was kann ich tun?

Besprühen, beschmieren, zerkratzen, zerschlagen: Immer wieder kommt es zu Fällen von Vandalismus an Zügen und Bahnsteigen. Die Täter eindeutig zu identifizieren und für die Beschädigung zu bestrafen, ist in den meisten Fällen jedoch schwer. Wie Sie sich richtig verhalten, wenn Sie Vandalismus beobachten, erklärt dieser Beitrag.

Was zählt zu Vandalismus?

Vandalismus kennt verschiedene Formen. Grundsätzlich zählen alle Handlungen darunter, bei denen mutwillig und zumeist sinnlos fremdes oder öffentliches Eigentum beschädigt wird. Strafrechtlich gibt es den Begriff „Vandalismus“ eigentlich nicht. Trotzdem werden solche Taten verfolgt und zum Beispiel als Sachbeschädigung und Brandstiftung eingestuft. Egal ob das Beschmieren von Oberflächen oder das Zerbrechen von Fensterscheiben: Wenn man öffentliches Eigentum beschädigt, macht man sich strafbar.

Gründe für Vandalismus

Warum jemand absichtlich das Eigentum anderer zerstört, kann viele Ursachen haben. Darunter fallen häufig Langeweile, starke Emotionen wie Wut und Enttäuschung und Gruppenzwang, um in einer Clique dazuzugehören. Auch der Kick, der beispielsweise beim Sprayen von Graffiti auftritt, kann ein Grund sein.

Fälle im deutschen Nah- und Fernverkehr

In den Zügen und Bahnen des deutschen Nah- und Fernverkehrs kommt es immer wieder zu mutwilligen Beschädigungen. Die Bandbreite an Vorfällen ist groß: Es werden Fensterscheiben eingetreten oder -geworfen, Sitze aufgeschlitzt, Innen- und Außenwände beschmiert. Doch nicht nur in den Bahnen wird randaliert. Auch an Bahnhöfen und Gleisen lassen sich die Spuren der Zerstörung erkennen. Vor allem Graffiti und kaputte Scheiben sind keine Seltenheit. Die Bahngesellschaften zahlen jedes Jahr große Summen, um die Schäden wieder zu beheben. Und auch für die Fahrgäste sind die Folgen von Vandalismus zu spüren: Schmierereien an Sitzen, Fenstern und Toiletten stören optisch, und können außerdem zu Verschmutzungen an Kleidung und Reisegepäck führen.

Was wird getan?

Nahezu alle öffentlichen Verkehrsmittel und Gebäude der Bahn werden mittlerweile videoüberwacht. In einigen wenigen Fällen kann das dabei helfen, den oder die Täter zu identifizieren. Außerdem schrecken die Kameras ab. Zusätzlich werden Oberflächen mit einem besonderen Schutz versehen, der das Entfernen von Schmierereien erleichtert. Neue Materialien für Sitze, die immer häufiger zum Einsatz kommen, lassen sich nicht mehr so leicht zerkratzen und aufreißen.
Ein beliebtes Ziel von Vandalismus sind Fahrkartenautomaten. Diese werden nicht nur demoliert, sondern tragen auch immer wieder Schäden durch Einbruchsversuche davon. Die neueren Automaten sind jedoch in den meisten Fällen gut vor solchen Einbrüchen geschützt.

Was tun, wenn ich Vandalismus beobachte?

Wenn Sie eine mutwillige Zerstörung beobachten, sollten Sie in jedem Fall handeln. Melden Sie sich vor allem dann sofort beim Zugpersonal, wenn ein Schaden für andere Reisende entstehen könnte. Kaputte Türen, Fenster, spitze Gegenstände wie Glas oder säureähnliche Substanzen im Zug können ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Versuchen Sie nicht, den oder die Täter eigenständig aufzuhalten. Die Gefahr, die daraus für Sie entsteht kann, lässt sich nur schwer einschätzen.

Neben dem Zugpersonal können Sie kostenlos die Bundespolizei unter 0800 6 888 000 sowie die Sicherheitszentrale der Bahn unter 030 297-51114 erreichen. Auch die verantwortlichen Landespolizeistellen nehmen entsprechende Vorfälle auf. Merken Sie sich Ort, Zeit und eventuelle Merkmale des Täters, und geben Sie diese weiter.

Teilen Sie diesen Beitrag:

Was passiert im Tunnel?

Tunnel und Unterführungen sind fester Bestandteil vieler Zugstrecken in Deutschland. Dank ihnen können Hindernisse ohne Umwege durchquert werden. Meist bekommen Reisende die Durchfahrt nur mit, wenn es kurzzeitig dunkel wird vor den Fenstern. Doch während der Zug einen Tunnel durchquert, geschehen noch viele andere spannende Dinge.

Die Einfahrt: Der Tunnel unter Druck

Fährt ein Zug in einen Tunnel, schiebt er große Luftmassen vor sich her. So verdichtet er die Luft im Tunnel, wodurch ein Überdruck entsteht. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen kann es bei Hochgeschwindigkeitszügen zu einem sogenannten „Tunnelknall“ kommen, bei dem sich die Druckwellen schlagartig entladen. Das ist nicht nur laut, sondern kann für die Reisenden auch gefährlich werden.
Verhindert wird dieses aerodynamische Phänomen, indem die Form der Züge und der Tunnelröhre optimiert wird. Außerdem schützt die Hülle der Züge die Passagiere vor dem großen Druck. Manchmal kann es jedoch sein, dass wir die Druckverhältnisse trotzdem wahrnehmen: Der Unterdruck im Zug kann dazu führen, dass wir den vom Fliegen typischen Druck auf den Ohren spüren.

Im Tunnel: Sicherheit auf verschiedenen Wegen

Tunnel können mit einer oder zwei Röhren gebaut werden. Je nach Länge befinden sich auch mal mehrere Züge hintereinander in einem Tunnel. Das kann in bestimmten Situationen gefährlich werden, weswegen verschiedene Maßnahmen zur Sicherheit im Tunnel getroffen wurden.
Kommt es bei einem Zug im Tunnel zu einem Vorfall, wie Entgleisen oder einem Brand, werden die sich davor und dahinter befindlichen Züge mit automatischen Sicherheitseinrichtungen frühzeitig gewarnt. Sie können so aus dem Tunnel nach hinten abgeschleppt werden. Außerdem gilt in manchen zweigleisigen Tunneln ein sogenanntes Tunnelbegegnungsverbot. Dabei dürfen Personen- und Güterzüge im Tunnel nicht aneinander vorbei fahren.

Der von einem Vorfall betroffene Zug fährt soweit möglich weiter bis zum Ausgang, bevor er stehen bleibt. Hier können die Passagiere sicher aussteigen, und Rettungskräfte haben leicht Zugang. In dem seltenen Fall, dass der Zug im Tunnel seine Fahrt nicht fortsetzen kann, verlassen die Fahrgäste je nach Situation den Zug über Notausgänge. Alle längeren Tunnel mit nur einer Tunnelröhre in Deutschland sind damit ausgestattet. Außerdem betreibt die Bahn Lösch- und Tunnelrettungszüge, die in solchen Situationen zum Einsatz kommen.

Die Ausfahrt: Extreme Seitenwinde

Auf die Züge wirken bei der Ausfahrt aus einem Tunnel starke Seitenwinde ein. Um zu verhindern, dass die Züge entgleisen oder umkippen, ist ihre Form immer weiter optimiert worden. Sie sind weniger anfällig für die Kraft von Seitenwinden und bleiben auch bei hohen Geschwindigkeiten sicher auf den Schienen.

Teilen Sie diesen Beitrag:

Zugfahren zu Großveranstaltungen

Die Anreise mit der Bahn zu Konzerten oder Fußballspielen wird immer beliebter. Für viele ist es eine praktische Variante, um auch mit größeren Reisegruppen schon auf dem Weg zum Veranstaltungsort eine schöne Zeit zu haben. Doch immer wieder kommt es zu hässlichen Szenen: Sachbeschädigung und Pöbeleien in den Bahnen und am Bahnsteig sind leider keine Seltenheit. Wir geben ein paar Tipps, wie Sie auch zu Großveranstaltungen sicher reisen.

Reisen zu Konzerten oder Festivals

Jährlich finden vor allem im Sommer zahlreiche verschiedene Festivals und Konzerte in ganz Deutschland statt. Dafür reisen Fans sehr gern mit der Bahn an. Ein Beispiel: Zum Musikfestival „Fusion“ haben 2019 rund 30 000 Menschen die Bahn als Verkehrsmittel genutzt. Trotz zahlreicher Sonderzüge kam es zu Verspätungen und die Züge waren überfüllt. Fahrräder durften nicht mitgenommen werden.
In den Zügen ist die Stimmung meistens gut, ausgelassen bereiten sich die Kulturfans auf die Veranstaltungen vor oder lassen sie auf der Rücktour noch ein wenig ausklingen. Wenn Sie also kein Problem mit vollen Abteilen und lauten Menschen in Feierlaune haben, können Sie ohne Sorge zu der entsprechenden Zeit reisen. Anders ist das häufig bei Fußballspielen.

Das Problem mit dem Fußball

Während der normalen Bundesliga-Saison nutzen rund 100 000 Fans jedes Wochenende die Bahn, um zu den Stadien zu kommen. Dafür werden sogar Sonderzüge eingesetzt. Um die Reise für alle Beteiligten zu optimieren, arbeitet beispielsweise die Deutsche Bahn seit einiger Zeit eng mit zahlreichen Fangruppen zusammen. Auch stimmen sich die Bahnunternehmen im Vorfeld gemeinsam mit der zuständigen Bundespolizei ab, um mögliche Gefährdungspotenziale abzuwägen und diesen deeskalierend entgegen zu wirken.
Dennoch kommt es immer wieder zu Sachbeschädigungen und Pöbeleien, sowohl am Bahnhof als auch im Zug. Die Zahl der Randalierer ist im Vergleich zu den friedlichen Fans gering. Doch sie reicht aus, um Bahnhöfe in einen Ausnahmezustand zu versetzen. Die Bahnunternehmen zahlen jährlich Beträge in Millionenhöhe, um die Schäden zu beseitigen.

Sollten Sie sich an einem Gleis oder in einem Zug befinden, in dem auch gewaltbereite Fans reisen, gilt es, aufmerksam zu sein. Wechseln Sie zum Beispiel das Abteil oder den Wagen, oder bewegen Sie sich am Bahnsteig weg von der Gruppe. Suchen Sie sich andere Personen, die vertrauenswürdig erscheinen. Außerdem können Sie jederzeit das Zug- und Bahnhofspersonal um Unterstützung bitten. Wenn andere Fahrgäste in Ihrer Nähe sind und Sie nicht direkt bedroht werden, können Sie die Randalierer höflich darum bitten, das störende Verhalten zu unterlassen. Von Alleingängen sollten Sie jedoch absehen, da die Personen häufig gereizt und emotional reagieren. Die Situation kann schnell eskalieren.
Sind Sie Zeuge von Sachbeschädigung, suchen Sie das Zug- oder Bahnhofspersonal auf. Alternativ können Sie die Bundespolizei unter 0800 6 888 000 über den Vorfall informieren.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Bei der Planung einer Zugfahrt sind vor allem folgende Aspekte für die Reisenden relevant: Reisedauer, Verbindung und Ticketpreis. Manchmal lohnt sich jedoch zusätzlich ein Blick in den Terminkalender. Informationen darüber, ob eine Großveranstaltung stattfindet, gibt es zum Beispiel auf regionalen Websites oder Veranstaltungsplattformen. Wer also lieber stressfrei reist und die Möglichkeit hat, sollten einen Zug früher oder später buchen.

Teilen Sie diesen Beitrag:

Praktische Apps für Ihre Zugreise

Wenn Sie eine längere Bahnreise planen, können Apps eine echte Unterstützung sein. Egal ob Verbindungssucher oder Zeitüberbrücker: Die passenden Apps können Sie sich Zuhause herunterladen und haben Sie immer und überall dabei.

Ohne Stress zum Anschlusszug

Nichts ist nerviger als einen Zug zu verpassen, weil man am falschen Gleis steht oder die Verbindung zu knapp geplant hat. Eine App kann Ihnen das Leben auf der Zugfahrt erleichtern, indem sie alle Informationen zu der Verbindung gibt und über eventuelle Störungen informiert.
Am häufigsten wird von Zugreisenden die Navigator-App der Deutschen Bahn verwendet. Geben Sie einfach Ihren Start- und Zielort ein: Schon erhalten Sie alle möglichen Zugverbindungen innerhalb Europas. Auch die Abfahrtszeit lässt sich individuell einstellen. Mit einem zusätzlichen Filter können Sie zum Beispiel festlegen, mit welcher Bahn Sie reisen wollen. Außerdem erhalten Sie Echtzeit-Infos und einen Verspätungsalarm. Auch der Ticketverkauf lässt sich unkompliziert über die App regeln.
Regionale Informationen aus dem Raum Mitteldeutschland erhalten Sie mit der MRB-App . Mit der Verbindungssuche können Sie ganz spontan die vorhandenen Anschlüsse checken, und sich im nächsten Schritt das Ticket auf ihr Handy buchen. Das funktioniert sowohl für Regionalbahnen und Busse, als auch für den Straßenbahnverkehr.

Neue Stadt – Neue App

Sind Sie an Ihrem Zielbahnhof angekommen, gilt es sich zu orientieren. Müssen Sie anschließend mit Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, hilft eine App für den ÖPNV wie die schon genannte MRB App oder die Öffi Fahrplanauskunft . Sind Sie zu Fuß unterwegs, ist der Klassiker Google Maps empfehlenswert.

Apps für Sie und die ganze Familie

Vor allem bei der Reise mit Kindern ist es gut, einige Apps zur Unterhaltung auf dem Handy zu haben. Ein Hörbuch kann zum Beispiel die zwei Stunden Zugfahrt wie im Flug vergehen lassen. Denken Sie jedoch daran, sich Kopfhörer einzustecken, damit sich Ihre Mitreisenden nicht gestört fühlen. Die Apps Audible und bookbeat bieten zahlreiche spannende Hörbücher und Podcasts für Kinder und Erwachsene an.
Daneben gibt es eine riesige Auswahl an Spiel-Apps mit klassischen Spielen, Quiz und Rätseln oder anderen Langeweile-Vertreibern. Eine witzige Variante zum gemeinsam Spielen ist die Stadt Land Fluss-App, die sich in jedem App-Store finden lässt. Mit dem zeitlosen Klassiker lässt sich die Zeit vertun, auch wenn mal nicht so viel Platz für Stift und Papier vorhanden ist.

Wetter & Wecker – Die kleinen Kniffe für eine entspannte Reise

Manchmal ist es hilfreich, während der Zugfahrt das Wetter zu checken. Das kann am Ankunftsort ganz anders sein als dort, wo Sie losgefahren sind. Auch äußerst praktisch: Ein Wecker, der Sie davor bewahrt, die Station zu verschlafen. Klingt banal, kann Ihnen jedoch viel Stress ersparen.

Teilen Sie diesen Beitrag:

Die Züge der Zukunft

Grüne Mobilität: Die Herausforderung der zukünftigen Fortbewegungsmittel. Züge sind dem klassischen Straßenverkehr dabei um einiges voraus, denn hier wird schon seit längerem auf Elektrizität gesetzt. Zukünftig soll das Reisen mit der Bahn eine noch größere Rolle in der Fortbewegung spielen – Doch um immer mehr Menschen klimafreundlich durch das Land zu fahren, muss noch viel geforscht werden. Was müssen sie können, die Züge von morgen?

Woran wird geforscht?

Aktuell erreichen ICEs Geschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometer pro Stunde. Bei der Bauart ist das das Maximum, wenn sicheres Fahren garantiert werden soll. Doch die Zukunft könnte anders aussehen: Mit Geschwindigkeiten von 400 Km/h wollen Forscher die Züge über die Schienen schicken. Dafür wird fleißig geforscht, an der Windschnittigkeit zum Beispiel. Aerodynamische Züge liegen besser auf der Schiene und verursachen weniger Lärm. Außerdem ist der Luftwiederstand geringer – Das spart Energie, ein entscheidendes Kriterium bei der Entwicklung neuer Technologien. Die Materialien beim Zugbau sollen leichter und umweltfreundlicher werden, ohne an Stabilität zu verlieren.
Die neuen Modelle werden in den Forschungszentren erst am Computer konstruiert und später in großen Windkanälen getestet. Dabei wird gemessen, verbessert und ausgetauscht. Bis irgendwann die perfekte Form und das perfekte Material gefunden ist.

Reisen als Luxus?

Ideen für bequemeres und hochwertigeres Reisen gibt es viele. Dabei geht es um ganz praktische Sachen, wie Stauraum oder Sitzplatzaufteilung – aber auch um verrückte und extravagante Neuerungen.
Zum Beispiel sollen Reisende zukünftig ihr Gepäck wie am Flughafen aufgeben können, um es am Zielbahnhof wieder entgegen zu nehmen. Das schafft Platz im Zug und macht das Reisen entspannter. Türen sollen sich mit Bewegungssensoren automatisch öffnen, und mehr gepolsterte Flächen machen das Stehen und Anlehnen bequemer. Das ergibt alles Sinn – Doch braucht der Zug der Zukunft auch ein Fitnessstudio mit Hometrainer und großen Musikboxen? Oder luxuriöse Einzelkabinen mit Fernseher und gepolsterten Sesseln? Diese Einfälle werden im Ideenzug der Deutschen Bahn umgesetzt, und können von Interessierten ausgetestet werden.

Der Next Generation Train

Im Institut für Fahrzeugkonzepte am DLR, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, wird seit einiger Zeit an einem neuen Hochgeschwindigkeitszug geforscht. Dieser „Next Generation Train“ soll sowohl für den Personentransport als auch den Güterverkehr eingesetzt werden. Eine aerodynamische Form, leichte Materialien, ein neuer Antrieb – Das Modell soll einen Systemwechsel mit sich bringen. Die Züge fahren ohne Lokführer, und die Wagen rangieren sich von alleine. Das Be- und Entladen wird von Robotern übernommen, um die Abfertigung von Gütern effizienter zu gestalten. Seit 2007 tüfteln Forscher an dem Hightech-Zug, und sind noch lange nicht fertig.

Nichts geht ohne gute Infrastruktur

All diese innovativen Ideen bringen nichts, wenn das Schienennetz zu klein und die Bahnhöfe zu eng sind. Die Deutschen Bahn will bis zum Jahr 2030 die Zahl der Zugreisenden verdoppeln – Doch dafür müssen noch viel mehr Verbindungen geschaffen und neue Züge eingesetzt werden. Um das Reisen mit der Bahn attraktiver und schneller zu gestalten, ist der „Deutschland-Takt“ in Planung: Die Züge sollen zu festen, regelmäßigen Zeiten in den Knotenbahnhöfen ankommen und abfahren. Die eng getakteten Zeiten sollen die Umsteigesituation für Fahrgäste entscheidend verbessern. Damit alle diese Ideen bald Wirklichkeit sind, wird in digitalen Innovationslaboren und Forschungseinrichtungen weiter fleißig gerechnet und getüftelt.

Teilen Sie diesen Beitrag:
Fahrgast schlafend im Zug

Ruhebereich im Fernverkehr: Diese Regeln gelten hier

Das Verhalten im Ruhebereich von Zügen ist immer wieder ein konfliktreiches Thema. Was ist erlaubt? Darf ich telefonieren? Mit der Chipstüte knistern? Und was ist mit Kindern? Wir haben Ihnen die wichtigsten Verhaltensregeln im Ruhebereich zusammengefasst.

So erkennen Sie den Ruhebereich

Zwei Piktogramme weisen im Zug auf das besondere Abteil hin. Sie zeigen ein durchgestrichenes Handy sowie ein Gesicht mit dem Zeigefinger auf den Lippen. Den Ruhebereich gibt es in allen Intercity- und Intercityexpress-Zügen der Deutschen Bahn. Ruhebereiche sind meist durch Glastüren von anderen Abteilen getrennt und können ganze Abteile, Lounges oder komplette Wagen sein. Bei Ihrer Ticketbuchung gibt es die Möglichkeit, einen Ruhebereich auszuwählen.

Was genau bedeutet Ruhe?

Jeder hat ein anderes Verständnis davon, was Ruhe bedeutet. Deswegen hat das Thema auch so viel Konfliktpotential. Laut Deutscher Bahn sind in den Ruhebereichen „Handytelefonate, Klingeltöne, lautes Musikhören (auch via Kopfhörer) oder sonstige lärmende Tätigkeiten nicht erwünscht“. Ausdrücklich untersagt werden sie nicht. Geräusche, die von Kindern ausgehen, sind im Ruhebereich von den Vorgaben ausgenommen. Weitere Tipps für eine sichere Reise mit Kindern erhalten Sie auf unserem Beitrag dazu.
Natürlich dürfen Sie im Ruhebereich essen und trinken. Jedoch sollten Sie versuchen, anhaltendes Knistern zu vermeiden.Telefonieren können Sie zum Beispiel in den extra ausgeschriebenen Handybereichen. Diese sind mit einem Handysymbol gekennzeichnet und mit Signalverstärkern ausgestattet.

Diese Strafen warten bei Verstößen

Die Deutsche Bahn verhängt keine Geldstrafen bei Verstößen im Ruhebereich. Im schlimmsten Fall kann ein Fahrgast von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden. Abgesehen davon setzt die Deutsche Bahn auf soziale Kontrolle. Auch das Zugpersonal ist nicht verpflichtet, bei Uneinigkeiten einzugreifen.

Anders ist dies zum Beispiel in den Bundesbahnen Österreichs. Hier zahlen Fahrgäste, die sich im Ruhebereich falsch verhalten, 40 Euro. In den TGV-Zügen in Frankreich weisen Zugdurchsagen auf die geltenden Regeln im Ruheabteil hin.

So sprechen Sie Mitreisende an

Ein freundlicher und höflicher Ton ist in jedem Fall angebracht, wenn Sie Mitreisende auf etwas hinweisen wollen. So gelangen Sie in den meisten Fällen am schnellsten zu einer Einigung. Seien Sie sich darüber bewusst, dass es kein Rechteverhältnis gibt, auf das Sie sich berufen können. Will der Reisende nicht mit sich reden lassen, sprechen Sie am besten mit dem Zugpersonal. Diese werden den Fahrgast in den meisten Fällen noch einmal darauf hinweisen, die lärmende Tätigkeit einzustellen. Eine Garantie, dass Sie im Ruheabteil ohne Störung reisen können, gibt es nicht.

Teilen Sie diesen Beitrag:
Corona: Im Zug ist es sicherer als gedacht

Zugfahren während Corona sicherer als gedacht

Von der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs wurde seit Beginn des ersten Lockdowns abgeraten. Zu hoch sei das Übertragungsrisiko, zu gering die Abstände. Nun gibt es erste Studien, die diese Befürchtungen relativieren.

Schwere Zeiten für den Personennahverkehr

Der öffentliche Personennahverkehr ist eine der Branchen, die wirtschaftlich von Corona am schwersten betroffen ist. Auf der ganzen Welt brachen die Fahrgastzahlen ein. Die Angst vor einem erhöhten Ansteckungsrisiko hält bis heute an und lässt die Menschen Busse und Bahnen meiden, wann immer es geht. Die Menschen, die nicht Zuhause arbeiten können, sind vermehrt mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs.

Erste Studien überraschen

Das Robert-Koch-Institut hatte Ende vergangenen Jahres jedoch bereits Entwarnung gegeben. Das Risiko, sich beim Bahnfahren anzustecken, sei nicht höher als an anderen öffentlichen Orten. Als „sehr gering“ stufte das Institut die Infektionsgefahr ein. Für diese Einschätzung erfassten Forscher die Orte, an denen sich Menschen mit dem Corona-Virus infiziert hatten. Überraschend ist: Eine Infektion kam im häuslichen Umfeld häufiger vor als im ÖPNV.

Wie sieht es in anderen Ländern aus?

Auch andere Länder haben damit begonnen, das Infektionsgeschehen in Nahverkehrsmitteln zu analysieren. In Österreich wurden die Ursprünge von Infektionsketten untersucht. Dabei konnte keine Infektion auf den ÖPNV zurückgeführt werden. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Frankreich. Hier machten die im August untersuchten Infektionen in Bussen, Bahnen, Flugzeugen oder Schiffen etwa 1% der Fälle aus. Öffentliche Verkehrsmittel spielen in japanischen Städten eine große Rolle. Doch auch hier zeigte eine Studie, dass die Infektionsherde woanders liegen. Hotspots seien Restaurants, Fitnessstudios, Konzerthallen, Arbeitsplätze, Altenheime oder Karaoke-Bars.

Das macht den ÖPNV sicher

Wie kann es sein, dass Zugfahren trotz der anfänglichen Sorgen so sicher ist? Grund ist vor allem das konsequente Einhalten von Hygieneregeln. Die Maskenpflicht senkt das Ansteckungsrisiko drastisch, so die Ergebnisse aus Frankreich. Weiterhin ist es aufgrund der niedrigen Fahrgastzahlen gut möglich, Abstände einzuhalten. Da die meisten Fahrgäste allein unterwegs sind, wird nicht viel geredet. Dadurch fliegen weniger Tröpfchen und Aerosole durch die Luft. Hinzu kommt, dass der Aufenthalt in Bahnen und Bussen meist nur kurzweilig ist. Eine Sorge zu Beginn des Lockdowns waren Oberflächen als Virusherde. Diese werden mittlerweile in den meisten Unternehmen von Hygieneteams regelmäßig gereinigt. Auch das Lüften stellt in Bussen und Bahnen kein Problem dar, da dies an jeder Haltestelle automatisch geschieht. Schlussendlich liegt es aber vor allem an Ihnen, wie sicher Sie eine Zugfahrt für sich und für andere gestalten. Wichtige Tipps erhalten Sie in unserem Beitrag zu einer sicheren Zugfahrt in Corona-Zeiten.

Teilen Sie diesen Beitrag:

Diese Vorsignale sorgen für Sicherheit bei Ihrer Bahnfahrt

Bei hohen Zuggeschwindigkeiten reichen Hauptsignale für den Bremsweg nicht mehr aus. Hier werden Vorsignale für eine sichere Bahnfahrt notwendig. Wir stellen Ihnen die Signale vor.

Sichere Bahnfahrt durch Vorsignale

Bei einem Tempo von 160 km/h benötigen die Züge einen Bremsweg von ca. 1.000 m. Vorsignale sollen ausschließen, dass das Lokpersonal ein Hauptsignal übersieht. Die Signalbilder warnen also rechtzeitig vor einer Streckenänderung, die ein Abbremsen notwendig macht. Hierfür zeigen die Eisenbahnsignale an, welches Signalbild den Zugführer am zugehörigen Hauptsignal erwartet. Ziel ist es, dass der Lokführer den Zug noch vor dem Hauptsignal zum Stehen bringen kann.

Diese Signalbilder gibt es als Vorsignale:

  • Vr 0: Halt erwarten. Die runde Scheibe steht senkrecht. Ist ein Flügel vorhanden, zeigt dieser senkrecht nach unten.
  • Vr 1: Fahrt mit Buchfahrplangeschwindigkeit erwarten. Die runde Scheibe liegt waagerecht. Ist ein Flügel vorhanden, zeigt dieser senkrecht nach unten.
  • Vr 2: Langsamfahrt bzw. Fahrt mit Geschwindigkeitsbeschränkung erwarten. Die runde Scheibe steht senkrecht. Der Flügel zeigt schräg rechts abwärts.

Bild Vorsignale: Urheber WWSS1, CC BY-SA 3.0

Standorte der Vorsignale

Vorsignal und Hauptsignal stehen in einem Abstand zueinander, der dem Bremsweg entspricht. Diesen Bremswegabstand benötigen die Züge maximal, um vor dem Halt zeigenden Hauptsignal sicher zum Stehen zu kommen. Je nach Strecke und den örtlichen Begebenheiten wird der Regelbremsweg festgesetzt. Bei Hauptbahnen beträgt er in der Regel 1.000 oder 700 m. Auf Nebenbahnen kann dieser Abstand hingegen nur 400 m sein.

Führt die Strecke über einen Gleisbogen, ist das Hauptsignal für den Triebfahrzeugführer nicht einsehbar. Die Mindestsichtbarkeit, die abhängig von der Streckengeschwindigkeit zwischen 300 und 500 m liegt, ist demnach nicht mehr gegeben. Zwischen dem Vor- und dem Hauptsignal sind ein oder mehrere Vorsignalwiederholer notwendig, die das Hauptsignal ankündigen. Auf diese Weise wird die Mindestsichtbarkeit des Hauptsignals künstlich hergestellt.

Vorsignale werden prinzipiell rechts vom befahrenen Gleis aufgestellt. Ist eine eindeutige Zuordnung nicht möglich oder herrscht Platzmangel, dann wird das Signal über dem Gleis mittels Signalbrücken oder -ausleger befestigt.

Erhöhte Sicherheit durch Vorsignale

Durch die Vorsignalwiederholer kann auch ein unnötiges Abbremsen des Zuges verhindert werden: Beispielsweise wenn das Signal ursprünglich Halt angekündigt und das Hauptsignal inzwischen die Fahrtstellung eingenommen hat. Oder, wenn zwischen Vorsignal und Hauptsignal ein Halteplatz liegt und von diesem das Hauptsignal nicht erkennbar ist. Auch während des Halts zeigt der Vorsignalwiederholer die Stellung des Hauptsignals an. Dadurch wird das Sicherheitsrisiko gesenkt, dass der Triebfahrzeugführer die Vorsignalinformation während des Verkehrshalts vergisst.

Als Vorsignalwiederholer werden nur Lichtsignale genutzt. Dies gilt auch bei ansonsten rein mechanischen Stellwerksbereichen.

Hinweis: Die Hauptsignale für Ihre sichere Bahnfahrt lernen Sie in unserem gesonderten Beitrag kennen.

Achten Sie während Ihrer Bahnfahrt auf Haupt- und Vorsignale? Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen: Hinterlassen Sie uns im Kommentarfeld Ihre Eindrücke.

Foto:  Olga Ernst & Hp.Baumeler, CC-BY-SA-4.0

Teilen Sie diesen Beitrag:

Diese Hauptsignale sorgen für Sicherheit bei Ihrer Bahnfahrt

Signale am Streckenrand zeigen dem Lokführer, ob er eine Strecke befahren kann und wie schnell. Wir stellen Ihnen die Hauptsignale für eine sichere Bahnfahrt vor.

In der Frühzeit der deutschen Eisenbahngeschichte benutzte jede Bahngesellschaft ihr eigenes Signalsystem. Mit der Verstaatlichung dieser Gesellschaften ab 1875 trat in ganz Deutschland eine einheitliche Signalordnung für die Eisenbahnen Deutschlands in Kraft. Diese gilt noch heute.

Bedeutung der Hauptsignale für die Bahnfahrt

Die Signalordnung umfasst verschiedene Signalarten. Grob lassen sie sich in Haupt- und Vorsignale sowie Zusatzsignale gliedern. Über die Hauptsignale (Hp) erfährt der Zugführer, ob er in den nachfolgenden Streckenabschnitt einfahren darf oder nicht. Das Hauptsignal kann sich aus bis zu drei Signalbildern zusammensetzen.

Zwischen diesen Signalen wird unterschieden:

  • Im Bahnhof: Einfahr-, Zwischen- und Ausfahrsignale
  • Auf freier Strecke: Blocksignale
  • Vor Gefahrenstellen: Deckungssignale

So sind Hauptsignale für eine sichere Bahnfahrt aufgebaut

Hauptsignale setzen sich aus Form- und Lichtsignalen zusammen. Die Formsignale bestehen aus zwei Signalflügeln, die ihre Stellung je nach Information ändern. Als Nachtzeichen beziehungsweise Lichtzeichen werden zwei Lichter eingesetzt, deren Farbe je nach Signal wechselt.

Damit man die Maste der Formhauptsignale besser erkennt, sind sie mit rot-weiß gestreiften Mastblechen ausgerüstet.

Hauptsignale
Grafik Übersicht Signale: WWSS1, CC BY-SA 3.0

Hauptsignal Hp 0: Halt

Vor dem Hauptsignal Hp 0 muss der Zug anhalten. Denn der nachfolgende Streckenabschnitt ist entweder von einer anderen Zugfahrt besetzt, oder die Fahrt endet hier. So sieht das Hp-0-Signal aus: Der obere Signalflügel zeigt waagerecht nach rechts. Als Lichtsignal erscheint ein rotes Licht.

Hauptsignal Hp 1: Fahrt

Wird dieses Signal angezeigt, kann die Zugfahrt mit der zulässigen Streckengeschwindigkeit fortgesetzt werden. So sieht das Hp-1-Signal aus: Der obere Signalflügel zeigt schräg nach rechts oben. Als Lichtsignal erscheint ein grünes Licht.

Hauptsignal Hp 2: Langsamfahrt

Die folgende Strecke darf nach dem Hauptsignal befahren werden – jedoch nur mit einer gedrosselten Geschwindigkeit. Im anschließenden Weichenbereich gilt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h. Abweichungen von dieser Geschwindigkeit werden im sogenannten Buchfahrplan hinterlegt oder werden per Befehl oder durch einen Geschwindigkeitsanzeiger übermittelt.

So sieht das Hp-2-Signal aus: Zwei Signalflügel zeigen schräg nach rechts oben. Als Lichtsignal erscheint ein grünes über einem gelben Licht.

Weitere Signale für schnelle Züge notwendig

Bei schnellen Zügen reicht das Hauptsignal nicht aus, um nach dem Signal noch entsprechend abzubremsen. Ab einer Geschwindigkeit von 160 km/h benötigen die Züge einen Bremsweg von ca. 1000 m. Daher wird das Hauptsignal bereits 1000 m vorab mithilfe eines Vorsignals angekündigt. So kann der Lokführer rechtzeitig die Bremsung einleiten.

Hinweis: Die Vorsignale stellen wir Ihnen in einem gesonderten Beitrag vor.

Da die Ausrüstung des Streckennetzes mit diesen Signalen kostspielig und wartungsintensiv ist, sollen die Informationen künftig direkt in den Führerstand übertragen werden. Bisher werden die Systeme auf ihre Umsetzbarkeit überprüft.

Achten Sie auf Ihrer Bahnfahrt auf die Hauptsignale? Erzählen Sie uns doch im Kommentarfeld, welche Sicherungssysteme Sie bereits kennen.

Teilen Sie diesen Beitrag: