Schnell, schneller, Highspeed: Die schnellsten Züge der Welt

Während sich die Züge heute mit mehreren hundert Stundenkilometern fortbewegen, hatte man früher große Angst vor den Folgen von Geschwindigkeiten über 50 km/h. Seitdem hat sich viel getan, und die Leistungen der Züge aller Welt überbieten sich ständig aufs Neue.

Ein Hoch auf den Fortschritt

Reisen auf Schienen ist heute mit Geschwindigkeiten möglich, die kein anderes Linienfahrzeug an Land erreicht. Über die Jahre wurde die Form, Reibung und der Antrieb der Züge so optimiert, dass Personen komfortabel mit Höchstgeschwindigkeiten an ihr Ziel kommen. Dabei nimmt man das Tempo im Wagon meist nicht so stark wahr: Das Rattern und Ruckeln im Wageninneren ist längst Geschichte, die Züge gleiten nahezu lautlos durch Tunnel und Landschaften. Doch welcher ist nun der schnellste Zug der Welt?

Deutschland: Reisen mit dem ICE

Will man in Deutschland schnell und bequem reisen, ist für viele der Intercity-Express die favorisierte Wahl. Die Hochgeschwindigkeitszüge erreichen auf bestimmten Streckenabschnitten bis zu 300 km/h. Bei Testfahrten ist jedoch noch einiges mehr drin: 406,9 km/h schnell war der ICE bei einer Testfahrt auf der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg im Jahr 1988.

Japan: Schnell ans Ziel mit dem Schinkansen

Der Shinkansen 955 (300X) ist um einiges schneller unterwegs als ein ICE. Mit seinem Bau hatte man in Japan das Ziel, mit mehr als 300 km/h zu reisen. Das gelang mit Bravour, 1996 wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 443 km/h gemessen. Im Durchschnitt bewegt er sich mit 320 km/h fort.

China: Dauerhaft reisen mit 350 km/h

Um die leistungsstarken Züge auch wirklich auf entsprechende Geschwindigkeiten zu bringen, ist eine geeignete Strecke nötig. Diese existiert zum Beispiel in China. Mit dem CRH 380A reist man zwischen Peking und Shanghai fast durchgängig mit 350 km/h. Der Zug der China South Locomotive & Rolling Stock erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 486 km/h.

Frankreich: Geschwindigkeit im Namen

„Train à grande vitesse“ ist die lange Bezeichnung des TGV aus Frankreich. Das bedeutet Hochgeschwindigkeitszug, und hätte nicht passender gewählt werden können: 515 km/h brachte er bei einer Testfahrt 1990 auf die Schienen. Durchschnittlich ist er aber „nur“ mit rund 320 km/h unterwegs.
Neben dem TGV existiert ein weiterer Hochgeschwindigkeitszug der französischen Bahngesellschaft. Der V150 SNCF ist bis heute Rekordhalter unter den Rad-Schienen-Fahrzeugen. 574 km/h konnten bei einer Fahrt 2007 gemessen werden. Die 150 im Namen des Zuges steht dabei für die in einer Sekunde zurückgelegten Meter.

Die schnellsten Züge fahren nicht, sie schweben

Ist es die Technik von Morgen? Noch werden die Spitzengeschwindigkeiten der Magnetschwebebahnen weiter ausgetestet. 2015 erreichte die Bahn Maglev in Japan eine unglaubliche Höchstgeschwindigkeit: Mit 603 Stundenkilometern war sie unterwegs. Der Einsatz des Zuges ist für 2027 geplant. Auch in Deutschland wurde eine Teststrecke für Magnetschwebebahnen gebaut, auf der Geschwindigkeiten von 450 km/h möglich waren. Weitere Forschungen daran wurden jedoch nach einem Zugunglück im Jahr 2006 eingestellt.

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